Also bis jetzt hat mir diese ganze Sache mit der Diplom­ar­beit doch gro­ßen Spaß gemacht. Mit mei­nem kon­ti­nu­ier­li­chen, ent­spann­ten Arbeits­stil kam ich gut voran und hatte doch stets das Gefühl, mich geschickt aus­zu­drü­cken und klar und ver­ständ­lich zu schrei­ben. Doch dann machte ich den Feh­ler, eini­gen Freun­den meine Diplom­ar­beit zum Kor­rek­tur­le­sen zu überreichen.

Eigent­lich heischte ich ja nur nach Bestä­ti­gung. So in der Form: „Also Mathias, ich konnte ein­fach keine Feh­ler fin­den. Nur zwei Recht­schreib­feh­ler musste ich dir anstrei­chen, hast dich wohl vertippt.”

Jetzt lie­gen drei Papier­sta­pel neben mir und jeder ent­hält Anstrei­chun­gen und Kor­rek­tur­vor­schläge in einer ande­ren Farbe. Meine eigene Unper­fek­tion wird mir so auf jeder Seite erneut vor Augen geführt. Das ein­zig Posi­tive ist, dass es nur wenige Stel­len gibt, wo alle Kor­rek­to­ren einer Mei­nung sind, wenige von die­sen ganz kras­sen Recht­schreib­feh­lern. So bleibt mir doch die­ser stille Tri­umph, meine Kor­rek­to­ren durch Ver­mei­dung tri­via­ler Feh­ler zu einer viel kri­ti­sche­ren und peni­ble­ren Arbeits­weise ver­führt zu haben.

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