Was für ein Tag!

Mit Joa­chim wagte ich heute ein Unter­fan­gen, das bis­lang nur weni­gen Zehn­tau­sen­den Men­schen gelun­gen ist: Die Umfah­rung des Zür­cher Sees! Und die­ser See ist lang — so an die 60 Kilo­me­ter fährt man da schon, wenn man die­ses lang­ge­streckte Mons­trum umrun­den will.

Zudem hat die­ser See eine Seele, er mag es näm­lich gar nicht, wenn Leute ihn ein­fach so per Velo (so lang­sam gewöhne ich mich an einige Schwei­zer Begriffe und flechte sie mal geschickt ein) umzin­geln wol­len. Bei Kilo­me­ter 7 erwischte es Joa­chims lin­kes Pedal. Es fiel ein­fach ab, die Hal­te­rungs­schraube war in einem bedau­erns­wer­ten Zustand. Sie hatte sich, bzw. ihre äußers­ten Gewin­de­gänge ziem­lich gehen las­sen. Da keine Werk­statt am Sonn­tag offen hat, fuhr Joa­chim mit Bus und Bahn, ich mit mei­nem inzwi­schen geflick­ten (ein Plat­ten hatte mich ereilt) Velo zum Labor. Nun stellte sich her­aus, dass es sich nicht um eine nor­mierte Schraube han­delte, son­dern ein Spe­zi­al­ge­winde. Letzt­end­lich fuhr Joa­chim mit sei­nem Gebirgs-​​Velo, was einen doch deut­li­chen kräf­te­mä­ßi­gen Mehr­auf­wand bedeu­tete. Für ihn zumindest…

Die Rund­fahrt war dann auch sehr schön, dau­erte nur deut­lich län­ger als erwar­tet. Wir gin­gen zwi­schen­durch schick essen und genos­sen den schö­nen Tag. Am Ende waren wir beide ziem­lich fer­tig. Ich wollte es mir aber den­noch nicht neh­men las­sen, den fina­len Berg zu bezwin­gen. Als ich dann end­lich zu Hause war, fühlte ich mich sogar zum Duschen zu schwach und nahm ein aus­ge­dehn­tes Bad.

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