Der Zau­ber­berg von Tho­mas Mann fin­det seine Ent­spre­chung in Davos, einer der vie­len Berge dort war also die Vor­lage für den umfang­rei­chen und nicht ganz ein­fa­chen Roman. Weni­ger lite­ra­risch ging es die letz­ten drei Tage zu, ein gro­ßer Anteil mei­ner Mit­dok­to­ran­den und Anhäng­sel bret­terte über die Pisten.

Nach mei­nen zwei Übungs­ta­gen vorab machte ich an die­sen drei Tagen enorme Fort­schritte. Ich komme jetzt so ziem­lich jeden Hang sicher run­ter und beherr­sche die Magie des Par­al­lel­schwungs. Nur geht mir das Ganze noch immer etwas zu schnell, so dass ich zu stark die Kur­ven ein­drehe. Das ist zwar ange­nehm, da ich stark abbremse, jedoch bin ich somit noch weit von einem flüs­si­gen und flot­ten Fahr­stil ent­fernt. Es gibt also noch Bedarf für wei­tere Stun­den am Hang und wei­tere Web­log­ein­träge zu die­sem bri­san­ten Thema.

Aber die Par­al­lele zum Zau­ber­berg war dann doch die soziale Kom­po­nente des Aus­flu­ges. Gleich den Sanatoriums-​​Patienten waren wir alle unse­ren nor­ma­len Pflich­ten und Auf­ga­ben ent­bun­den und in einer locke­ren Atmo­sphäre wur­den bestimmt Hun­derte von Gesprä­chen geführt. Auch ich unter­hielt mich mit vie­len Leu­ten, die ich sonst nur als über ihren Schreib­tisch gebeugte Gesich­ter im Vor­bei­ge­hen an einer offe­nen Türe des Insti­tuts bemerkt hatte. Wir hat­ten Zeit, tra­fen uns zum Mit­tag­es­sen an der Piste, war­te­ten abends im Restau­rant aufs Essen oder saßen beim Früh­stück, um uns für die wil­den Pis­ten­ritte zu stär­ken. So schweb­ten wir alle vor uns hin in die­ser ent­rück­ten Welt, und kehr­ten allzu schnell zurück ins „Flach­land” mit sei­nen Pflich­ten und all­täg­li­chen Umgebungen.

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