Es ist nicht weit. Etwas mehr als zwei Stun­den mit dem Zug, dann steigt man in Davos aus und hat die Qual der Wahl zwi­schen zwei recht gro­ßen Ski-​​Gebieten, Par­senn zur Rech­ten und Jakob­shorn zur Lin­ken. Kilo­me­ter von prä­pa­rier­ten Pis­ten war­ten auf die vie­len Tau­send Ski­fah­rer und Snow­boar­der. Auch auf mich, wobei ich mich inzwi­schen mit dem sieb­ten Ski­tag als Fort­ge­schrit­te­nen betrachte und nicht mehr die Anfänger-​​Ski aus­leihe. Es sind jetzt Allround-​​Skier, wel­che ich mit Hilfe der klo­bi­gen Stie­fel an mei­nem Kör­per befes­tige. Etwas län­ger und etwas weni­ger tail­liert als die Anfänger-​​Skier sind sie, grei­fen bes­ser bei höhe­ren Geschwindigkeiten.

Ich mache Fort­schritte, habe es gelernt, immer stei­lere Hänge her­un­ter­zu­fah­ren, meine Wohlfühl-​​Geschwindigkeit immer höher hin­auf­zu­set­zen, auch bei ver­eis­ten, engen Pis­ten eini­ger­ma­ßen gut run­ter­zu­kom­men und mich auch auf unbe­kannte Pis­ten zu wagen. Wobei jetzt auch die Anfangs­eu­pho­rie des schnel­len Fort­schritts vor­bei ist. Das merkte ich heute recht deut­lich am Jakob­shorn. Es ist eine recht lange und gleich­mä­ßig abfal­lende Piste, wel­che wir haupt­säch­lich benutz­ten. Sie ist nicht schwie­rig, ein­fach recht lang. Und an die Gren­zen geriet ich vor allem durch feh­lende Kon­di­tion, wel­che bei höhe­ren Geschwin­dig­kei­ten ein­fach not­wen­dig ist. Sonst kommt man nicht so gut um die Kur­ven. Und so beim drit­ten oder vier­ten Mal mel­de­ten sich die Ober­schen­kel und rie­fen mich zur Mäßi­gung auf. Schnel­le­res Fah­ren ver­langt mehr Kraft, wel­che ich ein­fach noch nicht habe. Oder ich mache was falsch und fahre zu kraftin­ten­siv. Auf jeden Fall ist es nicht mehr so ein­fach, bes­ser zu wer­den. Es wird lang­sam anstrengend.

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