Vor eini­ger Zeit lief mein kos­ten­lo­ses Jah­res­abo der Welt­wo­che aus, seit­her finde ich jeden Don­ners­tag Abend wie­der die ZEIT im Brief­kas­ten. Damit knüpfe ich an die Ver­hält­nisse in unse­rer Dresd­ner WG an, auch dort war die ZEIT unser stän­di­ger Beglei­ter. Das Ein­zige, was mich an die­ser erst­klas­si­gen Wochen­zei­tung stört, ist die man­gelnde Bericht­er­stat­tung über die Schweiz, nur ganz sel­ten fin­den die gewich­ti­gen poli­ti­schen Ereig­nisse mei­ner Wahl­hei­mat Ein­gang in die Politik-​​Seiten. Es sind des­halb ganz beson­dere Momente, in denen mir dann doch mal etwas Schwei­ze­ri­sches in der ZEIT über den Weg läuft.

Solch ein Moment war gerade in der Stra­ßen­bahn, als ich den Wis­sen­s­teil durch­blät­terte. Plötz­lich ein ver­trau­tes Gesicht — die ETH-​​Rektorin Heidi Wunderli-​​Allenspach strahlte mir vor Zür­cher Kulisse auf einem herbst­li­chen Por­trät ent­ge­gen. Und wie es sich für eine Rek­to­rin mit ambi­tio­nier­ten Zie­len für die Lehre gehört, schaut sie visio­när nach links aus dem Bild. Ich glaube, dort ist die Essens­aus­gabe des Dozen­ten­foy­ers, wel­che sie nach die­sem Inter­view wohl auf­su­chen wollte. Es ging um die Lehre an der ETH, mir sind auch einige der ange­spro­che­nen Maß­nah­men bekannt, wel­che zur Qua­li­täts­stei­ge­rung erson­nen wur­den. Aber momen­tan bin ich in die Lehre nur durch direkte Stu­den­ten­be­treu­ung invol­viert, so dass die­ses Thema für mich zur Zeit wenig Rele­vanz besitzt.

Auf jeden Fall bin ich vor­erst wie­der ver­söhnt mit der ZEIT. Wäre mal span­nend zu wis­sen, wie viele Abon­nen­ten es in der Schweiz gibt, viel­leicht kön­nen wir durch unsere schiere Masse irgend­wann eine stär­kere Berück­sich­ti­gung Schwei­zer The­men durchsetzen.

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