Wäre es nicht schön, unser Thea­ter­stück Da waren’s nur noch neun als DVD zu haben? Nun­mehr, unge­fähr ein Monat nach der letz­ten Vor­stel­lung, ist es soweit — die DVD hat das Licht des Bren­ners erblickt. Es war eine schwere Geburt. Für die Technik-​​Begeisterten hier ein paar Details, wie ich das Ganze gemacht habe.

Auf­nahme

Mit einem hand­li­chen Cam­cor­der (Pana­so­nic HDC-​​SD5) und Sta­tiv nah­men wir das Thea­ter­stück auf. Die Kamera war ganz hin­ten posi­tio­niert, auf einem Tisch bei den Schein­wer­fern. Lei­der hört man auf dem Film die kna­cken­den Geräu­sche, die durch Erhit­zen und Abküh­len der Schein­wer­fer­ge­häuse ent­ste­hen. Aber damit war der Über­blick gege­ben und auch ein paar begeis­terte Zuschauer im Bild.

Pro­ble­ma­tisch ist die rich­tige Belich­tung bei Thea­ter­be­leuch­tung. Wenn man die Kamera auto­ma­tisch arbei­ten lässt, erschei­nen die Gesich­ter zu hell (über­be­lich­tet), auch der spe­zi­ell dafür gedachte Auf­nah­me­mo­dus löst die­ses Pro­blem nicht rich­tig. Am Ende ist es doch bes­ser, die Blende (IRIS) von Hand ein­zu­stel­len. Abrupte Belich­tungs­wech­sel sind dann aber nicht so gut, mei­nen sehr dun­kel aus­ge­leuch­te­ten Todes­schuss sieht man bei­spiels­weise über­haupt nicht.

Pin­na­cle Stu­dio 11: AVCHD nach AVI

Die Kamera ver­wen­det ein etwas selt­sa­mes For­mat für die Video­da­ten, näm­lich AVCHD (Wikipedia-​​Eintrag). Das ver­steht momen­tan so gut wie kein Schnitt­pro­gramm, außer dem mit­ge­lie­fer­ten Pin­na­cle Stu­dio 11. Damit wan­delte ich die Video­da­ten ins gebräuch­li­che AVI-​​Format, damit ich sie spä­ter auch gut wei­ter­ver­wen­den kann. Die Film­da­tei hatte dadurch eine Größe von 22 GB, was meine externe Fest­platte vor ein Pro­blem stellte, da sie sol­che gro­ßen Dateien nicht ver­ar­bei­ten kann. Des­halb erstellte ich ein­zelne Dateien, die nicht grö­ßer als 4 GB sein durften.

Final Cut Pro: AVI nach MP2 und Tonspur

Um auf die für eine DVD maxi­mal mög­li­chen 4.7 GB zu kom­men, muss man die Video­da­ten kom­pri­mie­ren. Mit Final Cut Pro und der Ein­stel­lung „DVD 150 Minu­ten, hohe Qua­li­tät” konnte ich nach vie­len Ver­su­chen das Film­ma­te­rial auf eine prak­ti­ka­ble Größe zusam­men stau­chen. Dafür schuf­tete der Apple-​​Rechner im Schnei­de­raum der ETH (free­cut­ting) meh­rere Tage. Neben­bei ent­stand auch die Ton­spur des Films als sepa­rate Datei (Stereo).

DVD Stu­dio Pro: DVD erstellen

Am Ende hieß es alle Kom­po­nen­ten zu einer DVD zusam­men­zu­stel­len. Man nehme eine Video­spur (wie oben beschrie­ben), eine Ton­spur (kriegt man auch ganz ein­fach), ein Men­ü­bild (unse­ren Flyer) und ein Menü­mu­sik­stück (Zehn kleine Jäger­meis­ter), rühre alles gut durch – und fer­tig ist die DVD. Ich bin jeden­falls froh, dass es die­sen freecutting-​​Raum im Haupt­ge­bäude der ETH gibt, dort fin­det man alles, was man braucht.

Nach­trag (Okto­ber 2009): Die ETH hat ihre Dienst­leis­tung freecutting-​​Raum ein­ge­stellt. Mitt­ler­weile habe ich zu Hause die nötige Soft­ware (Adobe Pre­miere CS4) und kann daheim schneiden.

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