Der Film Brook über Brook (Brook by Brook) beginnt mit Kla­vier­mu­sik, Peter Brook spielt auf einem Leip­zi­ger Blüth­ner–Kla­vier. Der Mann ist mir sympathisch.

Das Por­trät des Soh­nes zeigt einen ruhe­lo­sen, viel­sei­ti­gen, undog­ma­ti­schen, expe­ri­men­tier­freu­di­gen Thea­ter– und Film­re­gis­seur. Immer wie­der ließ er alte Gewohn­hei­ten zurück, um neue Dinge aus­zu­pro­bie­ren. Ein­drück­lich die Zeit im Wan­der­thea­ter, mit dem er in Afrika haupt­säch­lich Impro­vi­sa­ti­ons­sze­nen kre­ierte. Ein Paar Schuhe reichte aus, um wun­der­bare, lus­tige Geschich­ten zu erfin­den. Die Tier­sze­nen waren auch sehr ein­drück­lich und erin­ner­ten mich ans Impro-​​Theater.

Die Übung mit der Schale wie­derum weckte Erin­ne­run­gen an meine Kurz­szene. Das über­ra­schende Fal­len­las­sen des Bechers war da ja das Pro­blem gewe­sen. Peter Brook lässt drei Schau­spie­ler eine ein­fa­che Übung machen, sie sol­len sich vor­stel­len, eine Schale zu tra­gen. Danach eine gefüllte Schale, auch das eine ein­fa­che Sache. Aber dann kam die Stei­ge­rung, wel­che den Profi vom Laien unter­schei­det, die Schale sollte fal­len­ge­las­sen wer­den. Über­ra­schung zu spie­len ist schwierig.

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