Gestat­ten, mein Name ist Alboury. Ich lebe in West­afrika, wel­ches frü­her von den Fran­zo­sen besetzt war. Jetzt sind wir frei, aber die Wei­ßen sind immer noch da und füh­ren sich auf wie einst. Sie ver­ste­hen nichts von die­sem Land, von unse­rer Kul­tur und vom Leben über­haupt. Ich möchte die Lei­che mei­nes Bru­ders abho­len, er wollte heute von der Bau­stelle zurück kom­men und man erzählte mir, er sei bei einem Unfall gestorben.

Being Alboury

Schau­spie­le­ri­sche Ver­wand­lung als Alboury in „Kampf des Negers und der Hunde” von Bernhard-​​Marie Koltés

Heute war der letzte Ter­min des Monolog-​​Kurses, um 19:40 ging mein per­sön­li­cher Vor­hang auf und ich war für ein paar Minu­ten Alboury. Es war der Mono­log, an dem ich seit ein paar Wochen arbeite. Heute war ich zufrie­den mit dem Resul­tat. Es ist eine künst­li­che Figur ent­stan­den, for­mal nannte sie Marco. Aber bei der schwie­ri­gen Ver­wand­lung in einen Schwar­zen ist das ein gutes Mittel.

Ich ras­selte wohl­do­siert mit dem Caxixi, sprach ein wohl­do­sier­tes Säch­sisch, bewegte mich sel­ten, aber ruck­ar­tig, ließ den Affen ein­flie­ßen, spürte die Kälte unter der Wolke und die fami­liäre Ver­bun­den­heit. Ich war Alboury.

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