Ich arbeite als Ent­wick­lungs­in­ge­nieur und Pro­jekt­lei­ter für ein Inge­nieur­büro im Raum Zürich.

Pri­vat beschäf­tige ich mich zur Zeit vor allem mit Thea­ter, seit 2006 bin ich in der Thea­ter­gruppe aki­tiv. Dort war ich jedes Jahr bei einer Pro­duk­tion dabei, die­ses Jahr stand „Arka­dien” von Tom Stop­pard auf dem Pro­gramm. Außer­dem spielte ich noch Impro­vi­sa­ti­ons­thea­ter in der Gruppe Impro Zürich.

Ein wei­te­res Hobby von mir ist die Foto­gra­fie. Mit mei­ner digi­ta­len Spie­gel­re­flex­ka­mera (Nikon D200) und einer über die Jahre gewach­se­nen Samm­lung von Objek­ti­ven foto­gra­fiere ich Land­schaf­ten, Men­schen und Archi­tek­tur. Aus­ge­wählte Ergeb­nisse mei­nes Schaf­fens sind auf mei­nem flickr-​​Profil ersichtlich.

Und zuletzt mag ich Lite­ra­tur und Schrei­ben. Für grö­ßere Werke fehlt mir die Geduld und die Zeit, wes­halb die­ses Web­log mit sei­nen kur­zen Bei­trä­gen die ideale Platt­form ist, um meine Gedan­ken mit der Welt zu teilen.

Im Grunde wis­sen in den Jah­ren der Lebens­mitte wenig Men­schen mehr, wie sie eigent­lich zu sich selbst gekom­men sind, zu ihren Ver­gnü­gun­gen, zu ihrer Welt­an­schau­ung, ihrer Frau, ihrem Cha­rak­ter, Beruf und ihren Erfol­gen, aber sie haben das Gefühl, dass sich nun nicht mehr viel ändern kann. Es ließe sich sogar behaup­ten, dass sie betro­gen wor­den seien, denn man kann kei­nen zurei­chen­den Grund dafür ent­de­cken, dass alles gerade so kam, wie es gekom­men ist; es hätte auch anders kom­men kön­nen; die Ereig­nisse sind ja zum wenigs­ten von ihnen selbst aus­ge­gan­gen, meis­tens hin­gen sie von aller­hand Umstän­den ab, von der Laune, dem Leben, dem Tod ganz ande­rer Men­schen, und sind gleich­sam bloß im gege­be­nen Zeit­punkt auf sie zuge­eilt. So lag in der Jugend das Leben noch wie ein uner­schöpf­li­cher Mor­gen vor ihnen, nach allen Sei­ten voll von Mög­lich­keit und Nichts, und schon am Mit­tag ist mit einem Mal etwas da, das bean­spru­chen darf, nun ihr Leben zu sein, und das ist im gan­zen doch so über­ra­schend, wie wenn eines Tages plötz­lich ein Mensch dasitzt, mit dem man zwan­zig Jahre kor­re­spon­diert hat, ohne ihn zu ken­nen, und man hat sich ihn ganz anders vor­ge­stellt. Noch viel son­der­ba­rer ist aber ist, dass die meis­ten Men­schen das gar nicht bemer­ken; sie adop­tie­ren den Mann, der zu ihnen gekom­men ist, des­sen Leben sich in sie ein­ge­lebt hat seine Erleb­nisse erschei­nen ihnen jetzt als der Aus­druck ihrer Eigen­schaf­ten, und sein Schick­sal ist ihr Ver­dienst oder Unglück.

„Der Mann ohne Eigen­schaf­ten” (Robert Musil)

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