Fussball und Wissenschaft

Wir schwimmen mit dem Strom der Zeit. Und wer zur Zeit nicht völlig blind durch die Gegend läuft, kommt am Fußball nicht vorbei. Allerorten werden die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zum Eröffnungsspiel abgezählt, pranken Fußballthemen auf Zeitschriften und werden Werbekampagnen thematisch am runden Leder orientiert, um die Plakate, Straßenbahnen und Fernsehbildschirme zu bevölkern. Der Schuss Nun sitzen also auch wir als Forschungsgruppe mit im Tor. Und die Perspektive des Torwarts ist es auch, die wir bei uns im Labor erforschen wollen. Weiterlesen →

EU-MIMICS-Projekt

Im Januar startete das auf drei Jahre angelegte EU-MIMICS-Projekt. Unsere Gruppe übernimmt dabei die Koordination. Ich selbst bin nicht direkt daran beteiligt, jedoch überlappen sich die Themen meiner Forschung mit denen des Projekts beträchtlich. In beiden Projekten geht es um die Erfassung des psychologischen Zustandes mit physiologischen und kinematischen Messdaten. Zum Glück ist mein Ziel etwas weniger ambitioniert, ich hoffe auf eine emotionale Reaktion der Ruderer auf das virtuelle Publikum. Im EU-Projekt muss sich dann das Szenario auch noch gemäß dem Patientenzustand anpassen. Weiterlesen →

Under Pressure

Bei unseren geplanten sportpsychologischen Versuchen im Rudersimulator wollen wir auch physiologische Messungen einsetzen. Damit erhoffen wir uns besser zu verstehen, ob Leute unter Druck geraten, wenn sie zum Beispiel vom Publikum angefeuert werden. Die Herausforderung ist nun, dass sportliche und psychische Belastung gleichzeitig auftreten. Denn beides führt zu Änderungen der physiologischen Parameter, wenn auch hoffentlich in unterschiedlicher Form. In einem ZEIT-Artikel zum Thema Unterbrechungen im Arbeitsalltag stiess ich nun zufällig auf die Beschreibung eines amerikanischen Militär-Projekts, welches eine ganz ähnliche Zielsetzung hat: mit physiologischen Messungen wollen die Forscher herauskriegen, ob der Soldat gerade mitten im Gefecht ist, dann soll er nicht durch lange Funkdurchsagen gestört werden. Weiterlesen →

Virtuelles Rudern

Nicht mehr lange, dann können wir endlich mit den ersten Studien im Rudersimulator beginnen. Der Aufbau steht weitestgehend, nur die Integration des Motors ist noch nicht ganz abgeschlossen. Dies ist ein sehr kritischer Teil, weil bei einem Programmfehler der Proband zu Schaden kommen könnte. Deshalb müssen alle Eventualitäten berücksichtigt werden. Virtuelles Rudern Weiterlesen →

Non Italiano

Liebe Konferenz-Organisatoren, Ich möchte mich zuallererst für die geleistete Arbeit bei der Organisation der Konferenz Virtual Rehabilitation 2007 bedanken. Es hat am Ende irgendwie doch alles geklappt, was mich angesichts der Vorbereitungsphase stark überrascht hat. Deshalb hier einige konstruktiv gemeinte Kritik aus der Sicht eines Wahlschweizers deutschen Ursprungs. Zuerst möchte ich mich gern zur Konferenzsprache äußern. Ich dachte, dass es sich zwischenzeitlich auch bis nach Italien herumgesprochen haben sollte, dass zur Zeit Englisch die Wissenschaftssprache ist. Weiterlesen →

Schleifen

Zu den weniger angenehmen Tätigkeiten als Doktorand gehört sicherlich das Zuendebringen einer Publikation. Vor mir liegt ein Entwurf dieses Machwerkes, versehen mit zahlreichen Kommentaren, welche ich allesamt möglichst einarbeiten sollte. Es ist ein mühsames Schleifen an vielen Stellen, an einem zusammengeworfenen Haufen Lehm zerbrösele ich die Unebenheiten an der Oberfläche und rücke auch hier und da einen Lehmklumpen an eine andere Stelle, damit der Gesamteindruck harmonischer wird. Die Klumpen muessen gleichmässig angeordnet und äusserlich ähnlich aufgebaut sein, zwischen ihnen spannen sich viele feine Faeden, diese sollen möglichst parallel sein. Weiterlesen →

Wissenschaftliches Schreiben

Der Stil wissenschaftlicher Publikationen ist ein ganz besonderer. Ich selbst, also der Forschende, trete in dieser Darstellungsform in den Hintergrund. Stattdessen werden die wissenschaftlichen Resultate und Erkenntnisse zum Subjekt und sprechen für sich. Deshalb besteht das Schreiben wissenschaftlicher Texte in einer fortwährenden Abstraktion von subjektivem Wissen. Ich weiß, was bei einem Experiment herausgekommen ist, kenne den Aufbau und auch die Schwierigkeiten. Forschung ist – subjektiv betrachtet – ein Irrweg, auf den man sich nach Vorgabe einer groben Richtung macht. Weiterlesen →

Ittingen

Die nächsten zwei Tage verbringe ich in Ittingen, in einem ehemaligen Kloster. Grund ist eine Zusammenkunft im Rahmen des NCCR{.broken_link}. Lauter Wissenschaftler treffen sich, fast jeder hat ein Poster unter seinem Arm klemmen und die Stunden vergehen bei Vorträgen, Vorträgen und nochmals Vorträgen. Interaktiv sind die Poster-Sessions, man geht dann herum und kann das bei den Vorträgen gehörte intensiver diskutieren. Morgen soll es abends zur Postersession dann Freibier geben, ich bin gespannt, wie das dann ausgeht. Weiterlesen →

Matlab – Intuitiv und einfach?

Bislang war ich ja doch ein erklärter Verfechter von Matlab als einer einfachen Programmierwprache, mit der man schnell zu Ergebnissen kommt. Doch heute las ich die Seite eines erklärten Gegners solcher einfachen Skript-Sprachen. Er argumentiert, dass durch die Vereinfachungen Variablentypen müssen nicht deklariert werden, sondern ergeben sich beim ersten Aufruf, Automatische Umwandlung von Skalarwerten in Matritzen und Skalarwerte und Vektoren sind Spezialfälle von Matritzen Wegwerf-Programme entstünden, die nicht mehr lesbar seien und für größere Projekte ungeeignet wären. Weiterlesen →