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mathias wellner

klar träumen, klar denken

Archiv

Kategorie: bilder

In einem reich­li­chen Monat ist es soweit – wir spie­len Top Dogs, ein Stück von Urs Wid­mer. Es geht um arbeits­lose Füh­rungs­kräfte, die sich in einem Outplacement-​​Center tref­fen und sich fit machen für den nächs­ten Schritt. Es gibt keine durch­ge­hende Hand­lung, epi­so­den­haft wird der The­men­kreis von ver­schie­de­nen Sei­ten beleuch­tet. Für mich geht es vor allem um Werte – Geld, Macht, Fami­lie, Sta­tus – und wie die Cha­rak­tere ver­su­chen, daran festzuhalten.

Um mög­lichst viele Zuschauer für das Stück zu begeis­tern, brau­chen wir natür­lich ein Pla­kat. Mit einem guten Zeich­ner in der Gruppe war die sati­ri­sche Umset­zung des Stück­ti­tels kein Pro­blem, als Foto­graf wäre ich da an meine Gren­zen gestoßen.

Plakatentwurf "Top Dogs"

Pla­kat­ent­wurf für die Top-​​Dogs-​​Produktion

Bitte gebt Feed­back zum Ent­wurf! Würde euch die­ses Pla­kat ani­mie­ren, das Stück anzuschauen?

Anlass

Vor kur­zem habe ich mei­nen Rech­ner neu auf­ge­setzt, nun ist Win­dows 7 mein Betriebs­sys­tem. Ubuntu Linux läuft nun als vir­tu­elle Maschine mit dem VMware Player.

Zutritt verboten

Pri­vat­späre

Im Zuge der Neu­in­stal­la­tion habe ich mir auch Gedan­ken zum Thema Email-​​Sicherheit gemacht. Bereits 2003 hatte ich mir ein Schlüs­sel­paar (der öffent­li­che Teil des Schlüs­sels ist auf diver­sen Key-​​Servern ver­füg­bar) erzeugt, die­ses aber nur gele­gent­lich genutzt. Das wird sich nun wie­der ändern!

Warum ver­schlüs­seln?

Ange­sto­ßen durch die Dis­kus­sio­nen über die stän­dig schrump­fende Pri­vat­sphäre möchte ich mir einen Teil mei­ner Pri­vat­sphäre zurück­er­obern – pri­vate Emails sind da ein wich­ti­ger Bestand­teil. Nor­male Emails sind wie Post­kar­ten, auf allen Ser­vern kann man sie mit den ent­spre­chen­den Zugriffs­rech­ten lesen. Die Ver­schlüs­se­lung ist wie ein Brief­um­schlag, der den pri­va­ten Inhalt vor neu­gie­ri­gen Bli­cken schützt. Die zuneh­mende Kom­mu­ni­ka­tion über soziale Netz­werke sehe ich kri­tisch, da kom­mer­zi­elle Inter­es­sen dort domi­nie­ren und die hohen Anfangs­in­ves­ti­tio­nen irgend­wann rein­kom­men müs­sen. Gerade Face­book ist durch einige Vor­fälle in die Kri­tik gera­ten (siehe z.B. Face­books unsicht­bare Lis­ten in der ZEIT).

Im unter­neh­me­ri­schen Umfeld ist das Ver­schlüs­seln von Daten noch wich­ti­ger, da man wich­tige Doku­mente ungern an Dritte wei­ter­rei­chen würde. Dass dies heute nur sehr wenige Fir­men machen, ist für mich kaum nach­voll­zieh­bar. Ver­träge, tech­ni­sche Doku­mente oder Soft­ware wer­den so quasi als Post­karte ver­sen­det, Indus­trie­spio­nage erheb­lich vereinfacht.

Öffent­li­cher und gehei­mer Schlüs­sel beim RSA-​​Verfahren

Tech­nisch beruht die Ver­schlüs­se­lung von Emails auf dem RSA-​​Kryptosystem. Mit einem geeig­ne­ten Pro­gramm könnt ihr euch ein Schlüs­sel­paar erzeu­gen, wel­ches aus einem gehei­men und einem öffent­li­chen Schlüs­sel besteht. Den öffent­li­chen Schlüs­sel könnt ihr her­um­schi­cken, mit ihm kann ich auch Nach­rich­ten an euch ver­schlüs­seln, die ihr nur mit eurem gehei­men Schlüs­sel ent­schlüs­seln könnt. Das Signie­ren von Nach­rich­ten ist eine andere Sache, dafür nehmt ihr euren gehei­men Schlüs­sel und der Emp­fän­ger kann mit Hilfe eures öffent­li­chen Schlüs­sels fest­stel­len, ob die Nach­richt wirk­lich von euch stammt.

Damit das Ganze Sinn macht, brau­che ich aber eure Mit­hilfe. Denn ich allein kann meine Nach­rich­ten ledig­lich signie­ren, sie sind dann aber immer noch für jeder­mann les­bar. Erst wenn ihr mit­macht und mir eure öffent­li­chen Schlüs­sel zukom­men lasst, kann ich Nach­rich­ten an euch verschlüsseln.

So geht’s los

Für die meis­ten Email-​​Programme gibt es Zusätze zum Ver­schlüs­seln. Ich per­sön­lich ver­wende Mozilla Thun­der­bird mit dem Enig­mail–Plu­gin. Für Win­dows und damit auch Out­look gibt es mit Gpg4win eben­falls ein kom­for­ta­bles Zusatz­werk­zeug, mit dem ich auf Arbeit bereits gute Erfah­run­gen gesam­melt habe. In der Linux-​​Welt ist GnuPG der Quasi-​​Standard, die meis­ten ande­ren Pro­gramme und Werk­zeuge basie­ren darauf.

Nach der Instal­la­tion könnt ihr euch ein Schlüs­sel­paar anle­gen. Folgt ein­fach den Stan­dard­vor­ga­ben und macht auf jeden Fall eine Siche­rungs­ko­pie eurer bei­den Schlüs­sel! Euer pri­va­ter Schlüs­sel wird zusätz­lich mit einem Pass­wort geschützt. Dann könnt ihr euren öffent­li­chen Schlüs­sel expor­tie­ren und her­um­schi­cken oder ihn auf einen Schlüssel-​​Server laden.

Das Ver­schlüs­seln ist ein wenig gewöh­nungs­be­dürf­tig und ein zusätz­li­cher Schritt. Aber ich denke, dass sich die­ser Auf­wand lohnt.

Ham­burg war die erste Sta­tion mei­ner Som­mer­reise durch Deutsch­land. Von Zürich fuhr mich ein ICE direkt in reich­lich sie­ben Stun­den durch ganz Deutsch­land. Unmit­tel­ba­rer Anlass war der kürz­li­che Umzug mei­ner Schwes­ter, so war die Unter­kunft kein Problem.

Elbphilharmonie in Hamburg

An der bekann­tes­ten Bau­stelle in Ham­burg ent­steht die Elb­phil­har­mo­nie.

An zwei Tagen erkun­de­ten wir die wesent­li­chen Attrak­tio­nen der Stadt, die Lan­dungs­brü­cken, Innen­stadt und sogar Hamburg-​​Harburg im Süden. Der Höhe­punkt war eine Tret­boot­fahrt auf der Als­ter, bei der wir auch durch einige Kanäle fuhren.

Segelboot auf der Alster

Unter­wegs auf der Als­ter bei Sonnenschein.

Das sprich­wört­lich wech­sel­hafte Wet­ter machte sich dann auch an die­sen bei­den Tagen schon bemerk­bar. Am zwei­ten Tag zog es nach­mit­tags zu und goss wie aus Kan­nen. Zum Glück war ich gerade in der Nähe des Michel und nutzte die Zeit für einen Besuch des Turms.

Das Gewitter naht

Das Gewit­ter naht, schnell zum Michel.

Hamburg bei Regen

Ein Blick auf die Innen­stadt bei Regen.

Ham­burg ist schön, ich werde bestimmt mal wie­der vor­bei schauen.

Alp­nach­stad (464 m) – Pila­tus Kulm (2132 m)

Landschaft

Blick vom Pila­tus auf den Vierwaldstättersee

Ein hei­ßer Som­mer­tag im Juli, was liegt näher als den Pila­tus zu bezwin­gen und anschlie­ßend im Vier­wald­stät­ter­see schwim­men zu gehen? Gesagt, getan. Wir ent­schie­den uns für die „Rück­seite” des Pila­tus, wel­che ange­neh­mer zu wan­dern und weni­ger began­gen ist. Von Alp­nach­stad aus wan­der­ten wir ent­lang der Stre­cke der welt­weit steils­ten Zahn­rad­bahn hoch auf den Pila­tus. Am Anfang spen­de­ten uns Wäl­der aus­rei­chend Schat­ten, unge­fähr ab der Mit­tel­sta­tion hörte das auf und wir waren der sen­gen­den Sonne direkt ausgeliefert.

Silhouetten

Eine Bank lädt zum Ras­ten ein

Wei­ter oben erin­nerte ich mich auch an eine Nacht­wan­de­rung, bei der wir zwar von woan­ders gestar­tet waren aber dann letzt­end­lich auf dem glei­chen Weg zum Gip­fel taps­ten. Der Anblick des Gip­fels mit Hotels, Gas­tro­no­mie und Groß­bau­stelle für noch mehr Beton, Stahl und Glas wirkte dann wie so oft ver­stö­rend. Über­ge­wich­tige Ame­ri­ka­ner las­sen sich in die roten Lie­ge­stühle plump­sen, Inder knip­sen wild in alle Rich­tun­gen, am Selbst­be­die­nungs­re­stau­rant stehe ich eine gefühlte Stunde in der Schlange – es muss noch andere Gip­fel geben mit weni­ger Kom­fort und mehr gleich­ge­sinn­ten Wan­de­ren­thu­si­as­ten. Dafür konn­ten wir uns den beschwer­li­chen Abstieg erspa­ren und fuh­ren mit der Zahn­rad­bahn zurück nach Alpnachstad.

Nahaufnahme

Far­ben­pracht auf der Bergwiese

Es war eine schöne Samstag-​​Nachmittag-​​Wanderung. Nicht zu weit ent­fernt von Zürich liegt mit dem Schne­bel­horn (1292 m) die höchste Erhe­bung des Kan­tons. Über bewal­dete Hügel wan­der­ten wir aus dem Tal hoch zum Berg. Es war echt ange­nehm, es muss ja nicht immer kah­les Hoch­ge­birge sein.

Vorbereitung

Vor­be­rei­tung aufs Wandern

Um uns herum wei­de­ten Kühe und ein­drück­lich war das Sum­men auf­ge­scheuch­ter Flie­gen, die es sich auf den Kuh­fla­den gemüt­lich gemacht hat­ten und durch uns gestört wur­den. Auf einen Schlag war die Luft erfüllt vom Sum­men die­ser Fliegen.