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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

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Kategorie: wandern

Im beschau­li­chen Benasque-​​Tal ver­brachte ich eine spät­som­mer­li­che Woche mit Wan­de­run­gen. Der Höhe­punkt war die Bezwin­gung des zweit­höchs­ten Pyrenäen-​​Gipfels, des Pic Posets (3375 m). Aber auch die ande­ren Wan­de­run­gen hat­ten es in sich, meine Berg­schuhe und –Stö­cke muss­ten ganz schön was mitmachen.

Valle de Benasque

Male­ri­sche Berg­seen und rare Wolken

2000 Schafe und ein Hund

Noch mehr schöne Landschaft

Sur­fer am Strand von Barcelona

Drei son­nige Tage in den Ber­gen mit feins­tem Essen – so lässt sich das letzte Wochen­ende am bes­ten zusam­men­fas­sen. Wir wähl­ten eine nicht so über­lau­fene Gegend nörd­lich von Disen­tis und zwei nicht mehr bewirt­schaf­tete Hüt­ten. Meine Wan­der­kol­le­gen ent­wi­ckel­ten in der Ver­gan­gen­heit einen immen­sen Ehr­geiz zu kuli­na­ri­schen Glanz­leis­tun­gen – ich wurde so Zeuge eines unver­gess­li­chen Wanderausflugs.

Sams­tag, 1. Oktober

Wan­de­rung

  • Anreise nach Disentis
  • Alp­taxi zur Alp Cav­r­ein Sut (1531 m)
  • Cavardiras-​​Tal
  • Cavardiras-​​Hütte (2649 m)

Menü

  1. Honig­me­lone mit Parmaschinken
  2. Zuckerhut-​​Salat mit fran­zö­si­schem Dressing
  3. Käse­fon­due

Sonn­tag, 2. Oktober

Wan­de­rung

Menü

  1. Kopf­sa­lat mit fran­zö­si­schem Dressing
  2. Kas­s­ler mit Boh­nen in Sah­nes­oße und Kartoffelbrei
  3. Rotwein-​​Creme

Mon­tag, 3. Oktober

Wan­de­rung

  • Hüfi-​​Hütte (2334 m)
  • Bal­men­scha­chen (1349 m)

Son­ni­ger Aus­blick von der Cavardiras-​​Hütte

Glei­ßende Wassertropfen

Käse­fon­due muss sein

Herbst­li­cher Far­ben­rausch Balmertal

Sil­hou­ette

Hüfi-​​Hütte

Tour­be­schrei­bung

  • Pizol­hütte (2227 m)
  • Wild­see­lug­gen (2493 m)
  • Pizol (2844 m)

Wild­see mit der Chur­firs­ten­kette im Hintergrund

Es war eine schöne Hoch­tour, und dank Seil­bahn auch gar nicht so anstren­gend. Jedoch zeigte sich schon beim Ein­stei­gen in die Seil­bahn, dass wir nicht die ein­zi­gen sein soll­ten, eine gute Hun­dert­schaft ZAW–Mit­glie­der woll­ten aus­ge­rech­net heute die Fünf­se­en­wan­de­rung bestrei­ten. Und zu ihnen gesell­ten sich noch viele andere, die bun­ten Klei­der und Ruck­sä­cke der Wan­de­rer bil­de­ten eine lange Kette auf den Ser­pen­ti­nen des ers­ten Auf­stie­ges. Am Wild­see trenn­ten sich dann die Wege, auf einem blau­wei­ßen Wan­der­weg gin­gen wir Hart­ge­sot­te­nen zum Pizol, wäh­rend die Fünf­se­en­wan­de­rer nörd­lich auf dem Haupt­wan­der­weg wei­ter gingen.

Gip­fel­buch auf dem Pizol

Der ein­fachste Weg zum Pizol führt über einen Glet­scher, mit Steig­ei­sen und etwas Geschick ist das kein Pro­blem. Ohne Steig­ei­sen ist der Weg zum Gip­fel ein ande­rer, man muss östlich über die Berg­kette der Grauen Hör­ner aus­wei­chen. Die­ser Weg ist deut­lich beschwer­li­cher und dau­ert bestimmt eine Stunde län­ger. Man kann sich auch am Glet­scher­rand hoch­ar­bei­ten, aber es wird an eini­gen Stel­len recht steil und ist kein Ver­gnü­gen. Des­halb war ich sehr erstaunt, dass ein Groß­teil der Wan­de­rer an die­sem Tag keine Steig­ei­sen dabei hatte.

Gip­fel­glet­scher des Pizol

Auf dem Gip­fel des Pizol

Drei Tage Wan­dern und Klet­ter­steige – aus­ge­hend von der Rie­der­alp unter­nahm ich drei inten­sive Berg­wan­de­run­gen in der nähe­ren Umge­bung. Die Haupt­at­trak­tion in die­ser Gegend ist der Aletsch­glet­scher, der längste und flä­chen­mä­ßig größte Glet­scher der Alpen. Wie alle Glet­scher ist er am Schrump­fen, so dass ich schnell noch einen Blick dar­auf erha­schen wollte.

Weitwinkel-​​Aufnahme des Aletsch­glet­schers vom Eggis­horn aus

Sonn­tag, 10. Juli (Link zur Tour)

  • Rie­der­alp (1905 m)
  • Rie­der­furka (2065 m)
  • Teiffe Wald
  • Kalk­ofen
  • Umkehr wegen ein­set­zen­den Regens
  • Rie­der­alp

Mon­tag, 11. Juli (Link zur Tour)

  • Rie­der­alp (1905 m)
  • Bett­me­r­alp (1948 m)
  • Fie­scher­alp (2212 m)
  • Seil­bahn zum Eggishorn
  • Eggis­horn (2926 m)
  • Klet­ter­steig Eggishorn
  • Bettmergrat-​​Höhenweg
  • Bett­mer­horn (2858 m)
  • Seil­bahn zur Bettmeralp
  • Rie­der­alp

Diens­tag, 12. Juli (Link zur Tour)

  • Rie­der­alp (1905 m)
  • Rie­der­furka (2065 m)
  • Teiffe Wald
  • Grün­see (1614 m)
  • Hän­ge­brü­cke
  • Obera­letsch (1756 m)
  • Aletsch-​​Klettersteig am Stau­see Gibi­dun, östli­cher Teil (1439 m)
  • Nes­sul (1956 m)
  • Rie­der­furka
  • Rie­der­alp

Seit 2008 führt eine Hän­ge­brü­cke über das Massatal.

Eine neue Erfah­rung war für mich die Benut­zung einer Tyro­li­enne (Seil­brü­cke). Die letzte Schlucht kurz vor Ende des Klet­ter­steigs wurde ledig­lich von zwei Sei­len über­spannt. An einer Vor­rich­tung konnte man sich nun dran­hän­gen und auf der leicht abschüs­si­gen Stre­cke zum ande­ren Ufer rut­schen. Es ist ein immen­ser Kon­troll­ver­lust, da man unter den Füßen nichts mehr hat. Es heißt los­las­sen und ver­trauen, brem­sen konnte ich mit dem Rück­hol­seil. Ein schö­nes Gefühl, lebend anzukommen!

Am Gip­fel­kreuz des Bettmerhorns

Es war ein unglaub­lich schö­nes Wan­der­wo­chen­ende. Meine Schwes­ter hatte sich samt einer Freun­din ange­kün­digt und nach kur­zer Dis­kus­sion einig­ten wir uns auf das Alp­stein als Ziel. Im Berg­gast­haus Mes­mer reser­vierte ich drei Schlaf­plätze im Mas­sen­la­ger, die ein­zel­nen Tages­wan­de­run­gen woll­ten wir dann spon­tan je nach kör­per­li­cher Ver­fas­sung festlegen.

1. Tag

  1. Was­ser­auen (876 m)
  2. Hüt­ten­to­bel
  3. Klein­hüt­ten (1200 m)
  4. Schirm­hütte (1464 m)
  5. Sto­ckegg
  6. Megli­salp (1517 m)
  7. Age­te­platte (1738 m)
  8. Unte­rer Mes­mer (1613 m)

2. Tag

  1. Unte­rer Mes­mer (1613 m)
  2. Obe­rer Mes­mer (1827 m)
  3. Melch­grueb
  4. Blauschnee
  5. Sän­tis (2501 m)
  6. Tier­wis (2085 m)
  7. Schwä­galp (1352 m)

Boot am Seealpsee

Nur Wan­dern ist schö­ner – Para­gli­ding im Alpstein

Kaf­fee und Kuchen auf der Meglisalp

See­alp­see

Eine wen­dige Dohle frisst die­sem Herrn aus der Hand.