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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

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Kategorie: wandern

Der Engst­len­see liegt in der Nähe von Engelberg.

Alpen­mur­mel­tier auf der Lauer

Ein­zeln durch­tre­ten, bitte!

Ich hatte mei­nen Gäs­ten viel ver­spro­chen – rich­tige Berge wollte ich zei­gen. Und die Rigi mit ihrer aus­ge­bau­ten Infra­struk­tur und den mäßig stei­len Wan­der­we­gen ist eigent­lich das ideale Tages­aus­flugs­ziel. Die ein­zige Unbe­kannte ist das Wet­ter. Und an die­sem Juni-​​Freitag waren es vor allem Wol­ken, erst über uns, dann um uns und lei­der nie unter uns. Aber zumin­dest war es anstrengend.

  1. Bahn­hof Arth-​​Goldau (510 m)
  2. Dächli (947 m)
  3. Fruttli (1152 m)
  4. Kulm­hütte (1673 m)
  5. Rigi Kulm (1798 m)

Berg­hütte im Nebel

Zum ers­ten Mal über­haupt benutzte ich run­tas­tic, eine Anwen­dung auf dem Mobil­te­le­fon, wel­che die gesamte Stre­cke auf­zeich­net und anschlie­ßend unbe­queme Wahr­hei­ten offen­bart. Wir lie­fen knapp 13 km, leg­ten eine Höhen­dif­fe­renz von 1672 m zurück und brauch­ten gemäch­li­che 21 min pro km (noch mehr Sta­tis­ti­ken gibt es beim Wanderungs-​​Eintrag). Zah­len, Zah­len, Zah­len, die in ihrer abso­lu­ten Form wenig bedeu­ten. Sie kön­nen das Beson­dere die­ses Erleb­nis­ses nicht fest­hal­ten, die Ein­ma­lig­keit die­ses Tages.

Wan­dern im Nebel

Aber das Span­nende ist, wie leicht sich diese Zah­len­berge erzeu­gen las­sen. Ein­fach Start drü­cken, Wan­de­rung aus­wäh­len, wan­dern, Stop drü­cken, schon ist alles auf­ge­zeich­net. Und auf dem Por­tal von run­tas­tic sind die Daten natür­lich auch ver­füg­bar, zur öffent­li­chen Ein­sicht und zum Ver­gleich mit ande­ren. Der kate­go­ri­sche Kom­pa­ra­tiv hat auch mich erfasst. Aber der wich­tigste Maß­stab bin ich selbst, die nächste Wan­de­rung wird schnel­ler sein.

  1. Chur (585 m)
  2. Mit­ten­berg
  3. Och­sen­berg
  4. Mon­ta­lin (2266 m)
  5. Cal­frei­sen (1132 m)

Schöne Tour auf wenig began­ge­nen Wegen – war für mich in ers­ter Linie Trai­ning, damit ich wie­der fit werde für die Sai­son. Und der Anstieg machte mir schon zu schaf­fen, auf den Mon­ta­lin führt ein blauer Berg­wan­der­weg mit teil­weise sehr stei­len Abschnitten.

Lin­thal (648 m) – Obb­ort (1049 m) – Gnüs (789 m) – Linthal

Ein­fach raus, das schöne Wet­ter nut­zen, mor­gen soll es Regen geben. Aller zwei Stun­den fährt ein Zug direkt von Zürich nach Lin­thal, beque­mer kommt man nicht in die Berge. Der Tödi ist nah, mit schnee­be­deck­tem Gip­fel steht er da. Aber heute habe ich nur geringe Ambi­tio­nen, eine kleine Runde dre­hen. Östlich der Linth gehe ich zum Berg­gast­hof Obb­ort, dann auf der ande­ren Seite zurück. Eine Gül­le­wolke und Schieß­übun­gen über mei­nen Kopf hin­weg trüb­ten meine Wan­der­freu­den auf dem Rück­weg. Span­nend wäre mal eine Tour von Lin­thal nach Elm, da braucht man aber wahr­schein­lich eine Zwi­schen­über­nach­tung und viel Kondition.

Allee

Male­ri­scher Beginn der Wan­de­rung in Linthal

Herbstblätter

Herbst­blät­ter

Junge Katze

Ver­spielte Katze

Walen­stadt­berg (790 m) – Schwal­dis (1434 m) – Lau­begg (1373 m) – Quin­ten (434 m)

Der Höhen­wan­der­weg am Walen­see gehört zu den ein­drück­lichs­ten Wan­der­we­gen in der nähe­ren Umge­bung von Zürich. Mit der Bahn ist man in ein bis zwei Stun­den dort. Wäh­rend der Zürich­see eher flach ist, begrenzt eine steile Flanke den Walen­see. Und an die­ser Steil­wand ent­lang füh­ren Wan­der­wege am See ent­lang, der schönste führt weit über dem See von Amden nach Walenstadt.

blick auf den walensee

Blick über den Walensee

Wir durch­wan­de­ren ihn aber nicht voll­stän­dig, son­dern nah­men bei Lau­begg den Abzweil nach unten in das beschau­li­che Dörf­chen Quin­ten. Nur zu Fuß oder mit dem Schiff gelangt man dort­hin, es ist ein­fach herr­lich ruhig dort. Kurz vor Lau­begg fiel uns eine helle Holz­hütte auf, die erst kürz­lich erbaut wor­den sein musste. Hel­les Fich­ten­holz und ein rotes Spitz­dach auf einem mas­si­ven Stein­fun­da­ment, und das mit­ten auf dem Wan­der­weg, weit weg von jeder Straße. Wie waren die Bau­ma­te­ria­lien hier hoch gekom­men? Wir tipp­ten auf den Hub­schrau­ber, wur­den aber schon wenig spä­ter eines Bes­se­ren belehrt. Etwas wei­ter kam uns ein älte­rer Herr mit Stock ent­ge­gen, der ein lan­ges Plas­tik­rohr trug. Er meinte dann, dass er zusam­men mit Freun­den das gesamte Mate­rial vom Auf­zug her­ge­tra­gen habe. Das war also des Rät­sels Lösung, kein Heli­ko­pter, son­dern reine Mus­kel­kraft, wenn auch unter­stützt von einem Aufzug.

blick auf quinten

Blick zurück vom Schiff auf Quin­ten am Walensee

Den Abstieg nach Quin­ten, immer­hin 900 Höhen­me­ter, nah­men wir dann sport­lich im Jog­ging­s­chritt. Angeb­lich ist das bes­ser für die Gelenke, wenn man die Stöße mit gebeug­tem Bein beim Ren­nen auf­fängt. Dafür merke ich meine Ober­schen­kel­mus­keln jetzt recht deutlich.