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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

Archiv

Kategorie: tagebuch

Das Semes­ter ist zu Ende, heute habe ich den letz­ten Beweis her­aus­ge­fun­den. Mor­gen werde ich noch ein wenig am Gesamt­bild her­um­fei­len, doch die Furcht, eine Auf­gabe nicht lösen zu kön­nen, ist nun nicht mehr vor­han­den. Am Mitt­woch werde ich das Mach­werk dann abge­ben, der letzte Akt des Semes­ters. Danach fol­gen drei lange Wochen mit Weih­nach­ten, Syl­ves­ter und der­glei­chen. Die Vor­stel­lung, in die­ser Zeit hier in Blacks­burg fest­zu­ste­cken, ist nicht gerade erbau­lich. Ver­las­sene Stra­ßen, geschlos­sene Läden, Trost­lo­sig­keit — ohne Stu­den­ten geht in Blacks­burg nichts. Hof­fent­lich kön­nen wir ein bil­li­ges altes Auto krie­gen und uns gen Süden davonmachen.

Von Rei­mund stammte die Idee, im 30 Mei­len ent­fern­ten Floyd diese typisch ame­ri­ka­ni­schen Musik­art anzu­hö­ren. Die Wur­zeln hat Blue­grass in iri­scher Folk­lore, mit Streich­in­stru­men­ten wird lus­tig drauf los gefie­delt. Das Beson­dere war nun aber weni­ger die Musik an sich, als viel­mehr das Umfeld, in dem sie statt­fand. In einem lang­ge­streck­ten Laden waren etli­che Rei­hen mit Stüh­len auf­ge­baut. Gegen­über des Ein­las­ses befand sich die kleine Bühne, mit gro­ßer Tanz­flä­che davor. Und dort tanz­ten vor­ran­gig die Ansäs­si­gen mit ihren klap­pern­den Schu­hen. Es gab nur zwei Vari­an­ten, schnell zum Allein-​​Tanzen und etwas lang­sa­mer zum Paar­tanz. Die erste Gruppe hatte ihr regu­lä­res Pro­gramm gerade been­det und spielte noch aus gege­nem Anlass ein paar Weih­nachts­lie­der. Lus­ti­ger­weise frag­ten sie ins Publi­kum rein, ob sich zufäl­lig Deut­sche hier befän­den. Nach­dem wir uns gemel­det hat­ten, wur­den wir auch gleich nach vorn geru­fen, um „Stille Nacht” zu sin­gen. Nicht gerade mit Talent, aber dafür umso mehr Inbrunst ver­se­hen, schlu­gen wir uns dann auch recht wacker. Es war eine total lockere Stim­mung, aner­ken­nend nick­ten uns einige alte Leute zu. Mit zwei Leu­ten unter­hiel­ten wir uns dann aus­führ­li­cher. Der eine eigte uns dann auch den tra­di­tio­nel­len Tanz. War recht ein­fach, immer schön zum Takt wip­pen, zwei Takte auf dem lin­ken Bein, zwei auf dem rech­ten. Das nun über­flüs­sige Bein kann zum Stamp­fen und Step­pen ver­wen­det wer­den, der Ein­satz der Spe­zi­al­schuhe mit beweg­li­chen Tei­len sorgt für erheb­lich mehr Krach. Wir fan­den uns ziem­lich schnell da rein und tanz­ten rich­tig­ge­hend ab. In den Gesprä­chen zwi­schen­durch erfuh­ren wir, dass die Gegend in den Sech­zi­gern eine Hippie-​​Hochburg gewe­sen war, mit dem höchs­ten Pro-​​Kopf-​​Konsum an „pot”. Bei eini­gen der Anwe­sen­den deu­te­ten auch lange Haare und ein Alter um die Fünf­zig dezent in diese Rich­tung. Die jeden Frei­tag statt­fin­den­den Tanz­abende mit Live-​​Musik sind eine Wie­der­be­le­bung alter Tra­di­tio­nen und in ande­ren Gegen­den undenkbar.

Der Höhe­punkt des Abends war dann der Auf­tritt einer 97 Jahre alten Frau, die bis­lang nur im Roll­stuhl geses­sen hatte, nun aber mit Hilfe ihres grau­haa­ri­gen Soh­nes (?) das Tanz­bein schwang. Die Tanz­flä­che war aber nie so rich­tig leer, sobald es abnahm, stürm­ten einige Mutige wie­der auf die Flä­che, sie blie­ben nie allein. Das Publi­kum war denk­bar gemischt, von Kin­dern bis hin zur älte­ren und ältes­ten Gene­ra­tion waren alle Alters­schich­ten ver­tre­ten. Das ganze Dorf war ver­sam­melt und sogar einige Stu­den­ten neben uns hat­ten sich dort­hin verirrt.

An einem Sams­tag Abend lud uns Michael zu sich ein, es galt den Weih­nachts­baum zu schmü­cken. Kugeln und Ker­zen waren schon ange­bracht, es ging nun um lange Fäden, auf die Pop­corn und Prei­sel­bee­ren gefä­delt wur­den. Die Frage, ob dies lan­des­ty­pisch sei, konn­ten wir nicht end­gül­tig klä­ren. Es sah aber bes­ser aus als ich befürch­tet hatte. Die ent­stan­de­nen Ket­ten unter­schie­den sich im Wesent­li­chen durch die Grup­pie­rung von unför­mi­gen hel­len und run­den roten Ele­men­ten. Auf jeden Fall fädelt man ein Weil­chen dabei. Unsere harte Arbeit wurde durch Glüh­wein, Stol­len und Plätz­chen ver­süßt. Als Grund­ma­te­rial des Glüh­weins musste der bil­lige 5 Dollar-​​Wein her­hal­ten, in ihn schüt­tete Mischa große Men­gen brau­nen Zuckers, ein Gewürz­säck­chen mit Kor­ken hing er auch noch rein.

Tja, so wurde auch hier ein gro­ßes Maß an Weih­nachts­stim­mung mög­lich, was ich in die­ser Voll­kom­men­heit nicht erwar­tet hätte. Fehlt nur noch der Schwipp-​​Bogen zum abso­lu­ten Glück!

Eine wei­tere Woche ging ins Land der unbe­grenz­ten Kom­mer­zia­li­sie­rung. Ich frage mich immer, wohin die Zeit denn nun ging, da ich hier doch in weni­ger Sachen drin­hänge. Aber am Ende sind irgend­wie immer noch ein bis zwei blöde Haus­auf­ga­ben offen, die ich dann noch im Laufe der Woche schnell erle­di­gen muss.

Ein Schwer­punkt diese Woche war Vol­ley­ball, da am gest­ri­gen Sams­tag ein Tur­nier anstand. Um mich dar­auf opti­mal vor­zu­be­rei­ten und den Trai­nings­rück­stand auf­zu­ho­len, nahm ich an drei Trai­nings teil. War nicht schlecht, mal wie­der den Schweiß flie­ßen zu sehen und die­ses tolle Gefühl der Ermat­tung am Ende eines Tages zu spü­ren. Am Sams­tag lief’s dann bes­ser als beim letz­ten Mal, wir gewan­nen unser ers­tes Spiel! Die Freude war unbe­schreib­lich, es war ein wirk­lich schö­ner Augen­blick. Die Sport­halle war mal wie­der ein impo­san­ter Anblick, im Zen­trum die­ser mehr­stö­cki­gen Anlage befand sich eine rie­sige Klet­ter­wand. Wäh­rend einer Pause saß ich dort und schaute beim Essen lau­ter klei­nen Kin­dern zu, die sich am Kunst­fels pro­bier­ten. Bei mei­nen mit­ge­brach­ten Nah­rungs­mit­teln offen­barte sich mal wie­der der kul­tu­relle Unter­schied: Die Leute, wel­che auf ihren vor­wie­gend soeben bei Sub­way gekauf­ten Sand­wi­ches her­um­kau­ten, schau­ten mir befrem­det beim Ver­zehr von unge­koch­tem (!) Paprika zu. Der Kom­men­tar lief dann in Rich­tung „healthy food”, als wenn es etwas Beson­de­res wäre.

Heute am Sonn­tag war ich mal wie­der bei mei­nem Gast­va­ter, wir schau­ten uns den alten „Dune”-Film von David Lynch an. Es war der letzte auf ein Mas­sen­pu­bli­kum aus­ge­rich­tete Strei­fen von ihm, durch den Flop an den Kino­kas­sen wen­dete er sich end­gül­tig von die­ser Art Fil­men ab und drehte seit­her avant­gar­dis­ti­sche Strei­fen wie „Lost High­way” oder „Mul­hol­land Drive”. Es ist immer wie­der lus­tig, alte Science-​​Fiction-​​Filme zu sehen, mit ihren wit­zi­gen, klo­bi­gen Gerä­ten. War den­noch mal wie­der span­nend, beson­ders im Ver­gleich zum neue­ren drei­tei­li­gen Film, der an vie­len Stel­len gefäl­li­ger aus­fiel. Nach dem Film­ver­gnü­gen gab’s Chili mit Reis, echt lecker!

Und so sitze ich hier rum, fühle mich ziem­lich voll­ge­fres­sen und unmo­ti­viert, die bei­den Haus­auf­ga­ben zu been­den. Aber mor­gen ist auch noch ein Tag, und wenn ich ganz zei­tig auf­stehe, schaffe ich bestimmt — aber las­sen wir diese Spekulationen.

Der Theater-​​Verein wird nächs­tes Semes­ter das Musi­cal „Chi­cago” auf­füh­ren. Ich bin etwas ent­täuscht, dass nicht „Cabe­ret” das Ren­nen gemacht hat, es spielt näm­lich im Ber­lin der End­zwan­zi­ger, so dass eine gute Rolle bestimmt drin gewe­sen wäre. Doch mit der Wahl des ande­ren Stü­ckes werde ich mir das reif­lich überlegen.

Nach drei glor­rei­chen Auf­füh­run­gen und der Demon­tage der Bühne ist „rebel wit­hout a cause” Geschichte. Was bleibt ist die Erin­ne­rung an ein paar sehr anstren­gende Wochen mit all­abend­li­chen Pro­ben, an all die Gesich­ter und Men­schen, an die immer wie­der moti­vie­ren­den Reden von unse­rem Regis­seur Mike, an die klei­nen Pan­nen und an viele wei­tere Ein­zel­hei­ten. Noch steht uns die Abschluss­fete bevor, dann sind die Gedan­ken der meis­ten Leute schon bei der nächs­ten Show, einem noch nicht näher bestimm­ten Musical.

Am Sams­tag — zur letz­ten Auf­füh­rung — gab es noch ein paar sehr emo­tio­nale Momente. Mike stimmte uns vor der Auf­füh­rung mit einer Rede ein, die ich von ihm so nie erwar­tet hätte. Er sagte uns, dass seine Mut­ter im Pulikum säße und wie­viel er ihr ver­danke. Es war echt bewe­gend und mit erneu­er­tem Enthu­si­as­mus stürz­ten wir uns ins Gesche­hen. Nach der Auf­füh­rung wur­den alle wich­ti­gen Betei­lig­ten auf die Bühne geholt und es gab Blu­men. Auch Mike’s Mut­ter kam nach vorn und sagte mit gerühr­ter Stimme, wie stolz sie auf ihren Sohn sei und wie froh, dass sie heute Abend die­ses Stück ange­schaut habe. Mike brachte kein Wort her­aus, für ihn eher unty­pisch. Also ein sehr emo­tio­na­ler Abschied.

Die meiste Zeit des Stü­ckes ver­bringe ich übri­gens im Umklei­de­raum, zusam­men mit ande­ren Leu­ten, wel­che auch nur kleine Rol­len spie­len. Das Umzie­hen ist schnell gesche­hen, meis­tens las ich danach ein Buch. Gele­gent­lich kommt jemand her­un­ter und wird sofort aus­ge­quetscht, ob alles gut gelau­fen sei. Der Ablauf ist allen hin­rei­chend bekannt, so dass man sich dann auch unge­fähre Vor­stel­lun­gen von der ver­blei­ben­den War­te­zeit machen kann. Irgend­wann kommt dann der Ruf, dass sich alle Leute einer bestimm­ten Szene fer­tig machen sol­len. Aus dem grel­len Licht des Umklei­de­rau­mes steige ich die dunk­len Trep­pen zur Bühne hin­auf. Auf der Bühne höre ich jetzt die gerade dar­auf befind­li­chen Leute. Leise laufe ich wei­ter, zu der Stelle, von der aus ich dann in eini­gen Minu­ten in Aktion tre­ten werde. Es herrscht völ­lige Dun­kel­heit, ich tapse in der Fins­er­nis, ahne mehr als ich sehe. Nach lan­gen Minu­ten des War­tens ist es soweit, der Sze­nen­wech­sel fin­det statt und die Schein­wer­fer beleuch­ten nun auch mich, las­sen mich für das Publi­kum über­haupt exis­tie­ren. Ich sage meine Zei­len, laufe meine Bah­nen, schaue in die vor­ge­se­he­nen Rich­tun­gen, bis zum Abgang.

Für ein paar Minu­ten stand ich im Schein­wer­fer­licht auf der Bühne, von hun­der­ten Augen ver­folgt, von hun­der­ten Ohren gehört. Ich war der kleine Teil einer Geschichte, einer ver­än­der­ten Wirklichkeit.

Nun sitze ich also wie­der hier, bin ein wenig ver­än­dert und doch noch der Alte. Neu ist nun diese Unge­wiss­heit, was ich mit mei­ner abend­li­chen Zeit anfan­gen soll.

Noch acht Tage bis zur Show! Lang­sam wird es ernst, Mike (Regis­seur) erin­nert gerade an wich­tige Dinge. Allem voran steht natür­lich das Ken­nen der eige­nen Zei­len. Aber auch Requi­si­ten, Kos­tüme und Öffent­lich­keits­ar­beit spricht er an, um den Erfolg der Auf­füh­run­gen zu gewähr­leis­ten. Nun wird es ernst, ein erneu­ter „full run” wird wohl in weni­gen Minu­ten beginnen.

Davor gibt es immer ein paar andäch­tige Minu­ten, Mike lei­tet uns durch eine Art Medi­ta­tion. Er sagt, dass wir die­sen Tag ver­ges­sen sol­len, die vie­len klei­nen Ärger­nisse und Pla­gen. Dann sol­len wir uns vor­stel­len, durch Raum und Zeit zurück­zu­ge­hen, in jene 50er Jahre, die den Hin­ter­grund des Stü­ckes dar­stel­len. Andere Sit­ten, andere Fri­su­ren, andere Autos, andere Träume und Sor­gen — wir strei­fen unser altes Ich ab und neh­men eine neue Iden­ti­tät an. Die­ser Wan­del ist für mich, zuge­ge­be­ner­ma­ßen nicht gerade schwie­rig, spiele ich doch nur einen anony­men Mann, der am Beginn zusam­men­ge­schla­gen wird, und spä­ter einen Poli­zis­ten. Trotz­dem, diese ruhi­gen, kon­tem­pla­ti­ven Minu­ten vor der eigent­li­chen Probe sind ange­nehm, sie ver­lei­hen die­sem Augen­blick Weihe. Sie las­sen all die pri­va­ten Gesprä­che ver­stum­men, die durch den Raum schwir­ren. Sie machen aus einem Hau­fen Leute eine Theatergruppe.

In ein­ge­spiel­ter Weise neh­men wir unsere Posi­tio­nen ein, ich stehe allein rechts auf der Bühne, wäh­rend sich die „Gang” links grup­piert. Auf der Bühne wird es dann völ­lig dun­kel sein, mein Pfei­fen wird das erste sein, was das Publi­kum ver­nimmt. Sodann nähere ich mich der Mitte, der ein­zig beleuch­te­ten Stelle zu die­sem Zeit­punkt. In die­sem Augen­blick kommt mir der Anfüh­rer der Gang (Buzz) ent­ge­gen und tritt eben­falls in den Licht­ke­gel. Ich ver­stumme. Dann for­dert er mich auf, mein Pfei­fen fort­zu­set­zen, wäh­rend die ande­ren Gang-​​Miglieder mich umzin­geln. Ich werde immer ner­vö­ser, Buzz fragt nach Ziga­ret­ten. Sicht­lich beängs­tigt suche ich wel­che her­aus, biete sie an. Aber er besteht dar­auf, dass ich selbst eine rau­che. Er würde sie mir sogar anzünden.

In dem Moment, als ich mich vor­beuge, trifft er mich mit der Faust in den Magen, ich äußere ein in die­ser Situa­tion ange­mes­se­nes Geräusch. Mein Ver­such, nach links zu ent­kom­men, wird von zwei grim­mi­gen Mit­men­schen ver­ei­telt, ich finde mich inmit­ten der Gruppe und auf dem Boden lie­gend wie­der. Dann tram­peln alle auf dem Boden in mei­ner Nähe herum und ich schreie. So, als würde ich gerade zusam­men­ge­tre­ten. Mit dem Schrei „Bas­tards!” krie­che ich in eine Rich­tung und hum­pele von dan­nen. Die Gang folgt mir.

Das war also mein glor­rei­cher ers­ter Auf­tritt. Nun ist’s eine lange Durst­stre­cke bis zum drit­ten Akt, mei­nem fina­len Auf­tritt als Poli­zist. Wäh­rend­des­sen sitze ich also herum und schreibe das hier. Die vie­len ande­ren Untä­ti­gen sit­zen eben­falls herum, man­che an ihren Lap­tops. Einige sind auch drau­ßen und erhö­hen ihre Chan­cen auf bestimmte Krankheiten.

Das Stück läuft unter­des­sen wei­ter, anschei­nend ohne grö­ßere Pro­bleme. Heute ist der erste Tag, an dem keine Zei­len mehr vor­ge­sagt wer­den. Aber bis­her gab es noch keine Hän­ger, das lässt hof­fen. Das Maß an Kon­zen­tra­tion und Pro­fes­sio­na­li­tät ist heute abend ziem­lich hoch, es ist fast schon erstaun­lich für diese Chaoten-​​Truppe.

You won’t believe it, but even here people dis­cuss poli­ti­cal issues con­tro­ver­si­ally. The latest example was the most recent Inter­na­tio­nal Club Cof­fee hour. Last Fri­day I was quite sur­pri­sed to see the ent­ire room fil­led with people. Usually there aren’t that much, but on this day I even had no chance to find a chair. Dis­played was a video about Iraq. Scott Rit­ter, for­mer chief wea­pon inspec­tor in Iraq cri­ti­zi­sed the US govern­ment har­shly for having con­tri­bu­ted a large part of the 1998 expel of wea­pon inspec­tors. He con­clu­ded that it had never been the inte­rest of the US govern­ment to dis­arm Iraq but to pro­voke the esca­la­tion of the con­flict. I mean, this really struck me. The second dis­played speaker was a priest, speaking mainly about the con­se­quen­ces of the embargo. He made the sho­cking com­pa­ri­son that more Iraqi civi­li­ans were kil­led as a result of the embargo than people have died by wea­pons of mass destruction.

Having seen these strong argu­ments against avery inter­ven­tion and against the embargo, the dis­cus­sion was mainly about the role of the media and what could be done. The last ques­tion was espe­cially inte­res­ting, since the day before the Con­gress had pas­sed a reso­lu­tion, allo­wing Bush to use mili­tary means if diplo­ma­tic efforts have fai­led. Yet, a demons­tra­tion in Washing­ton was plan­ned, people were thin­king how to spread the word. Some instruc­tors thought about how to edu­cate their stu­dents. All in all, a large emo­tion against the war lay in the air.

The second event in this direc­tion hap­pened in Michael’s place yes­ter­day. We cooked toge­ther, when one guy, who was there very often, appeared and we began to talk. Since we two were still in a very poli­ti­cal mood, the sub­ject soon tur­ned on Iraq. And sur­pri­sin­gly he had his very ela­bo­ra­ted and unty­pi­cal opi­ni­ons about all that. He used the word impe­ria­lism most often, arguing that all America’s great­ness and power had been achie­ved by ime­ria­listic methods, e.g. eth­ni­cal cle­an­sing of whole Wes­tern Ame­rica, occupa­tion of Hawaii, hel­ping to esta­blish the state of Israel and many more things. He also was very ver­sed about the Huns, who defea­ted Rome. With one par­ent being from Hun­gary he poin­ted out that Hun blood was also in him. Finally we tal­ked about Frank Herbert’s Dune, com­pa­ring the well trai­ned desert figh­ters of AQ to the Fre­men people and oil to Spice. Alt­hough I wasn’t sure if all this fits that very way, it still was abolu­tely inte­res­ting to find an edu­ca­ted and inte­res­ting man like him here.