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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

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Kategorie: tagebuch

Some more details about my stu­dies at Vir­gi­nia Tech. My cour­ses are Linear Sys­tems Theory, Neu­ral and Fuzzy Sys­tems and Elec­tro­nic Con­trol of Motor Devices. The first two are on gra­duate level, what means, that they are a little bit more tough and tri­cky. The last one is under­gra­duate level and more relaxing.

Unlike Ger­many there are no fix hours when clas­ses meet. The three credits are a vague expres­sion for the time spent in class, split in two or three sec­tions. The maxi­mum size of stu­dents for one course is 50, and more wouldn’t fit in the class rooms. When I’m tal­king about class rooms, ima­gine their size like in school. Most of them do not con­tain desks or tables, but chairs with a wri­t­ing board atta­ched to one arm rest. Very close in front of you is sit­ting the next per­son. If you ever have the unusual desire to stretch your legs, you can only do this to the right or left of his chair. Just think of eco­nomy class seats.

The teachers work, depen­ding on their pre­fe­ren­ces, mainly with chalk or with OHP. This is very simi­lar to the Ger­man style. Due to the small class size the fee­ling is more like in school, more ques­ti­ons, more inter­ac­tion. And also the instruc­tors are more gentle when ans­we­ring, even ques­ti­ons of doubt­ful import­ance (my opi­nion) are replied to most fri­endly and patiently.

And there is home­work. This means assi­gn­ments that have to be tur­ned in on due date. And don’t dare to daley them! The gra­ding of these assi­gn­ments has signi­fi­cant impact on the over­all gra­ding of the course. And even some of the mid term exams are take-​​home-​​assignments. And this will be a lot of work — I can tell you. Con­cerning chea­ting, there exists the honor code sys­tem. We were intro­du­ced to that during the intro­duc­tory ses­si­ons. It sim­ply means that whe­ne­ver the instruc­tor has two very, very simi­lar home­works in front of him he can pass this to the honor code sys­tem people who will inves­ti­gate the case. Actually you can even volun­teer for this and take part in this pro­cess. Any­way, if the charge is found to be valid the culprit is punis­hed, from get­ting a „0” on his paper up to expel­ling him from VT. But as I heard these pro­ces­ses are very seldom.

Yes­ter­day we read the whole piece (Rebel Wit­hout a Cause), every one his role. I was Offi­cer 1, had not to say that much. But it was all right and I also have the glo­rious part of shoo­ting Plato, when he plays with his gun and doesn’t want to give it to somebody.

Then Mike came up to me and sug­gested me to per­form as the man of the opening scene. He basi­cally is bea­ten up and runs away. I agreed, thin­king that could not be too difficult.

Today we prac­ticed that very scene and some­thing more, where I have no part in. It tur­ned out to be a very dif­fi­cult part, as it invol­ved a lot of action. I enter the stage, whist­ling. Then Buzz con­fronts me, asking for a ciga­rette. Mean­while the other mem­bers of the gang cir­cle around me. Buzz insists on me smo­king a ciga­rette, offe­ring fire. In the very moment I lean for­ward he strikes me in my sto­mach. More­over, he pre­tends it, but it all has to look real. So I grunt and try to run away. But they get me and throw me on the ground. Now they are stam­ping on the ground and I am crying hell. And this is the tri­cky thing. To cry like hell, and this several times. In the end I crawl away and run. It’s not that much but to pre­tend to be bea­ten up really is tri­cky, I can tell you.

Impres­sive for me was the way Mike direc­ted the whole thing. In the begin­ning we gathe­red all on the stage and he asked us to close our eyes. He wal­ked around and told us to think about all that trou­ble of today, and to for­get it. Now we should ima­gine to go 50 years back, in a dif­fe­rent time, in dif­fe­rent cha­rac­ters. And then we were to open our eyes again and to start it. I liked it, this sug­ges­tive little show. And we concentrated.

Neben dem Besuch von Par­ties der grie­chi­schen Ver­bin­dun­gen (siehe Weblog-​​Eintrag vom 6.9.2002 „Eine Ame­ri­ka­ni­sche Party”) gibt es in Blacks­burg zahl­rei­che Alter­na­ti­ven für den „Kulturmenschen”.

Da gibt es zum einen ein — jetzt hal­tet Euch fest — PROGRAMMKINO. Unter dem Namen „The Lyric Theatre” exis­tiert ein wun­der­ba­res Kino, in dem ich schon zwei gute Filme gese­hen habe. Nicht, dass ich alles ver­stan­den hätte, aber man merkt schon, was die Haupt­aus­sage eines Fil­mes ist.

Beim ers­ten ging es um zwei Jungs, die in einer stren­gen, katho­lisch geführ­ten Schule unter­rich­tet wer­den. Sie schaf­fen sich ein Anti-​​Welt, wel­che durch Comic-​​Figuren inspi­riert ist. In die­ser Welt sind sie die Hel­den, und fies lachende Ordens­schwes­tern auf Motor­rä­dern wol­len ihnen ans Leder. Diese Welt dient ihnen nun als Instru­ment zur Ver­ar­bei­tung bestimm­ter Schlüs­sel­er­leb­nisse. Ihre Rebel­lion fin­det außer­dem Aus­druck in der Ent­füh­rung der stei­ner­nen Marien-​​Figur, die sich über dem Haupt­ein­gang befin­det. Mit einem Wagen fah­ren sie die Sta­tue weg, zu einem ver­las­se­nen Haus. Am nächs­ten Tag ist die Hölle los. Aber ich will jetzt nicht mehr ver­ra­ten, sicher­lich gibt’s den Film auch in Deutsch­land, hier hieß er: „The dan­ge­rous life of Altar Boys”.

Der zweite Film „13 Con­ver­sa­tion on One Thing” zeigt ver­schie­dene Hand­lungs­stränge, wel­che an eini­gen Stel­len mit­ein­an­der ver­knüpft sind. Es geht haupt­säch­lich um Glück, im Leben, in Bezie­hun­gen. Wie­der gut gezeich­nete Cha­rak­tere und viele kleine Witze. Das ist auch so ein Vor­teil eines Kinos, wenn plötz­lich alle lachen, war das ein Witz, den man nicht ver­stan­den hat.

Dar­auf habt ihr wahr­schein­lich schon lange gewar­tet — die Beschrei­bung einer ame­ri­ka­ni­schen Party. In der Campus-​​Zeitung „Col­le­giate Times” fin­det man so einige Anzei­gen die­ser mys­ti­schen Bru­der– und Schwes­ter­schaf­ten mit drei grie­chi­schen Buch­sta­ben. Die Gesamt­heit der Akti­vi­tä­ten die­ser Grup­pie­run­gen wird meist als „Greek Life” bezeich­net. Am Anfang hatte ich mir dar­un­ter schon etwas Ande­res vor­ge­stellt als Par­ties, aber die Orga­ni­sa­tion sol­cher steht bei vie­len „fra­ter­nities” und „soro­ri­ties” anschei­nend im Vor­der­grund. In der west­li­chen Ecke des Cam­pus erhe­ben sich dann auch die Häu­ser, spe­zi­ell für diese Ver­ei­ni­gun­gen errich­tet und mit den jewei­li­gen grie­chi­schen Groß­buch­sta­ben versehen.

Heute war es die Bru­der­schaft Pi-​​Kappa-​​Alpha, wel­che freund­li­cher­weise per Zei­tungs­an­nonce auf die Party hin­wies. Also nichts wie hin. Unter­wegs holte Rei­mund noch seine ecua­do­ra­ni­sche Bekannt­schaft Natha­lie ab. Er machte uns mit­ein­an­der bekannt. Sie ist klein, hat lange schwarze Haare und wun­der­bare große, dunkle Augen. Wäh­rend Rei­mund sein Fahr­rad ste­hen ließ und mit Natha­lie per Bus fuhr, mach­ten wir drei ande­ren uns per Rad auf den Weg. Schon von wei­tem erkann­ten wir anhand einer grö­ße­ren Ansamm­lung Leute und ein­deu­ti­ger Geräu­sche den Ort des Gesche­hens — eines jener oben beschrie­be­nen Häuser.

Rechts von die­sem Haus befand sich der Ein­lass, durch ein lan­ges schwar­zes Tuch konn­ten wir jedoch nichts dahin­ter erken­nen. So muss es auch dem zivi­len Poli­zei­fahr­zeug gegan­gen sein, das vor dem Haus parkte. Es war anhand der zwei uni­for­mier­ten Beam­ten und dreier gigan­ti­scher Anten­nen auf dem Kof­fer­raum unschwer zu erken­nen. Man muss an die­ser Stelle viel­leicht noch mal her­vor­he­ben, dass in Bezug auf Alko­hol in den USA zumin­dest offi­zi­ell viel strik­tere Regeln gel­ten als in Deutsch­land. Alko­hol­hal­tige Getränke sind erst ab 21 Jah­ren zugäng­lich, wes­we­gen man im Super­markt oder am Ein­gang von Knei­pen stets seine ID zücken muss.

So auch hier, ein paar ernst­haft drein­bli­ckende Kerle mit schwar­zen Shirts kon­trol­lier­ten unsere Aus­weise und brand­mark­ten uns mit einem Stem­pel. Die drei Dol­lar Ein­tritts­geld lie­ßen uns auf freie Getränke hof­fen und in der Tat zir­ku­lier­ten eine Menge Bier­do­sen. Die Quelle die­ses küh­len Segens woll­ten wir natür­lich aus­fin­dig machen. Der erste Raum war zum Tan­zen bestimmt, von rechts schep­per­ten die Boxen in Disco-​​Lautstärke. Danach gab es eine Art Kor­ri­dor, der sich nach links und rechts ver­zweigte. Über­all Leute, aber so rich­tig voll war es zu dem Zeit­punkt noch nicht. Dann saß da so ein Typ mit Hawaii-​​Hemd, der Ing­mar par­tout nicht durch­las­sen wollte. Hier hatte nur eine omi­nöse Gruppe Pri­vi­le­gier­ter Zutritt. Woran er das erkannte, war mir abso­lut schlei­er­haft, aber egal. Jeden­falls ließ er uns nicht durch und wir blie­ben erst mal auf dem Tro­cke­nen. Rückzu traf ich noch jemand vom Vol­ley­ball, der mir dann auch gleich anbot, Bier zu besor­gen. Ich nahm an und er kam dann auch einige Minu­ten spä­ter mit zwei Dosen zurück. Drau­ßen woll­ten wir diese dann trin­ken, doch sofort kam einer vom Orga-​​Team und bat uns, wegen der Poli­zei vor­sich­tig zu sein. Selbst mit einem roten Plaste-​​Becher ver­se­hen soll­ten wir mög­lichst noch um die Ecke gehen. Und da war das schwarze Tuch noch dazwi­schen, das uns von neu­gie­ri­gen Bli­cken abschirmte.

Eine halbe Stunde spä­ter hatte sich das Ter­rain merk­lich gefüllt, die strik­ten Regeln hat­ten kei­ner­lei Bedeu­tung mehr. Über­all drän­gel­ten sich Leute durch. Bier wurde auch über­all getrun­ken. Auf­fal­lend war die hohe Anzahl an weib­li­chen Per­so­nen, das war für uns E-​​Techniker schon ein berau­schen­der Anblick. Nach einer Runde Tan­zen (so nennt man ja die­ses rhyt­mi­sche, unko­or­di­nierte Bewe­gen mög­lichst vie­ler Glied­ma­ßen mit dem Ziel, einen har­mo­ni­schen Gesamt­ein­druck zu erzeu­gen) brauch­ten wir wie­der fri­sche Luft. Zu die­sem Zeit­punkt war es ram­mel­di­cke­voll in dem Haus und davor, von außen ström­ten immer mehr Leute hinzu. Die Leute amü­sier­ten sich auch alle, nur wir stan­den irgend­wie neben den Din­gen. Irgend­wann reichte es uns dann auch, wir beschlos­sen, lie­ber noch eine Bar aufzusuchen.

Eine Vier­tel­stunde Fahr­rad spä­ter waren wir im Zen­trum („down­town”), am „Hokie House”. Diese dem Sport gewid­mete Bar zeich­nete sich durch Fern­seh­bild­schirme (Base­ball), Bil­lard­ti­sche und laute Musik aus. Tische waren auch nicht frei, viele gab es davon ohne­hin nicht. Stim­men­ge­wirr aller­or­ten, Bier wurde aus gro­ßen Hen­kel­glä­sern geleert. So rich­tig unter­hal­ten konnte man sich nicht. Ich war etwas frus­triert, fühlte mich vom Regen in die Traufe beför­dert. Also ging ich, genoss die Heim­fahrt in der lauen Nacht.

Es wird mir stets schlei­er­haft blei­ben, wieso Men­schen so viel Zeit mit der­ar­ti­gen Akti­vi­tä­ten ver­brin­gen. Aber sicher­lich gibt es noch alter­na­tive Möglichkeiten.

On Fri­day, most of the stu­dents orga­niza­ti­ons pre­sen­ted them­sel­ves in Squi­res Stu­dent Cen­ter. Inte­res­ted to get invol­ved in some­thing I ente­red the room. It was packed with people, you could hear music play­ing from one cor­ner, and a bab­ble of voices was in the air. The orga­niza­ti­ons were orga­ni­zed in long rows of tables, with every orga­niza­tion only having two meters to pre­sent their material.

So I went through, drow­ned in the many pos­si­bi­li­ties and smi­les. A large part were those three-​​Greek-​​letter-​​fraternities and soro­ri­ties. Like Pi Omega Alpha. I didn’t quite under­stand the point in them. Some had social wel­fare pro­grams, but one com­mon objec­tive was to orga­nize par­ties and more pri­vate events where alco­hol was avail­able. Ano­ther num­ber of clubs dea­led with reli­gious issues. The Whit­nes­ses of Jehova not to for­get. A large part of orgs were about social wel­fare, what really meant ser­vice for other people. Some funny things also caught my atten­tion. The Hole­rin Hokies are people who attend sport events and cry for VT (Vir­gi­nia Tech). The bene­fit of it are T-​​Shirts, reser­ved pla­ces and maybe even free access to some events.

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