Zum Inhalt springen

mathias wellner

auf den spuren meiner selbst

Archiv

Kategorie: technik

Allen Lesern möchte ich ein erfreu­li­ches Jahr 2010 wün­schen! Sil­ves­ter ist ein schö­ner Moment, um das Ver­gan­gene Revue pas­sie­ren zu las­sen und neue Ziele anzu­vi­sie­ren. Denn meist hat man ein paar freie Tage und ist nach den fami­liä­ren Weih­nachts­fest­lich­kei­ten froh, wie­der allein zu sein. Und so möchte ich an die­ser Stelle gern aus Weblog-​​Sicht einen klei­nen Rück­blick wagen. Die Sta­tis­ti­ken bezie­hen sich auf das neue Weblog-​​System, wel­ches seit August 2009 instal­liert ist, meine eige­nen Besu­che sind nicht ein­ge­rech­net. Das Web­log umfasst momen­tan 522 Arti­kel, 7 sta­ti­sche Sei­ten und 97 Kommentare.

Sei­ten­auf­rufe pro Monat

  • August: 701
  • Sep­tem­ber: 1581
  • Okto­ber: 1330
  • Novem­ber: 1218
  • Dezem­ber: 1256

Die 10 meist­be­such­ten Seiten

  1. LaTeX-​​​​Template für Diplom­ar­beit (281 Besucher)
  2. LaTeX-​​​​Ärger, ein Punkt zuviel (143 Besucher)
  3. A LaTeX tem­plate for my dis­ser­ta­tion (111 Besucher)
  4. Schwä­galp — Sän­tis — Eben­alp (107 Besucher)
  5. Tom Stop­pard: Arka­dien (Arca­dia im Orgi­nal) (88 Besucher)
  6. Jean-​​​​Paul Sartre: Das Spiel ist aus (77 Besucher)
  7. Vor­de­rer Glär­nisch (72 Besucher)
  8. PowerPoint-​​​​Stil und sprach­li­che Kom­ple­xi­tät (53 Besucher)
  9. Kleine Hel­fer­lein beim wis­sen­schaft­li­chen Schrei­ben mit LaTeX (53 Besucher)
  10. Diplom­ver­tei­di­gung (48 Besucher)

Span­nend ist sicher­lich die Top-​​Plazierung der LaTeX-​​Beiträge. Danach schei­nen Leute sehr häu­fig zu suchen. Wan­der­rou­ten zu kon­kre­ten Zie­len wer­den eben­falls häu­fig auf­ge­ru­fen, ebenso wie Arti­kel über Auto­ren und Werke. Jedoch braucht ihr keine Angst haben, dass ich ab jetzt nur noch über LaTeX schreibe, diese Sta­tis­ti­ken haben für meine wei­tere Arbeit am Web­log kaum Bedeu­tung. Das Web­log ist für mich eine Platt­form, um meine wech­seln­den Inter­es­sen aus­zu­drü­cken. Ich tue mich schwer mit einer Fokus­sie­rung, die für mehr Besu­cher sicher­lich von­nö­ten wäre. Aber das kann und will ich nicht. Das Web­log bleibt ein Hobby, um gele­gent­lich über diverse The­men zu schrei­ben, ange­sie­delt irgendwo zwi­schen Kul­tur und Technik.

Ein­lei­tung

Das Text­satz­sys­tem LaTeX eig­net sich her­vor­ra­gend für wis­sen­schaft­li­ches Schrei­ben. Aber wel­che Kom­po­nen­ten braucht man genau? In die­sem Arti­kel möchte ich beschrei­ben, wie man auf einem Ubuntu-​​​​Linux–Sys­tem die not­wen­di­gen Pro­gramme und Pakete instal­liert, um seine Publi­ka­tio­nen bequem schrei­ben zu kön­nen. Windows-​​​​Nutzer kön­nen die Schritte genau so aus­füh­ren, müs­sen aber an eini­gen Stel­len abwei­chend vorgehen.

Anfor­de­run­gen, Voraussetzungen

  1. Ich möchte VIM als Edi­tor benutzen.
  2. Das Resul­tat soll eine PDF-​​​​Datei sein.
  3. Nach Ände­run­gen am Manu­skript sol­len alle not­wen­di­gen Ver­ar­bei­tungs­schritte (latex, bib­tex) auto­ma­tisch durch eine Aktion (Maus­klick oder Ein­gabe) erfolgen.
  4. Ich möchte nach dem APA-​​​​Stil zitie­ren. Das ist von der Zeit­schrift mei­ner Wahl so vorgeschrieben.

Text­edi­tor VIM

VIM ist ein sehr mäch­ti­ges Werk­zeug zum Bear­bei­ten von Tex­ten. Auf den meis­ten Linux-​​​​Systemen ist die­ses Pro­gramm bereits instal­liert. Zur bes­se­ren Inte­gra­tion von LaTeX-​​​​Dokumenten gibt es die VIM-​​​​LateX-​​​​Suite.

any_directory$ sudo apt-get install vim

Die LaTeX-​​Suite sollte man lie­ber von Hand im Home-​​Verzeichnis instal­lie­ren, auf der Home­page gibt es eine Anleitung.

latexmk

Das Perl-​​​​Script latexmk ist äußerst prak­tisch, um alle not­wen­di­gen Ver­ar­bei­tungs­schritte auto­ma­tisch aus­zu­füh­ren. Es ermit­telt die Abhän­gig­kei­ten (ein­ge­schlos­sene Bil­der, Biblio­gra­fie), prüft den Sta­tus aller Dateien im Pro­jekt und führt dann genau die Schritte aus, wel­che not­wen­dig sind. Wenn man das nicht hat, muss man sehr häu­fig die Ein­zel­schritte (die Pro­gramme latex und bib­tex) aus­füh­ren, um bei Ände­run­gen im Doku­ment ein wirk­lich aktu­el­les PDF zu erhalten.

Instal­lie­ren muss man Perl (wenn es noch nicht vor­han­den ist) und das Skript selbst. Windows-​​​​Nutzer soll­ten Active Perl instal­lie­ren.

any_directory$ sudo apt-get install perl
any_directory$ sudo apt-get install latexmk

Die Anwen­dung von latexmk sieht dann für PDFs so aus:

project_directory$ latexmk -pdf dokument.tex

bibla­tex

Obwohl es zur Zeit noch nicht für die All­ge­mein­heit ver­öf­fent­licht ist (beta-​​​​Stadium), hat mir die Mäch­tig­keit des Pakets bibla­tex so impo­niert, dass ich es für meine Refe­ren­zen gern ver­wende. Ursprüng­lich brauchte ich eine sau­bere Lösung für nach Kapi­teln auf­ge­teilte Refe­ren­zen in mei­ner Dis­ser­ta­ti­ons­schrift, aber bibla­tex kann weit mehr und macht den Umgang mit Refe­ren­zen viel ein­fa­cher als vor­her. Denn bis­lang musste man aus einer unüber­schau­ba­ren Viel­falt von Pake­ten aus­wäh­len, wenn man mit dem Mini­mal­stan­dard von Bib­TeX nicht zufrie­den war. Nun braucht man also nur noch ein Paket — bibla­tex.

any_directory$ sudo apt-get install biblatex

Im Gegen­satz zum nor­ma­len Zitie­ren muss man sich an ein paar neue Befehle gewöh­nen. Ein indi­rek­tes Zitat in Klam­mern, wel­ches bei uns Inge­nieu­ren das häu­figste ist, erhält man mit \parencite{key}. Der Befehl \print­bi­blio­gra­phy erstellt genau an die­ser Stelle ein Refe­renz­ver­zeich­nis (Biblio­gra­phie) mit allen zitier­ten Quel­len. Das Aus­se­hen der Biblio­gra­phie und der Zitate im Text rich­tet sich nach dem Zitier­stil, den man beim Laden des Pake­tes mit ange­ben kann.

\usepackage[style=apa]{biblatex}
\bibliography{bibfile_name}

Den APA-​​​​Zitierstil kann man lei­der nur manu­ell instal­lie­ren (siehe Doku­men­ta­tion). Danach muss man aber noch die LaTeX-​​​​Installation aktua­li­sie­ren.

any_directory$ sudo texconfig rehash

Ein Pro­blem war dann noch, dass das csquotes-​​​​Paket ver­al­tet war. Auch da musste ich manu­ell die Dateien an die rich­tige Stelle kopie­ren und mit tex­con­fig rehash die LaTeX-​​​​Installation aktualisieren.

Fazit

Etwas Auf­wand ist das schon, dafür steht mir jetzt wie­der ein kom­plet­tes Sys­tem zur Ver­fü­gung, mit dem ich an mei­ner drit­ten Publi­ka­tion fei­len kann.

Nach­dem meine Tage an der ETH nun­mehr gezählt sind, suchte ich nach einer neuen Hei­mat für mein Web­log, wel­ches bis­her vom Web­log Ser­vice der ETH Zürich gehos­tet wurde. Es ist nun also auf dem von mir mit­ge­nutz­ten Ser­ver, eine nahe­lie­gende Lösung. Das ein­zige Pro­blem sind die vie­len Sicher­heits­lü­cken in der Weblog-​​Software, wel­che unse­rem Sys­tem­ad­mi­nis­tra­tor Schweiß­per­len auf die Stirn trei­ben. PHP, auf dem die Soft­ware Word­press basiert, scheint sehr anfäl­lig für alle mög­li­chen Arten von Atta­cken zu sein. Aber war­ten wir ab, ob unser Ser­ver wirk­lich von Spam­mern geka­pert wird.

Auf jeden Fall ist mit die­sem Web­log eine ein­heit­li­che Web­prä­senz geschaf­fen, meine alte Home­page, die frü­her unter die­ser Adresse zu errei­chen war, hat aus­ge­dient. Ich habe jedoch aus­ge­wählte Inhalte über­nom­men, die Tage­bü­cher aus Blacks­burg fin­det ihr im Archiv (2002−03), eine Über­sicht aller Lesun­gen auf den sta­ti­schen Sei­ten (siehe Lesun­gen). Web­log und Home­page ver­schmel­zen also zu einem Ganzen.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was ihr vom neuen Design haltet.

I con­stantly use Wiki­pe­dia to look for infor­ma­tion and I like the vision to pro­vide a free ency­clo­pe­dia online for ever­yone. Please con­sider sup­porting Wiki­pe­dia your­self by a donation.

Wikipedia Affiliate Button

Unser Haus­blatt ETH Life berich­tet unter dem Titel Rudern als sei’s echt über das Rudersimulator-​​Projekt. Inzwi­schen ist die erste Stu­die mit zehn Teil­neh­mern abge­schlos­sen, es ging um die Reak­tion auf vir­tu­el­les Publi­kum. Wir sind momen­tan am Aus­wer­ten und erwä­gen eine Publi­ka­tion der Ergebnisse.