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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

Archiv

Kategorie: technik

Nach­dem nun ein neues Jahr ange­bro­chen ist, möchte ich das ver­gan­gene aus Weblog-​​Sicht Revue pas­sie­ren las­sen. Die Zah­len ent­spre­chen Views, also das Anse­hen einer ein­zel­nen Seite durch einen Besu­cher und stam­men vom Word​Press​.com Stats Plugin.

Ins­ge­samt hatte das Web­log mwell​ner​.de im Jahr 2011 21,717 Views, ein paar mehr als 2010. Das ent­spricht einem Tages­durch­schnitt von 59 Besu­chen. Anfang Dezem­ber war das Web­log durch einen Festplatten-​​Defekt des Ser­vers einige Tage nicht erreich­bar, dadurch bra­chen die Besu­cher­zah­len deut­lich ein.

Meist­be­suchte Sei­ten 2011

  1. Home (9,641)
  2. A LaTeX tem­plate for my dis­ser­ta­tion (1,420)
  3. Imple­men­ting sim­ple ajax show/​hide effects with cake­PHP (925)
  4. IEEE pdf express (816)
  5. LaTeX-​​Ärger, ein Punkt zuviel (564)
  6. LaTeX-​​Template für Diplom­ar­beit (473)
  7. Spa­zier­gang durch Dres­den (337)
  8. Freude am Schau­spiel — ein Credo (232)
  9. Spra­che im Thea­ter (219)
  10. Grund­kurs Stanislawski-​​Strassberg, 1. Lek­tion (213)

Zusam­men­fas­send lässt sich sagen, dass die tech­ni­schen The­men am begehr­tes­ten sind. Obwohl die Ein­träge schon recht alt sind, wer­den sie immer noch häu­fig auf­ge­ru­fen. Aus den Top 10 ist kein ein­zi­ger Bei­trag im Jahr 2011 ent­stan­den. Jedoch braucht es erfah­rungs­ge­mäß Zeit, bis eine Seite bekannt wird. Ein­zelne Bei­träge von mir wur­den irgend­wann ver­linkt und erhiel­ten dadurch wesent­lich mehr Zugriffe.

Die Thea­ter­bei­träge fin­den aber auch eine wach­sende Leser­schaft und haben sich in den tie­fe­ren Top 10 eta­bliert. Grund­sätz­lich suchen mehr Leute nach Hilfe bei LaTeX-​​Problemen als bei der Erar­bei­tung einer Rolle.

Im neuen Jahr werde ich nichts grund­sätz­lich ändern, die The­men Schauspiel/​Theater und Berg­sport wer­den domi­nie­ren. Wenn ich Zeit finde, werde ich mehr eng­li­sche Über­set­zun­gen anfer­ti­gen, damit las­sen sich sicher­lich wesent­lich mehr Leute erreichen.

Auf jeden Fall möchte ich mich bei allen Lesern für ihr Inter­esse bedan­ken und ein wun­der­vol­les neues Jahr 2012 wünschen.

Für unse­ren Thea­ter­ver­ein wollte ich mir nach Abschluss der letz­ten Pro­duk­tion einen Über­blick über die Finan­zen ver­schaf­fen. Die exis­tie­rende Lösung mit einer Excel-​​Tabelle erschien mir nicht opti­mal, wes­halb ich mich nach ande­ren Lösun­gen umschaute. Ich tes­tete Gnu­Cash und led­ger, letz­te­res stellte sich für mich als die beste Lösung her­aus. In die­sem Arti­kel möchte ich den Ent­schei­dungs­pro­zess und meine ers­ten Schritte mit led­ger darstellen.

Anfor­de­run­gen

Eine Thea­ter­pro­duk­tion ist ein zeit­lich begrenz­tes Pro­jekt und hat typi­scher­weise Ein­nah­men (Ein­tritts­gel­der, Spon­so­ren, Ver­kauf von Geträn­ken) und Aus­ga­ben (Druck von Fly­ern und Pla­ka­ten, Büh­nen­bild, Requi­si­ten, Tech­nik, Fahrt­kos­ten, Raum­miete). Außer­dem bezah­len die Ver­eins­mit­glie­der die Aus­ga­ben in der Hoff­nung, ihre Aus­la­gen spä­ter wie­der zu erhal­ten. Im Gegen­satz zu Fir­men ist das eine recht geringe Komplexität.

Ein Buch­hal­tungs­werk­zeug sollte über die fol­gen­den Qua­li­tä­ten verfügen:

  • Open Source
  • Dop­pelte Buchführung
  • Buchungs-​​Konten
  • Tren­nung von Daten­be­stand (Buchun­gen) und Aus­wer­tung (Berichte, Bilanz)
  • Varia­ble Berichte je nach Anforderungen

Ent­schei­dung

Das Pro­blem einer Excel-​​Tabelle ist, dass sie keine Tren­nung zwi­schen den ein­zel­nen Buchun­gen und dem Bericht erlaubt. Meist ist sie als Einnahmen/​Ausgaben-​​Bericht kon­zi­piert, die ein­zel­nen Buchun­gen hän­gen unten dran und wer­den durch gewagte Sum­mie­run­gen in den Bericht ein­ge­bun­den. Ins­ge­samt ist das feh­ler­an­fäl­lig und erlaubt auch nur eine Form des Berichts.

Gnu­Cash ist ein mäch­ti­ges gra­fi­sches Werk­zeug zur Buch­füh­rung, wel­ches man auch in einem Unter­neh­men ein­set­zen könnte. Es ist mit mehr als 300 MB recht groß und war mir zu umständ­lich. Schon das Anle­gen der Kon­ten erfor­derte Exper­ten­wis­sen, denn man musste den Typ des Kon­tos ken­nen und unter­ge­ord­nete Kon­ten waren davon abhän­gig und konn­ten nur noch bestimmte Typen haben. Ich konnte in einer geschla­ge­nen Stunde keine kor­rekte Buchung hin­krie­gen. Viel­leicht war die Buchung sogar kor­rekt und ich nur durch die Vor­zei­chen ver­wirrt. Aber am Ende erschien mir Gnu­Cash eine Num­mer zu groß.

led­ger prä­sen­tiert sich als leicht­ge­wich­tige Kommandozeilen-​​Lösung (knapp 2 MB). Das bedeu­tet lei­der, dass ein Groß­teil der Win­dows– und Mac-​​Nutzer damit wenig anfan­gen kann. Eine Text­da­tei ent­hält jede Buchung in einem defi­nier­ten For­mat im Sinn der dop­pel­ten Buch­füh­rung. Das Pro­gramm erzeugt nun Berichte nach den Vor­ga­ben des Benut­zers, basie­rend auf den erfass­ten Buchungen.

Instal­la­tion

Unter ubuntu ist die Instal­la­tion denk­bar einfach.

$ sudo apt-get install ledger

Bei­spiel

Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis ein klei­nes Bei­spiel. Zuerst brau­chen wir eine Konten-​​Struktur. Aktiva sind die Ver­mö­gens­werte des Ver­eins (Bank­kon­ten, Kasse). Auf­wen­dun­gen beschrei­ben, wo das Geld hin­fließt, Erträge, wo es her­kommt. Unter Ver­bind­lich­kei­ten mer­ken wir uns die Aus­la­gen der Leute.

Zuerst also die ein­zel­nen Buchun­gen (Datei beispiel.txt). Adam hat die Raum­mie­ten und den Ein­kauf im Bau­markt aus­ge­legt, Julia die Miete für die Ton­an­lage. Die 25 Ein­tritte gin­gen in eine Kasse.

2011-01-01 Raummiete Januar
        Aufwendungen::Raummiete                 EUR 50.00
        Verbindlichkeiten::Adam

2011-02-01 Raummiete Februar
        Aufwendungen::Raummiete                 EUR 50.00
        Verbindlichkeiten::Adam

2011-03-01 Raummiete März
        Aufwendungen::Raummiete                 EUR 50.00
        Verbindlichkeiten::Adam

2011-03-09 Einkauf Baumarkt für Bühnenbild
        Aufwendungen::Bühnenbild                EUR 139.35
        Verbindlichkeiten::Adam

2011-03-12 Miete Tonanlage
        Aufwendungen::Ton                       EUR 100.00
        Verbindlichkeiten::Julia

2011-03-15 Einnahmen Eintritt 25x
        Aktiva::Kasse                           EUR 500.00
        Erträge::Eintritt

Mit led­ger las­sen wir uns jetzt den aktu­el­len Stand aus­ge­ben (balance), ein­mal nur die Haupt­kon­ten, danach mit allen Unter­kon­ten (Option –s):

$ ledger -f beispiel.txt balance
          EUR 500.00  Aktiva
          EUR 389.35  Aufwendungen
         EUR -500.00  Erträge
         EUR -389.35  Verbindlichkeiten
$ ledger -f beispiel.txt -s balance
          EUR 500.00  Aktiva::Kasse
          EUR 389.35  Aufwendungen
          EUR 139.35    Bühnenbild
          EUR 150.00    Raummiete
          EUR 100.00    Ton
         EUR -500.00  Erträge::Eintritt
         EUR -389.35  Verbindlichkeiten
         EUR -289.35    Adam
         EUR -100.00    Julia

So sieht man auf einen Blick, was der aktu­elle Stand ist. Wich­tig bei der Dar­stel­lung ist noch, dass sich immer alle Sum­men zu Null addie­ren. Die Erträge sind des­halb nega­tiv, weil Geld aus der All­ge­mein­heit abfließt. Die Auf­wen­dun­gen sind nach der glei­chen Logik posi­tiv, Geld fließt in die All­ge­mein­heit zurück. Beide Kon­ten sind für die Pro­duk­ti­ons­bi­lanz nicht rele­vant. Die Ver­bind­lich­kei­ten gehö­ren zum Ver­eins­ver­mö­gen, sie müs­sen von den Aktiva abge­zo­gen wer­den, um eine ver­eins­in­terne Bilanz zu ziehen.

Die Kom­man­do­zeile mag für viele abschre­ckend wir­ken, jedoch stellt sie eine ein­fa­che und viel­sei­tige Mög­lich­keit für Berichte dar. Man sieht alles Wich­tige auf einen Blick, mehr wollte ich nicht.

Ein jeder Hand­wer­ker pflegt sein Werk­zeug. Der stein­zeit­li­che Jäger spitzte sei­nen Speer, der Töp­fer ach­tet dar­auf, dass sich keine Risse im Brenn­ofen bil­den und der Koch ist stets auf die Schärfe sei­ner Mes­ser und um den guten Zustand sei­ner Töpfe besorgt. Ich bin Texthandwerker.

Ich schreibe Berichte und Code, manch­mal auch Prosa. Mein wich­tigs­tes Werk­zeug ist die Tas­ta­tur. Denn Rech­ner sind aus­tausch­bar, Bild­schirme sowieso. Und momen­tan komme ich mit quell­of­fe­nen Pro­gram­men aus, die sich auf belie­bi­gen Rech­nern und Betriebs­sys­te­men instal­lie­ren las­sen. Um so wich­ti­ger ist die Tas­ta­tur. Mil­lio­nen Zei­chen habe ich getippt in mei­nem Leben, ich habe sie nicht gezählt. In mei­nem Kopf bil­dete sich ein Gedanke, mein Gehirn über­setzt ihn in einen Teil­satz, bil­det Wör­ter, lei­tet dar­aus Buch­sta­ben ab und die vie­len klei­nen Fin­ger­be­we­gun­gen lau­fen par­al­lel dazu ab, die Tas­ta­tur kla­ckert vor sich hin, Tas­ten­drü­cke wer­den zu Signa­len, die im Rech­ner ver­ar­bei­tet wer­den und sofort am Bild­schirm als Zei­chen dar­ge­stellt wer­den. Fas­zi­nie­rend, wie schnell das geht und wie auto­ma­ti­siert. Mil­lio­nen­fach bewährt, das Ergeb­nis sind Schul­auf­sätze, Berichte wäh­rend des Stu­di­ums, Diplom­ar­beit, wis­sen­schaft­li­che Publi­ka­tio­nen, die Dis­ser­ta­ti­ons­schrift, die­ses Web­log, tau­sende Zei­len Code – die Spitze eines Zeichen-​​Eisberges. Denn erst durch Schrei­ben wer­den Ideen mani­fest und ande­ren mit­teil­bar. Wir leben im Zeit­al­ter der Kon­zepte, die immer wie­der neu erdacht, prä­sen­tiert, ver­än­dert und ver­wor­fen wer­den, nur ein klei­ner Teil wird umgesetzt.

Pro­gram­mie­ren ist letzt­end­lich ähnlich, nur dass die Spra­che ein­ge­schränkt ist. Jede Pro­gram­mier­spra­che hat ihren eige­nen Satz von Befeh­len, den man müh­sam ler­nen muss. Aber sobald man grö­ßere Pro­jekte umsetzt, beginnt ein schrei­be­ri­scher Pro­zess, denn Klas­sen und Funk­tio­nen müs­sen benannt wer­den. Man ist völ­lig frei dabei und es ent­steht ein Pro­gramm, also ein sprach­lich defi­nier­tes Uni­ver­sum aus selbst­er­dach­ten Bezeich­nun­gen. Und ähnlich wie ein guter Text muss auch guter Code fokus­siert und klar sein. Das Gegen­stück zum end­lo­sen Absatz ist eine end­lose Funk­tion oder his­to­risch gewach­sene Klasse, die man nicht mehr über­blickt. Absätze unter­tei­len gedank­li­che Ein­hei­ten, genau so wie Funk­tio­nen und Klas­sen dies beim Pro­gram­mie­ren tun.

Ergonomische Tastatur

Zwei Tas­ten feh­len noch zur Voll­en­dung, das V und Links

Und des­halb bin ich froh, eine wun­der­bare ergo­no­mi­sche Tas­ta­tur zu benut­zen, die meine Hände schont. Sie ist ganz und gar dar­auf aus­ge­legt, mei­nen Hän­den die Tip­par­beit zu erleich­tern. Für Außen­ste­hende mutet ihr Anblick aller­dings befremd­lich an, zuguns­ten der Ergo­no­mie haben die Her­stel­ler die Tas­ten in zwei Kuh­len ange­ord­net und einige Tas­ten in die Mitte der Tas­ta­tur ver­setzt, damit die Dau­men stär­ker gefor­dert wer­den. Denn sonst ist es dem armen klei­nen Fin­ger vor­be­hal­ten, sich bei jedem Enter mit einer Ver­ren­kung nach rechts zu sprei­zen, wäh­rend die Dau­men als Mus­kel­protze der Fin­ger ledig­lich beim Leer­zei­chen zum Ein­satz kommen.

Und ges­tern habe ich diese Tas­ta­tur lie­be­voll aus­ein­an­der genom­men, die ver­schwitz­ten Hand­bal­len­pols­ter ent­fernt und alles gründ­lich gerei­nigt. Eine schöne Auf­gabe, jetzt glänzt sie wie­der fast wie zu Beginn und lädt wie­der ein zum Tippen.

Anlass

Vor kur­zem habe ich mei­nen Rech­ner neu auf­ge­setzt, nun ist Win­dows 7 mein Betriebs­sys­tem. Ubuntu Linux läuft nun als vir­tu­elle Maschine mit dem VMware Player.

Zutritt verboten

Pri­vat­späre

Im Zuge der Neu­in­stal­la­tion habe ich mir auch Gedan­ken zum Thema Email-​​Sicherheit gemacht. Bereits 2003 hatte ich mir ein Schlüs­sel­paar (der öffent­li­che Teil des Schlüs­sels ist auf diver­sen Key-​​Servern ver­füg­bar) erzeugt, die­ses aber nur gele­gent­lich genutzt. Das wird sich nun wie­der ändern!

Warum ver­schlüs­seln?

Ange­sto­ßen durch die Dis­kus­sio­nen über die stän­dig schrump­fende Pri­vat­sphäre möchte ich mir einen Teil mei­ner Pri­vat­sphäre zurück­er­obern – pri­vate Emails sind da ein wich­ti­ger Bestand­teil. Nor­male Emails sind wie Post­kar­ten, auf allen Ser­vern kann man sie mit den ent­spre­chen­den Zugriffs­rech­ten lesen. Die Ver­schlüs­se­lung ist wie ein Brief­um­schlag, der den pri­va­ten Inhalt vor neu­gie­ri­gen Bli­cken schützt. Die zuneh­mende Kom­mu­ni­ka­tion über soziale Netz­werke sehe ich kri­tisch, da kom­mer­zi­elle Inter­es­sen dort domi­nie­ren und die hohen Anfangs­in­ves­ti­tio­nen irgend­wann rein­kom­men müs­sen. Gerade Face­book ist durch einige Vor­fälle in die Kri­tik gera­ten (siehe z.B. Face­books unsicht­bare Lis­ten in der ZEIT).

Im unter­neh­me­ri­schen Umfeld ist das Ver­schlüs­seln von Daten noch wich­ti­ger, da man wich­tige Doku­mente ungern an Dritte wei­ter­rei­chen würde. Dass dies heute nur sehr wenige Fir­men machen, ist für mich kaum nach­voll­zieh­bar. Ver­träge, tech­ni­sche Doku­mente oder Soft­ware wer­den so quasi als Post­karte ver­sen­det, Indus­trie­spio­nage erheb­lich vereinfacht.

Öffent­li­cher und gehei­mer Schlüs­sel beim RSA-​​Verfahren

Tech­nisch beruht die Ver­schlüs­se­lung von Emails auf dem RSA-​​Kryptosystem. Mit einem geeig­ne­ten Pro­gramm könnt ihr euch ein Schlüs­sel­paar erzeu­gen, wel­ches aus einem gehei­men und einem öffent­li­chen Schlüs­sel besteht. Den öffent­li­chen Schlüs­sel könnt ihr her­um­schi­cken, mit ihm kann ich auch Nach­rich­ten an euch ver­schlüs­seln, die ihr nur mit eurem gehei­men Schlüs­sel ent­schlüs­seln könnt. Das Signie­ren von Nach­rich­ten ist eine andere Sache, dafür nehmt ihr euren gehei­men Schlüs­sel und der Emp­fän­ger kann mit Hilfe eures öffent­li­chen Schlüs­sels fest­stel­len, ob die Nach­richt wirk­lich von euch stammt.

Damit das Ganze Sinn macht, brau­che ich aber eure Mit­hilfe. Denn ich allein kann meine Nach­rich­ten ledig­lich signie­ren, sie sind dann aber immer noch für jeder­mann les­bar. Erst wenn ihr mit­macht und mir eure öffent­li­chen Schlüs­sel zukom­men lasst, kann ich Nach­rich­ten an euch verschlüsseln.

So geht’s los

Für die meis­ten Email-​​Programme gibt es Zusätze zum Ver­schlüs­seln. Ich per­sön­lich ver­wende Mozilla Thun­der­bird mit dem Enig­mail–Plu­gin. Für Win­dows und damit auch Out­look gibt es mit Gpg4win eben­falls ein kom­for­ta­bles Zusatz­werk­zeug, mit dem ich auf Arbeit bereits gute Erfah­run­gen gesam­melt habe. In der Linux-​​Welt ist GnuPG der Quasi-​​Standard, die meis­ten ande­ren Pro­gramme und Werk­zeuge basie­ren darauf.

Nach der Instal­la­tion könnt ihr euch ein Schlüs­sel­paar anle­gen. Folgt ein­fach den Stan­dard­vor­ga­ben und macht auf jeden Fall eine Siche­rungs­ko­pie eurer bei­den Schlüs­sel! Euer pri­va­ter Schlüs­sel wird zusätz­lich mit einem Pass­wort geschützt. Dann könnt ihr euren öffent­li­chen Schlüs­sel expor­tie­ren und her­um­schi­cken oder ihn auf einen Schlüssel-​​Server laden.

Das Ver­schlüs­seln ist ein wenig gewöh­nungs­be­dürf­tig und ein zusätz­li­cher Schritt. Aber ich denke, dass sich die­ser Auf­wand lohnt.

Heute habe ich die Löschung mei­nes studiVZ-​​Nutzerkontos ver­an­lasst. Die Gründe dafür waren vielfältig:

  1. Ich bin mitt­ler­weile echt kein Stu­dent mehr, wirk­lich nicht.
  2. Ich habe mich in letz­ter Zeit kaum noch dort betätigt.
  3. Auf Face­book sind mehr von mei­nen Freunden.
  4. Weni­ger Kom­ple­xi­tät ist immer besser.

Falls ihr also in Kon­takt mit mir blei­ben möch­tet, ste­hen euch wei­ter­hin Face­book, twit­ter und natür­lich die­ses Web­log zur Ver­fü­gung. Bei Face­book bin ich aber auch am Zwei­feln, die kom­mer­zi­elle Aus­rich­tung (gezielte Wer­bung), die Daten­schutz­kon­tro­ver­sen und der geringe Nutz­wert ste­hen auf der Nega­tiv­seite. Die meis­ten Bei­träge sind eher mäßig und fres­sen ein­fach Zeit. Es sind alles Informations-​​Fetzchen, meist aus frem­der Quelle, ganz zu schwei­gen von den Facebook-​​Programmen, deren Haupt­auf­gabe darin zu beste­hen scheint, Sta­tus­mel­dun­gen am lau­fen­den Band zu pro­du­zie­ren. Ich weiß, wovon ich rede – auch ich habe Farm­ville gespielt. Der Nut­zen für mich ist pri­mär, auf Inhalte in mei­nem Web­log hin­zu­wei­sen, die dadurch mei­nen Bekann­ten even­tu­ell zugäng­lich wer­den, wenn sie gerade rein­schauen und meine Sta­tus­mel­dun­gen nicht ausblenden.

Twit­ter nutze ich nicht so oft, im Grunde ist es aber wie ein abge­speck­tes Face­book, nur kurze Text­nach­rich­ten, kein Multimedia-​​Schnickschnack. Und vor allem keine Emails, mit denen Face­book einen regel­mä­ßig erfreut.

Aber ande­rer­seits ist es auch span­nend, am Zahn der Zeit zu sein. Bestimmte Leute kom­mu­ni­zie­ren gar nicht mehr per Email, da läuft alles über soziale Netz­werke. Für diese Leute exis­tiert man als Facebook-​​Verachter dann quasi nicht mehr. Es bleibt eine span­nende Ent­schei­dung, wie­viel man von sich preis gibt und was man davon hat.