Der Rech­ner steht noch, fast alle übri­gen mobi­len Besitz­tü­mer sind ver­packt in Umzugs­kis­ten. Soeben war die Küche dran. In den letz­ten zwei Tagen habe ich einen Hass auf mei­nen Besitz ent­wi­ckelt, auf den jeder Kom­mu­nist stolz sein könnte. Denn mal ganz ehr­lich – wie viel von dem Kram in der eige­nen Woh­nung benö­tigt man wirk­lich? Das ist doch ein ver­schwin­dend gerin­ger Anteil, den Rest bil­den Erin­ne­rungs­stü­cke und über­flüs­sige Geschenke. Und all das musste ich jetzt ein­zeln anfas­sen und ver­pa­cken. Und in der neuen Woh­nung werde ich den gan­zen Plun­der wie­der aus­pa­cken, in mei­nen Schrän­ken ver­stauen und wei­ter­hin nur sehr sel­ten gebrauchen.

Besitz lähmt, er hängt wie ein Klotz am Bein. Nor­ma­ler­weise bemerkt man das nicht, nur beim Umzie­hen kriegt man ein Gefühl für das ganze Aus­maß des ange­häuf­ten Plun­ders. Man sollte öfter umzie­hen und mehr weg­schmei­ßen oder verschenken.