Zum Inhalt springen

mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

Archiv

Tag: Alpen

Start der Wan­de­rung bei Kemmeriboden-​​Bad

Schnee­spu­ren

Von den Wan­der­weg­wei­sern schaut nicht mehr viel raus.

Die­sen stei­len Hang muss­ten wir erklimmen.

Drei son­nige Tage in den Ber­gen mit feins­tem Essen – so lässt sich das letzte Wochen­ende am bes­ten zusam­men­fas­sen. Wir wähl­ten eine nicht so über­lau­fene Gegend nörd­lich von Disen­tis und zwei nicht mehr bewirt­schaf­tete Hüt­ten. Meine Wan­der­kol­le­gen ent­wi­ckel­ten in der Ver­gan­gen­heit einen immen­sen Ehr­geiz zu kuli­na­ri­schen Glanz­leis­tun­gen – ich wurde so Zeuge eines unver­gess­li­chen Wanderausflugs.

Sams­tag, 1. Oktober

Wan­de­rung

  • Anreise nach Disentis
  • Alp­taxi zur Alp Cav­r­ein Sut (1531 m)
  • Cavardiras-​​Tal
  • Cavardiras-​​Hütte (2649 m)

Menü

  1. Honig­me­lone mit Parmaschinken
  2. Zuckerhut-​​Salat mit fran­zö­si­schem Dressing
  3. Käse­fon­due

Sonn­tag, 2. Oktober

Wan­de­rung

Menü

  1. Kopf­sa­lat mit fran­zö­si­schem Dressing
  2. Kas­s­ler mit Boh­nen in Sah­nes­oße und Kartoffelbrei
  3. Rotwein-​​Creme

Mon­tag, 3. Oktober

Wan­de­rung

  • Hüfi-​​Hütte (2334 m)
  • Bal­men­scha­chen (1349 m)

Son­ni­ger Aus­blick von der Cavardiras-​​Hütte

Glei­ßende Wassertropfen

Käse­fon­due muss sein

Herbst­li­cher Far­ben­rausch Balmertal

Sil­hou­ette

Hüfi-​​Hütte

Ganz in der Nähe von Engel­berg befin­den sich einige Klet­ter­steige. Das schöne Sonn­tags­wet­ter nutzte ich, um gleich zwei kür­zere Klet­ter­steige zu bewäl­ti­gen – den recht ein­fa­chen Brunnistöckli-​​Klettersteig und danach den deut­lich anstren­gen­de­ren, weil über­hän­gen­den Zittergrat.

Ein­hän­dig auf dem Weg nach oben

Nah­auf­nahme auf einer Klettersteig-​​Leiter

Eine wei­tere Hoch­tour liegt hin­ter mir, ich erklomm den Glar­ner Gip­fel Vren­e­lis­gärtli. Es ist eine leichte Hoch­tour mit einer aus­ge­dehn­ten Glet­scher­pas­sage, einer stei­len, fast senk­rech­ten Wand und einem schnee­be­deck­ten Grat. Und man darf natür­lich den einen oder ande­ren Höhen­me­ter überwinden.

  • Klön­tal, Platz (853 m)
  • Chä­se­ren (1385 m)
  • Über­nach­tung in der Glär­nisch­hütte SAC (1990 m)
  • Glär­nisch­firn
  • Vren­e­lis­gärtli (2904 m)

Auf dem Weg zur Hütte

Glet­scher im Morgengrauen

Magi­scher Moment auf dem Gipfel

Schwan­de­ner Grat, unten sieht man eine Gruppe von Alpinisten

Steig­ei­sen gehö­ren zur Grund­aus­rüs­tung des Tourengängers

Drei Tage Wan­dern und Klet­ter­steige – aus­ge­hend von der Rie­der­alp unter­nahm ich drei inten­sive Berg­wan­de­run­gen in der nähe­ren Umge­bung. Die Haupt­at­trak­tion in die­ser Gegend ist der Aletsch­glet­scher, der längste und flä­chen­mä­ßig größte Glet­scher der Alpen. Wie alle Glet­scher ist er am Schrump­fen, so dass ich schnell noch einen Blick dar­auf erha­schen wollte.

Weitwinkel-​​Aufnahme des Aletsch­glet­schers vom Eggis­horn aus

Sonn­tag, 10. Juli (Link zur Tour)

  • Rie­der­alp (1905 m)
  • Rie­der­furka (2065 m)
  • Teiffe Wald
  • Kalk­ofen
  • Umkehr wegen ein­set­zen­den Regens
  • Rie­der­alp

Mon­tag, 11. Juli (Link zur Tour)

  • Rie­der­alp (1905 m)
  • Bett­me­r­alp (1948 m)
  • Fie­scher­alp (2212 m)
  • Seil­bahn zum Eggishorn
  • Eggis­horn (2926 m)
  • Klet­ter­steig Eggishorn
  • Bettmergrat-​​Höhenweg
  • Bett­mer­horn (2858 m)
  • Seil­bahn zur Bettmeralp
  • Rie­der­alp

Diens­tag, 12. Juli (Link zur Tour)

  • Rie­der­alp (1905 m)
  • Rie­der­furka (2065 m)
  • Teiffe Wald
  • Grün­see (1614 m)
  • Hän­ge­brü­cke
  • Obera­letsch (1756 m)
  • Aletsch-​​Klettersteig am Stau­see Gibi­dun, östli­cher Teil (1439 m)
  • Nes­sul (1956 m)
  • Rie­der­furka
  • Rie­der­alp

Seit 2008 führt eine Hän­ge­brü­cke über das Massatal.

Eine neue Erfah­rung war für mich die Benut­zung einer Tyro­li­enne (Seil­brü­cke). Die letzte Schlucht kurz vor Ende des Klet­ter­steigs wurde ledig­lich von zwei Sei­len über­spannt. An einer Vor­rich­tung konnte man sich nun dran­hän­gen und auf der leicht abschüs­si­gen Stre­cke zum ande­ren Ufer rut­schen. Es ist ein immen­ser Kon­troll­ver­lust, da man unter den Füßen nichts mehr hat. Es heißt los­las­sen und ver­trauen, brem­sen konnte ich mit dem Rück­hol­seil. Ein schö­nes Gefühl, lebend anzukommen!

Am Gip­fel­kreuz des Bettmerhorns