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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

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Tag: Bergwandern

Die wesent­li­chen Weg­punkte unse­rer Wan­de­rung waren

  1. Schwan­den, Gla­rus, 520 m, 8:30
  2. Schwändi, 701 m
  3. Sien­en­to­bel
  4. Furggle, 2086 m
  5. Vor­de­rer Glär­nisch, 2327 m, 14:30
  6. Vor­de­res Schlattalpli
  7. Rho­dan­nen­berg am Klön­ta­ler See, 851 m, 17:00

Es war die bis­lang anstren­gendste Berg­wan­de­rung. Von Schwan­den aus bestie­gen wir den Vor­de­ren Glär­nisch und anschlie­ßend ging es run­ter zum Klön­ta­ler See, also 1800 Meter rauf und 1500 Meter run­ter. Der Auf­stieg war zudem kein gut mar­kier­ter Wan­der­weg, stel­len­weise gab es zwar Weg­zei­chen und einen aus­ge­tre­te­nen Pfad, aber an ande­ren Stel­len muss­ten wir uns selbst einen Weg durchs knie­tiefe Gras oder über rut­schige Geröll­hal­den bah­nen. Ein­mal haben wir uns sogar ver­lau­fen und muss­ten zurück. Höhe­punkt des Auf­stie­ges war sicher­lich die Chirchli-​​Felsgruppe.

Es war als Fami­li­en­aus­flug geplant, als Geburts­tags­über­ra­schung für eine nichts­ah­nende Jubi­lan­tin, die sich im Zug plötz­lich von ihrer gesam­ten erwei­ter­ten Fami­lie und vie­len guten alten Freun­den umringt sah. Die Fahrt ging nach Ander­matt, von wo aus ein gemäch­lich anstei­gen­der Berg­pfad zur Ver­mi­gel­hütte führte. Die Wan­de­rung war mit reich­lich drei Stun­den ange­ge­ben und nach die­ser Zeit waren wir dann in einer wun­der­schö­nen Berg­land­schaft ange­kom­men. Die Zivi­li­sa­tion mit ihren Annehm­lich­kei­ten war zu einer Berg­hütte mit war­mer Küche und Mas­sen­la­ger zusammengeschmolzen.

Von der Ver­mi­gel­hütte sind einige hohe 2000er in Reich­weite, auf den Gems­stock (2961 m), den man in unge­fähr drei Stun­den errei­chen kann, geht eine Seil­bahn von Ander­matt hoch. Den Pizzo Cen­trale (2999 m) sieht man eben­falls von der Hütte aus. Die Berge locken…

In der Nähe der Stadt Schwyz erhe­ben sich zwei male­ri­sche Fels­ke­gel über das Umland – die bei­den Mythen. Auf den Gro­ßen Mythen führt ein gut aus­ge­bau­ter Wan­der­weg, auf sei­nen klei­nen Bru­der ein alpi­ner Wan­der­weg für die Leute, die das wirk­lich wol­len. Wer es noch schwie­ri­ger mag, fin­det im Mythen-​​Gelände auch reine Klet­ter­rou­ten. Und eine sol­che knöpf­ten wir uns zu viert an die­sem son­ni­gen Sonn­tag vor.

Wir wähl­ten die ein­fachste Route zum Zwi­schen­pla­teau, wel­che im Klet­ter­füh­rer mit III+ aus­ge­wie­sen war. Trotz die­ser rela­tiv gerin­gen Schwie­rig­keit brauch­ten wir recht lange, an die vier Stun­den waren wir mit den elf Seil­län­gen beschäf­tigt. Wir ver­lo­ren Zeit vor allem beim Sichern und Nach­ho­len, außer­dem erwie­sen sich die engen Klet­ter­schuhe als unprak­tisch auf dem sehr gra­si­gen Auf­stieg. Wan­der­schuhe mit Pro­fil­sohle reich­ten völ­lig aus. Zusätz­lich star­te­ten hin­ter uns noch wei­tere Seil­schaf­ten, die wesent­lich erfah­re­ner und schnel­ler waren und unse­ren Weg teil­weise kreuz­ten. Den zwei­ten Abschnitt bestrit­ten wir dann auf einem schö­nen IIer Grat­weg. Es war ein sehr sch¨ner Auf­stieg, auf dem Gip­fel wur­den wir dann auch von den Wan­de­rern neu­gie­rig beäugt und nach Ein­zel­hei­ten des Weges aus­ge­fragt. Aber mit Helm und Son­nen­brille passte ich wohl in das Kli­schee des ver­we­ge­nen Klet­te­rers, wenn­gleich mir dies nach dem leich­ten IIer Auf­stieg etwas unpas­send vorkam.

Route: Brunni (1102m) — Zwü­schet Mythen (1356m) — Klei­ner Mythen (1811m) — Hag­gen­spitz (1761m) — Brunni (1102m)

Zu fünft mach­ten wir uns bei etwas wol­ki­gem Wet­ter auf den Weg. Wir lie­ßen den Gro­ßen Mythen links lie­gen, auf den ein gut aus­ge­bau­ter Wan­der­weg führt. Der Kleine Mythen und der Hag­gen­spitz waren unser Ziel. Auf diese führt nur ein Berg­wan­der­weg mit eini­gen Klet­ter­pas­sa­gen. Tritt­si­cher­heit und Hand­ein­satz waren gefragt, außer­dem waren die Berg­schuhe teil­weise etwas feucht und der Boden rut­schig. Aber es ging alles gut und wir kamen alle wohl­be­hal­ten wie­der in Brunni an.