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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

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Tag: Diplomarbeit

Die letz­ten Tage waren schon ziem­lich hart. Den Groß­teil des Tages ver­brachte ich vor dem Rech­ner, ging all die Kor­rek­tur­vor­schläge hilfs­be­rei­ter Mit­men­schen durch. Ich ent­wi­ckelte dann so einen spe­zi­el­len Gemüts­zu­stand, in dem man gut Kor­rek­tu­ren ein­bauen kann, was zu Las­ten aller ande­ren Akti­vi­tä­ten und Tätig­kei­ten geht. Die ganze Welt jen­seits der Text­blö­cke erscheint dann auf ein­mal so unwirk­lich, so fern. Mein Geist erfasst diese Dinge dann mit so einer gewis­sen Ver­zö­ge­rung, als wun­dere er sich immer wie­der, dass es kein Text ist. Es ist schon ein eigen­ar­ti­ger Zustand, der Kopf fühlt sich auch etwas schwe­rer an als sonst. Ich hoffe ein­fach mal, das ist dann nächste Woche zu Ende, wenn ich mich end­lich mit ande­ren Pro­ble­men (Druck, Bin­dung) her­um­schla­gen darf.

Korrekturen einbauen

Apr 4
Allgemein

Also bis jetzt hat mir diese ganze Sache mit der Diplom­ar­beit doch gro­ßen Spaß gemacht. Mit mei­nem kon­ti­nu­ier­li­chen, ent­spann­ten Arbeits­stil kam ich gut voran und hatte doch stets das Gefühl, mich geschickt aus­zu­drü­cken und klar und ver­ständ­lich zu schrei­ben. Doch dann machte ich den Feh­ler, eini­gen Freun­den meine Diplom­ar­beit zum Kor­rek­tur­le­sen zu überreichen.

Eigent­lich heischte ich ja nur nach Bestä­ti­gung. So in der Form: „Also Mathias, ich konnte ein­fach keine Feh­ler fin­den. Nur zwei Recht­schreib­feh­ler musste ich dir anstrei­chen, hast dich wohl vertippt.”

Jetzt lie­gen drei Papier­sta­pel neben mir und jeder ent­hält Anstrei­chun­gen und Kor­rek­tur­vor­schläge in einer ande­ren Farbe. Meine eigene Unper­fek­tion wird mir so auf jeder Seite erneut vor Augen geführt. Das ein­zig Posi­tive ist, dass es nur wenige Stel­len gibt, wo alle Kor­rek­to­ren einer Mei­nung sind, wenige von die­sen ganz kras­sen Recht­schreib­feh­lern. So bleibt mir doch die­ser stille Tri­umph, meine Kor­rek­to­ren durch Ver­mei­dung tri­via­ler Feh­ler zu einer viel kri­ti­sche­ren und peni­ble­ren Arbeits­weise ver­führt zu haben.

Gele­gent­lich soll ja (angeb­lich) der Ein­druck ent­ste­hen, ich würde nicht unun­ter­bro­chen mit vol­ler Hin­gabe an mei­ner Diplom­ar­beit arbei­ten. Um dem mal ent­ge­gen­zu­wir­ken, eine kleine anschau­li­che Gra­fik dar­aus. Sie zeigt, womit ich mich gerade beschäf­tige, dem Aus­wer­ten von Matrix-​​Daten.

Momentaufnahme

Die Sen­so­ren sind als Feld der Größe 8×16 ange­ord­net, das Ganze befin­det sich über einer Tür und über­wacht quasi den Ein­gangs­be­reich. Inter­es­sant ist nun die Frage, ob man z.B. die ein­tre­ten­den und her­aus­lau­fen­den Leute zäh­len kann. Dafür muss man aber erst mal wis­sen, wohin sie lau­fen. Aber genug, die Gra­fik zeigt jeden­falls eine Moment­auf­nahme von so einer Personen-​​Durchquerung. Ich selbst bin der­je­nige, wel­cher diese Mess­werte ver­ur­sacht hat. Erken­nen kann man mich wohl eher nicht…