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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

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Tag: ETH

Lesung „Novecento”

Apr 27
Allgemein

Ges­tern las ich zum zwei­ten Mal „Nove­cento — Die Legende vom Oze­an­pia­nis­ten”. Im Gegen­satz zur Dresd­ner Abschieds­le­sung war diese weni­ger dra­ma­tisch ange­haucht, und es kamen auch wesent­lich weni­ger Leute. Den­noch, es war ein schö­nes Ereig­nis, rou­ti­niert ließ ich meine Stimme im Raum schwe­ben und die begeis­ter­ten Bli­cke und der tosende Applaus am Ende waren wun­der­voll. Der Pia­nist hat lus­ti­ger­weise den glei­chen Vor­na­men wie ich, also auch mit nur einem T geschrie­ben. Die von ihm gewähl­ten Stü­cke pass­ten gut, wir wech­sel­ten uns vor­züg­lich ab. Es ist ein­fach schade, wie wenig Leute zu so einem Ereig­nis kom­men, dabei gab es ziem­lich viel Öffentlichkeitsarbeit.

Kulturfestival 150, Lesung

Nov 10
Allgemein

Im Rah­men mei­ner Ankunft hier fan­den und fin­den ja zahl­rei­che Emp­fänge und Akti­vi­tä­ten statt. Die ETH – unter dem Vor­wand ihres 150jährigen Beste­hens – hat sich beson­ders viel ein­fal­len las­sen, um mich ange­mes­sen will­kom­men zu hei­ßen. Auch die Kul­tur­stelle der Stu­den­ten­ver­ei­ni­gung (VSETH) mischt da mit, um ein wenig kul­tu­rel­len Glanz ins Leben der Tech­nik­stu­den­ten zu bringen.

Jeden­falls haben sie mich gebe­ten, beim Kul­tur­fes­ti­val eine kleine Lesung zur Unter­hal­tung der Teil­neh­mer und Gäste zu hal­ten, was ich natür­lich gern tue. Außer­dem soll ich die Sie­ger­texte vor­tra­gen, ich hoffe nur, es schreibt kei­ner in Züri­deutsch. Die Teil­neh­mer des Fes­ti­vals sol­len in rela­tiv kur­zer Zeit in ver­schie­de­nen Kate­go­rien tätig wer­den und das Ergeb­nis ist dann natür­lich stets mit der 150 in Ver­bin­dung. Ein Gedicht mit 150 Wör­tern, ein Text von 150 Zei­len, ein Foto 150×150 mm^2 etc.

Diese Lesung wird am Abend des 2. Dezem­ber stei­gen, im CAB-​​Bau des zen­tra­len Cam­pus. Dort soll es sogar einen spe­zi­el­len Raum für Lesun­gen geben. Ich bin gespannt, wie­viele Tech­ni­ker sich dann dort ver­sam­meln, um mir beim Lesen des „Kon­tra­bass” zu lauschen.

Polyball

Nov 7
Allgemein

Ein gro­ßes Ereig­nis, wel­ches bald ansteht, ist der Poly­ball. Das gesamte Haupt­ge­bäude der ETH wird zur Tanz­flä­che, alle mög­li­chen Arten von Musik wer­den gespielt. Tau­sende Leute drän­gen sich auf den Tanz­flä­chen, die Tan­zen­thu­si­as­ten genie­ßen ihre Auf­tritte, die weni­ger Begab­ten sor­gen für platte Füße und lus­tige Rem­pe­leien. Für mich als neu Hin­zu­ge­zo­ge­nen stellt sich natür­lich die Frage, mit wem ich zu die­sem Ereig­nis gehen soll. Aber das wird sich hof­fent­lich noch klären.

AVETH

Aug 31

Hin­ter die­sem Buch­sta­ben­sa­lat ver­birgt sich die Aka­de­mi­sche Ver­ei­ni­gung des Mit­tel­baus an der ETH Zürich. Die meis­ten akti­ven Mit­glie­der (das nennt sich dann Vor­stand) sind Dok­to­ran­den, Assis­ten­ten sucht man ver­geb­lich. Im Grunde kommt mir das Ganze wie ein Fach­schafts­rat für Dok­to­ran­den vor. Und als enga­gier­ter FSR-​​Mensch (man könnte auch von einer FSR-​​Schädigung spre­chen) suchte und fand ich natür­lich nach Mög­lich­kei­ten, den Dunst­kreis mei­nes Labors zu ver­las­sen und auch völ­lig andere (naja, fast völ­lig andere) Men­schen ken­nen zu lernen.

Die erste Vor­stands­sit­zung, bei der ich dabei war, liegt nun auch schon ein bis zwei Wochen zurück. Wir waren sie­ben Leute, also ein klei­ner Hau­fen unent­weg­ter Mittelbau-​​Vertreter. Der Prä­si­dent (Paolo) und noch jemand anders waren die ein­zi­gen Schwei­zer, alle ande­ren stam­men aus Deutsch­land, die meis­ten waren bei FSRs aktiv. Also immer wie­der ein ähnli­ches Mus­ter, das mit unbarm­her­zi­ger Härte zuschlägt. Ein­mal FSR, immer FSR.

Das Büro liegt im zen­tra­len ETH-​​Campus. Ähnlich wie beim ers­ten bonding-​​Büro ganz oben, unter dem Dach. Neben­bei bemerkt hat man eine vor­züg­li­che Aus­sicht über die Zür­cher Innen­stadt. Aber da sind wir wohl nur zu den Bespre­chun­gen, ansons­ten tref­fen sich die Arbeits­grup­pen spon­tan irgendwo. Ist schon was ande­res als FSR, das Ganze ist abs­trak­ter, da sich die Gemein­sam­kei­ten im Grunde auf das Ange­stell­ten­da­sein an der ETH und dem Woh­nen in oder bei Zürich beschränken.

Diese Woche ist schnell ver­gan­gen. Ich ver­brachte lange Tage im Labor und beschäf­tigte mich aus­führ­lich mit dem Lokomat-​​Roboter und sei­ner viel­fäl­ti­gen Steue­rung. Es ist zwar schwie­rig, sich in ein solch gro­ßes und kom­ple­xes Pro­jekt inner­halb weni­ger Tage hin­ein­zu­den­ken, aber die wich­tigs­ten Kom­po­nen­ten und Rege­lungs­schlei­fen kenne ich jetzt. Sehr hilf­reich war, dass für die Pro­gram­mie­rung der Rege­lung Mat­Lab Simu­link ver­wen­det wurde. Das ist eine gra­fi­sche Art der Pro­gram­mie­rung, die dem Inge­nieurs­den­ken sehr nahe kommt. This week really pas­sed quickly. I spent some long days in the lab and got acquain­ted with the Loko­mat robot and his various con­trol con­cepts. It is dif­fi­cult to really get into such a huge and com­plex pro­ject wit­hing a few days, but I got a grip on the most import­ant com­ponents and con­trol loops. Very hel­pful was that the ent­ire con­trol pro­gram was crea­ted by Mat­Lab Simu­Link. That’s a gra­phi­cal way of pro­gramming what is pretty close to how engi­neers think.
Mar­tin and Michael are the two guys that have worked on the pro­ject, that I am bound to con­ti­nue in July. Michael wrote a Diploma the­sis and worked for half a year on the pro­ject after finis­hing that. He will con­ti­nue in Munich with his PhD. Mar­tin did his PhD on the Loko­mat pro­ject in Munich and Zurich with Prof. Rie­ner. So he is the main expert with the system. Mar­tin und Michael arbei­ten momen­tan am Pro­jekt, beide wer­den jedoch bald auf­hö­ren. Michael schrieb seine Dipom­ar­beit zu einem Pro­jekt­thema und hat auch danach noch ein hal­bes Jahr wei­ter­ge­macht. Er wird als nächs­tes in Mün­chen eine Dok­to­ran­den­stelle antre­ten. Mar­tin hat seine Dis­ser­ta­tion zum Lokomat-​​Projekt mit Prof. Rie­ner in Mün­chen und Zürich gemacht. Somit ist er der Haupt­ex­perte des Systems.