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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

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Tag: Felsen

An einem Tag, an dem es angeb­lich nach­mit­tags reg­nen sollte, zogen wir los in die Berge. Es reg­nete nicht und wir mach­ten einige wun­der­schöne Wege.

Hirsch­grund­ke­gel Empor­kante V Nachs­tieg
Scherge Ost­kante IV Vor­stieg
Hirsch­grund­warte Plat­ten­ka­min II Vor­stieg

Es war ein­fach zu ver­lo­ckend! Wie­der Son­nen­schein, wie­der lock­ten die Fel­sen. Und so fuhr ich — dies­mal mit einer sehr gro­ßen Truppe — erneut hin­aus, um auf selt­sam geformte Steine zu klet­tern. Die Bilanz des heu­ti­gen Tages kann sich sehen lassen.

Honig­stein­scheibe Alter Weg IV Vor­stieg
Honig­stein­scheibe Süd­wand VI Nachs­tieg
Mai­turm Alter Weg III Nachs­tieg
Honig­stein­kopf Juni­weg II Nachs­tieg

Hand beim Klettern

Es waren jedoch eher klei­nere Fel­sen mit nicht ganz so spek­ta­ku­lä­ren Wegen, auf die wir uns heute wag­ten. Doch auch dies gehört dazu, man kann halt nicht immer nur die abso­lu­ten Per­len machen. Einige Wege heute waren auch sehr brö­cke­lig und san­dig, was vor allem beim Vor­stei­gen eine gewisse Ner­vo­si­tät auf­kom­men lässt. Aber ich hielt mich nach der ers­ten Hel­den­tat (drei andere Leute hat­ten sich schon am Alten Weg der Honig­stein­scheibe aus­pro­biert) auch etwas zurück und ließ die „jun­gen Wil­den” vor. Das mar­kan­teste Zei­chen mei­ner Frisch­luft­ak­ti­vi­tä­ten des Wochen­en­des ist wohl das Gefühl eines leich­ten Son­nen­bran­des in Gesicht und Nacken.

Heute erklet­terte ich mit klei­ner Truppe den Schus­ter­weg zum Gip­fel des Fal­ken­steins. Der Fal­ken­stein ist der höchste ein­zel­ste­hende Fel­sen der Säch­si­schen Schweiz, der Schus­ter­weg ein Klas­si­ker. Er ist mit Stufe III nicht gerade extrem schwie­rig, aber sehr lang und schön abwechslungsreich.

Fuss beim Klettern

Die früh­lings­hafte Sonne wärmte uns auf eini­gen Abschnit­ten des Weges. Doch in den Klüf­ten und Kami­nen des gro­ßen Steins, fernab der Sonne, hauchte uns noch der Win­ter mit sei­nem eisi­gen Atem an. Aber hoch oben auf dem Gip­fel, der Sonne so nahe, war all dies ver­ges­sen. Wir aßen leckere Gip­fel­scho­ko­lade, tru­gen uns ins Buch ein und sonn­ten uns aus­gie­big. Ein Traum!

Die span­nendste Stelle nennt sich Por­zel­lank­ante. Es han­delt sich um einen Riss, der unge­fähr vier Meter hoch ist. Er bekam sei­nen Namen durch die beson­dere Struk­tu­rie­rung des Gesteins. Auf jeden Fall ist die­ser Abschnitt sehr grif­fig, wodurch der leichte Über­hang kein gro­ßes Pro­blem ist.

Ges­tern erlebte ich die abge­fah­renste Foto­ses­sion über­haupt. Zusam­men mit Arne wollte ich für ein Aus­tausch­pro­jekt ein paar Klet­ter­fo­tos machen. Vor­stel­lun­gen hatte ich schon, in wel­che Rich­tung es gehen sollte. Denn als Nahaufnahmen-​​Liebhaber wollte ich die Ver­bin­dung zwi­schen Klet­te­rer und Fels in Form von Hän­den und Füßen zeigen.

Schatten eines Karabiners mit Halbmast

Bei schöns­tem Früh­lings­wet­ter zogen wir also zum Thürms­dor­fer Stein, denn der hat eine Süd­wand und zugleich eine herr­li­che Aus­sicht. Zuerst mach­ten wir einige boden­nahe Auf­nah­men, ich klet­terte also ein­fach ein Stück nach oben und Arne knipste flei­ßig. Am bes­ten waren wohl die Bil­der zuletzt, denn da ver­lie­ßen mich die Kräfte und ich griff ohne große Über­le­gung ein­fach zu. Nach­dem auch Arne etli­che Male foto­gra­fiert wor­den war, woll­ten wir dann doch noch den einen Weg machen. Es war eine wun­der­schöne Drei, also ein rela­tiv ein­fa­cher Genuss-​​Weg. Arne stieg vor und nahm auch die Kamera mit.

Fuss beim Klettern

Oben am Pfei­ler mach­ten wir dann noch einige Fotos. Stel­len­weise saß ich so halb auf einem Vor­sprung, eine Hand am Fels, die andere mit dem Foto­ap­pa­rat belas­tet, Arne knip­send. Das war schon aben­teu­er­lich. So hoch über dem Boden, auf der Jagd nach DEM Foto.

Hand beim Klettern