Die nächste Evo­lu­ti­ons­stufe des quell­of­fe­nen Betriebs­sys­tems Ubuntu wurde ges­tern vom Sta­pel gelas­sen. Ich habe es heute auch zu Hause instal­liert, nach­dem ich letzte Woche auf Arbeit schon die Beta-​​Version getes­tet hatte. Vor allem optisch ist es ein gewal­ti­ger Schritt nach vorn, die neuen Standard-​​Themes Ambience und Radi­ence gefal­len mir gut. Doch auch hin­ter den Kulis­sen hat sich eini­ges getan.

Ubuntu One

Ubuntu bie­tet für jeden Nut­zer kos­ten­los 2.0 GB Online-​​Speicherplatz an, so dass man Ord­ner, Lese­zei­chen, Nach­rich­ten und Kon­takte zwi­schen ver­schie­de­nen Rech­nern syn­chro­ni­sie­ren kann. Das Upgrade auf 50 GB kos­tet dann 10$ pro Monat.

Thun­der­bird 3.0

Es ist zwar nicht der Ver­dienst von Ubuntu, aber neu ent­hal­ten in der Ver­sion 10.4 ist auch die aktu­elle Ver­sion des Email-​​Clients Thun­der­bird. Mit sei­nem Funk­ti­ons­um­fang (Emails, Adress­buch, Kalen­der, Auf­ga­ben) kann er durch­aus mit Out­look mit­hal­ten. Neu in die­ser Ver­sion ist das Indi­zie­ren von Nach­rich­ten, auch wenn diese nicht direkt auf dem Rech­ner lagern (IMAP). Google Mail bie­tet das schon lange, jetzt kann man also end­lich auch mit Thun­der­bird alle Nach­rich­ten bequem nach Stich­wör­tern durch­su­chen und muss keine Angst mehr um seine Daten bei Google haben.

Social Net­works

Eben­falls neu (zumin­dest für mich) ist die zusam­men­hän­gende Dar­stel­lung ver­schie­de­ner sozia­ler Netz­werke mit Gwib­ber. Jeden­falls kann ich jetzt simul­tan Nach­rich­ten auf Face­book und twit­ter ver­öf­fent­li­chen und anzei­gen las­sen. An sich ist das natür­lich auch nicht neu, aber am Ende ent­schei­det ja immer, wie gut sich das ins Betriebs­sys­tem integriert.

Damit kann ich nur jedem emp­feh­len, das Ganze mal aus­zu­pro­bie­ren. Die Instal­la­tion ist nicht schwie­ri­ger als mit Win­dows und es ist ein­fach immer wie­der erstaun­lich, was auf Open-​​Source-​​Basis alles zustande kommt.