Zum Inhalt springen

Archiv

Tag: Impro-Theater

Man nehme

Dann alles gut durch­mi­schen und fer­tig ist ein amü­san­ter Abend mit vie­len kurz­wei­li­gen Thea­ters­ket­chen. Impro-​​Theater ent­steht im Augen­blick, die Schau­spie­ler wer­den auf die Bühne gewor­fen und müs­sen recht schnell was machen. Es wäre sinn­los, die Sze­nen zu reka­pi­tu­lie­ren, ich kann mich nur noch an ein­zelne Höhe­punkte erin­nern. Ein wenig Weh­mut kam auf in mir, gern hätte ich auf der Bühne gestan­den und das Publi­kum beglückt. Es war schön, einige Leute mei­ner alten Impro-​​Truppe wiederzusehen.

Momen­tan impro­vi­siere ich eher am Arbeits­platz. Die Grund­sätze sind ähnlich. Man weiß nie, was als Nächs­tes pas­siert und muss immer offen für plötz­li­che Wen­dun­gen sein. Außer­dem ist eine aus­ge­prägte posi­tive Hal­tung wich­tig, um auch in schwie­ri­gen Situa­tio­nen das beste Resul­tat zu errei­chen. Das Publi­kum ist in die­sem Fall der Kunde, nächste Woche haben wir unse­ren ers­ten „Auftritt”.

Auf­wär­men

Her­um­lau­fen mit Musik, Stim­mun­gen durch Musik (siehe Pod­cast unten)

Ohr­fei­gen und Küsse

Teil­neh­mer gehen durch den Raum und begrü­ßen sich. Wann immer sich 2 Per­so­nen begeg­nen, müs­sen diese sich die Hände schüt­teln, sich umar­men und eine Ohr­feige ver­pas­sen. Die Rei­hen­folge ist dabei den Teil­neh­mern über­las­sen. Wich­tig dabei ist es sich Zeit zu neh­men und im Laufe der Zeit eine Kör­per­lich­keit zu fin­den. So ent­ste­hen zwangs­läu­fig kleine Geschich­ten zwi­schen den betei­lig­ten Per­so­nen. Teil­neh­mer sol­len reflek­tie­ren, wie sie sich füh­len, wenn sie eine Ohr­feige bekom­men, her­aus­fin­den auf welch unter­schied­li­che Art und Weise sich Hände schüt­teln las­sen und wie sich Umar­mun­gen unter­schied­li­cher Art anfüh­len und wie sich dies in der jewei­li­gen Kör­per­lich­keit bemerk­bar macht.

Klat­schen im Kreis

Rhyth­mus, Anschauen
Zurück, Ducken, nicht nur Nach­barn, Wal­zer­takt mit Fuß

Stimme

Sprach­übun­gen mit Voka­len und stimm­lich anstren­gen­den Kombinationen

Belei­di­gun­gen

2 Grup­pen ste­hen sich gegen­über und ver­kör­pern zwei ver­fein­dete Gangs (Namen geben!). Aus der einen Gruppe tritt eine Per­son her­vor, pflanzt sich vor der ande­ren Gruppe auf und belei­digt die Gang auf der ande­ren Seite: Ihr Warm­du­scher! Die gesamte Gang wie­der­holt die Belei­di­gung (ent­setzt), bevor eine Per­son aus die­ser Gang her­vor tritt und die andere Gang
belei­digt usw.
Wich­tig ist dabei, dass aus vol­lem Her­zen und mit vol­ler Ener­gie belei­digt wird. Im Anschluss an diese Übung muss der gesamte Raum kurz vor dem Explo­die­ren ste­hen.
Immer wei­ter auseinander

Mono­log

Vor­be­rei­te­ten Text oder Gedicht vor­tra­gen
Feed­back, Wahr­neh­mung für Stimme schär­fen
Wor­auf ach­ten? Sitz der Stimme, Ton­lage, Varia­tion, Beto­nung, Endungen

Hör­spiel

Drei Leute an drei Ecken des Rau­mes, ein Erzäh­ler, zwei Akteure
Stimme wich­tig, kurze Geschichten

Auf die Bühne

Büh­nen­mo­dus mit mini­ma­ler Intervention

Fazit

Die Stimm­übun­gen soll­ten bes­ser für alle aus­ge­druckt wer­den, damit die gespro­che­nen Texte klar sind. Die Übung mit den Mono­lo­gen stieß auf ein geteil­tes Echo, die Ener­gie sackte ab, einige Leute mach­ten auch nicht so rich­tig mit. Bei der Rei­hen­folge war noch wich­tig, dass vor dem Spie­len auf der Bühne jeweils ein Ener­gie­spiel statt­fin­den sollte.