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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

Archiv

Tag: Konferenz

Meine zweite Kon­fe­renz die­ses Jahr führt mich wie­der nach Deutsch­land, die­ses Mal in die Haupt­stadt Ber­lin. Die Kon­fe­renz heisst Auto­ma­ti­sie­rungs­tech­ni­sche Ver­fah­ren in der Medi­zin, die meis­ten Teil­neh­mer stam­men aus Deutsch­land. Es ist eine kleine Kon­fe­renz, man kennt sich. Von unse­rer Gruppe sind sie­ben Leute da, aber nicht alle hal­ten einen Vor­trag. Meine Stunde schlägt mor­gen, ich stelle unser Labor und die bei­den Ruder­stu­dien kurz vor.

Es ist voll­bracht, der Vor­trag gehal­ten. Das Echo war über­wie­gend posi­tiv, es gab nur ein paar Fra­gen zu Details der Sze­na­rio­ge­stal­tung und Instruk­tion. Somit ist meine Pflicht getan und ich kann mich schon bald pri­va­ten Din­gen zuwenden.

Nach­trag: Ich belegte mit mei­nem Bei­trag den drit­ten Platz beim Wett­be­werb für Nach­wuchs­wis­sen­schaft­le­rIn­nen. Der Preis bestand aus einem Kom­pen­dium über das Feld der auto­ma­ti­sie­rungs­tech­ni­schen Metho­den in der Medi­zin und einer Fla­sche Cham­pa­gner (Moet & Chan­don), die Marke erin­nert mich an eine Zeile aus dem Lied Kil­ler Queen, dem ers­ten gros­sen Erfolg der Band Queen.

Mor­gen fahre ich nach Darm­stadt, wo die Kon­fe­renz Infor­ma­ti­ons– und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gien in der Sport­mo­to­rik statt­fin­det. Dort werde ich erste Resul­tate von unse­rem Ruder­si­mu­la­tor vor­stel­len. Lei­der hat man mich in den Arbeits­kreis Varia gesteckt, und so werde ich am Frei­tag Abend kurz vor 19:00 mei­nen Vor­trag hal­ten. Es ist der letzte im Pro­gramm, bevor sich alle zum Emp­fang im Jagd­hof­kel­ler bege­ben. Es bleibt also abzu­war­ten, wie viele Sport­wis­sen­schaft­ler ich durch mei­nen mit­rei­ßen­den Vor­trag beein­dru­cken kann.

ZNZ Symposium

Okt 22
Allgemein

Ges­tern (21. Okto­ber) fand im Sem­pert­schen Haupt­ge­bäude der ETH das ZNZ–Sym­po­sium statt. Das Zen­trum für Neu­ro­wis­sen­schaf­ten Zürich ver­sucht, die ver­schie­de­nen For­schungs­grup­pen an der ETH Zürich und an der Uni­ver­si­tät Zürich im Bereich der Neu­ro­wis­sen­schaf­ten zu ver­net­zen. Höhe­punkt ist sicher­lich das Sym­po­sium mit Vor­trä­gen und Poster-​​Sessions.

Ich fand’s ziem­lich lang­wei­lig, weil ein Groß­teil der unter dem ZNZ-​​Dach zusam­men­ge­fass­ten For­schungs­grup­pen auf der mole­ku­la­ren und bio­lo­gi­schen Ebene arbei­tet. Inge­nieure sind ganz klar in der Min­der­heit. Zur Unter­strei­chung die Titel eini­ger Vorträge:

  • The shaky life of memory: Com­pe­ti­ti­ons, desta­bi­liza­ti­ons, and the bio­logy of the long-​​term trace
  • Rho Gtpase func­tion in myelination
  • Nuclear signal­ling by the amy­loid pre­cur­sor protein
  • Effect of pre­na­tal infec­tion on GABAer­gic neu­rons in a novel ani­mal model of Schizophrenia
  • Single-​​cell and net­work activity in the neo­cor­tex in vivo
  • Explo­ring the brain, from beta probe stu­dies in rats to PET expe­ri­ments in humans
  • Are adult and plas­tic songs in the zebra finch gene­ra­ted by dif­fe­rent neu­ral mechanisms?
  • Keynote Lec­ture: GABA and the regu­la­tion of emo­tion and cognition

So sah’s also aus — unver­ständ­li­che Abkür­zun­gen, schöne bunte Gehirn­gra­fi­ken, wel­che die Prä­senz irgend­ei­nes Mar­kers zeig­ten und mit­ten­drin ich, auf der Suche nach Men­schen, die ich ver­stehe. Das Inter­esse zum gegen­sei­ti­gen Beschnup­pern war dann auch eher gering, ich beglückte einen Neu­ro­in­for­ma­ti­ker damit, dass ich mich für sein Pos­ter inter­es­sierte. Und das, obwohl sein Thema (Selbst­or­ga­ni­sa­tion von zel­lu­lä­ren Ein­hei­ten zur Nach­bil­dung der neu­ro­na­len Ver­net­zung) gar nicht so unspan­nend war. Am Ende gab’s dann einen Apero, mit sehr auf­merk­sa­men Catering-​​Damen, die stets mit Wein­fla­schen herum lie­fen und alle Glä­ser auffüllten.