Es ent­wi­ckelt sich was in mei­ner alten Hei­mat­stadt, bei jeder Wie­der­kehr stelle ich neue Ver­än­de­run­gen fest. Der neu­este Streich ist die Centrum-​​Galerie an der Pra­ger Straße. Archi­tek­to­nisch hat man sich am alten Centrum-​​Warenhaus ori­en­tiert, zu DDR-​​Zeiten ein wich­ti­ges Ele­ment der moder­nen sozia­lis­ti­schen Groß­stadt. Die­ses alte Waren­haus hatte eine metal­li­sche Hülle aus Waben, wel­che der Neu­bau auf­ge­nom­men hat. Aber diese Refe­renz ist auch das Ein­zige, was an den alten Kon­sum­tem­pel erin­nert, das Innere ist geräu­mig gestal­tet und ent­spricht dem Aus­se­hen so ziem­lich aller Ein­kaufs­zen­tren die­ser Welt. Die Altmarkt-​​Galerie ist ja nicht weit und hat bei der Gestal­tung sicher­lich Pate gestanden.

Centrum Galerie
Innen­an­sicht der Centrum-​​Galerie

Eine Sache ist jedoch anders, unter dem Dach wur­den ori­en­ta­lisch anmu­tende Mus­ter ver­wen­det. Das ist ein inter­es­san­ter archi­tek­to­ni­scher Schachzug.

Centrum Galerie
Die ori­en­ta­li­schen Mus­ter spie­geln sich im obers­ten Stock­werk.

Damit ver­fügt das Zen­trum jetzt also über zwei Ein­kaufs­zen­tren in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft, wei­ter drau­ßen in Auto­bahn­nähe war­tet der Elbe-​​Park auf Kund­schaft und ich frage mich, zu wes­sen Las­ten diese Neu­er­öff­nung geht. Wahr­schein­lich ist es der Ein­zel­han­del, der lei­det oder das Karstadt-​​Warenhaus gegen­über der Centrum-​​Galerie.

Prager Straße
Klas­si­sche Spring­brun­nen an der Pra­ger Straße.

Ansons­ten ist alles beim Alten Neuen in Dres­den, die alten DDR-​​Springbrunnen wer­den von neu­ar­ti­gen Ein­kaufs­zen­tren umzin­gelt und die letz­ten Lücken beim Wie­ner Platz geschlos­sen. Immer wie­der anders.