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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

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Tag: Bilder

Im letz­ten Mai begann mit einem Tref­fen in Dres­den ein ein­jäh­ri­ges deutsch-​​polnisches Jugend­pro­jekt. Auf deut­scher Seite orga­ni­siert vom riesa efau, fan­den ins­ge­samt vier Tref­fen statt. Schön fand ich, pol­ni­sche Jugend­li­che im Rah­men eines sol­chen Pro­jek­tes, ken­nen zu ler­nen. Mit Polen ver­binde ich jetzt vor allem die Gesich­ter der pol­ni­schen Teil­neh­mer, einige kenne ich mitt­ler­weile recht gut.

Die­ses Pro­jekt war für mich auch der Anstoß, mich inten­si­ver mit Foto­gra­fie zu beschäf­ti­gen. Beim ers­ten Tref­fen hatte ich mir noch von Arne einen Appa­rat aus­ge­lie­hen, mit dem ich einige ganz nette Fotos machte. Doch danach legte ich mir selbst eine ana­loge Spie­gel­re­flex­ka­mera zu und übte in Kor­sika flei­ßig. Bei den wei­te­ren Tref­fen war ich dann zum Foto­ex­per­ten der deut­schen Gruppe mutiert. Zahl­rei­che Filme wickel­ten sich durch den Appa­rat, wur­den belich­tet und ent­wi­ckelt. Mitt­ler­weile habe ich so eine Art Stil gefun­den, kann ganz gute Fotos machen. Den­noch ist mein Reper­toire ein­ge­schränkt, es sind vor allem Nah­auf­nah­men und Nacht­auf­nah­men, wel­che mich am meis­ten begeis­tern. Por­träts finde ich sehr schwierig.

Eure Mei­nung ist gefragt! Von der Kletter-​​Foto-​​Session habe ich die schöns­ten Hände aus­ge­wählt, aber es sind immer noch zu viele. An Euch ist es nun, mir zu helfen.

Hand A

Kletterhand

Hand A besticht durch die gene­relle Bild­kom­po­si­tion, der schöne blaue Him­mel nimmt einen beträcht­li­chen Teil des Bil­des ein. Damit ist auch das Ziel des Klet­terns klar, es geht nach oben. Die Hand sieht auch etwas ange­strengt aus, sie ist leicht ein­ge­knickt und einige Kno­chen tre­ten her­vor, was zeigt, dass hier wirk­lich geklet­tert wird.

Hand B

Kletterhand

Inter­es­sant hier die unscharfe andere Hand, wel­che den Gesamt­klet­ter­vor­gang ver­deut­licht. Mar­kant die dia­go­nale Bild­füh­rung ent­lang einer Spalte zum Him­mel. Die Hand sieht aber ziem­lich ent­spannt aus, so dass man ihr das Klet­tern nicht so recht abneh­men will.

Hand C

Kletterhand

Hand C ist die Nah-​​Hand schlecht­hin. Ein­fach nur Hand an Fels, nichts sonst.

Hand D

Kletterhand

Etwas wei­ter weg, ansons­ten wie zuvor. Mehr ist nun also zu sehen, der Arm bringt noch eine Gerich­tet­heit mit ins Bild. Schön wie­der der blaue Himmel.

Hand E

Kletterhand

Hier wurde getrickst, das Bild gedreht. Damit sieht die Situa­tion wie ein kras­ser Über­hang aus, was Dra­ma­tik pur verkörpert.

Hand F

Kletterhand

Der klas­si­sche Sei­ten­griff, man beachte die her­vor­te­ten­den Armknochen.

Hand G

Kletterhand

Die Hand G besticht wie­der durch schöne Gesamt­kom­po­si­tion, sicht­bare Anspan­nung und schöne Unter­tei­lung in (unschar­fen) Vor­der­grund, (schar­fen) Mit­tel­grund und (wie­der unschar­fen) Hintergrund.

Hand H

Kletterhand

Ein span­nen­der klei­ner Knup­pel­griff erzeugt diese ganz beson­dere Hand­hal­tung. Die dia­go­nale Rich­tung der Fels­wand ist auch hervorzuheben.

Hand I

Kletterhand

Die letzte Hand die­ser Reihe ruht auf einem beson­ders gut sicht­bar struk­tu­rier­ten Fels. Man könnte sagen, dass dies von der Hand ablenkt, aber urteilt selbst!

Ges­tern erlebte ich die abge­fah­renste Foto­ses­sion über­haupt. Zusam­men mit Arne wollte ich für ein Aus­tausch­pro­jekt ein paar Klet­ter­fo­tos machen. Vor­stel­lun­gen hatte ich schon, in wel­che Rich­tung es gehen sollte. Denn als Nahaufnahmen-​​Liebhaber wollte ich die Ver­bin­dung zwi­schen Klet­te­rer und Fels in Form von Hän­den und Füßen zeigen.

Schatten eines Karabiners mit Halbmast

Bei schöns­tem Früh­lings­wet­ter zogen wir also zum Thürms­dor­fer Stein, denn der hat eine Süd­wand und zugleich eine herr­li­che Aus­sicht. Zuerst mach­ten wir einige boden­nahe Auf­nah­men, ich klet­terte also ein­fach ein Stück nach oben und Arne knipste flei­ßig. Am bes­ten waren wohl die Bil­der zuletzt, denn da ver­lie­ßen mich die Kräfte und ich griff ohne große Über­le­gung ein­fach zu. Nach­dem auch Arne etli­che Male foto­gra­fiert wor­den war, woll­ten wir dann doch noch den einen Weg machen. Es war eine wun­der­schöne Drei, also ein rela­tiv ein­fa­cher Genuss-​​Weg. Arne stieg vor und nahm auch die Kamera mit.

Fuss beim Klettern

Oben am Pfei­ler mach­ten wir dann noch einige Fotos. Stel­len­weise saß ich so halb auf einem Vor­sprung, eine Hand am Fels, die andere mit dem Foto­ap­pa­rat belas­tet, Arne knip­send. Das war schon aben­teu­er­lich. So hoch über dem Boden, auf der Jagd nach DEM Foto.

Hand beim Klettern

Ein wei­te­res schö­nes Bild, wel­ches aus der letz­ten Scan-​​Session her­vor­ge­gan­gen ist, habe ich im Februar in Zürich aufgenommen.

Schaufenster

Es zeigt die Anwen­dung eini­ger foto­gra­fi­scher Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten, ins­be­son­dere Rah­mung und Spie­ge­lung. Dadurch wird das eigent­li­che Objekt (die Kir­che) sowohl indi­rekt abge­bil­det als auch gerahmt. Das spie­gelnde Objekt steht nun irgend­wie auch für Zürich als teu­res Pflas­ter, hat also auch noch Sym­bol­kraft ohnesgleichen.

Lus­ti­ger­weise erin­nert der Name an mei­nen Eng­lisch­leh­rer aus Gym­na­si­al­zei­ten: (Jo)Hannes Bonk.