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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

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Tag: make

Ein­lei­tung

Das Text­satz­sys­tem LaTeX eig­net sich her­vor­ra­gend für wis­sen­schaft­li­ches Schrei­ben. Aber wel­che Kom­po­nen­ten braucht man genau? In die­sem Arti­kel möchte ich beschrei­ben, wie man auf einem Ubuntu-​​​​Linux–Sys­tem die not­wen­di­gen Pro­gramme und Pakete instal­liert, um seine Publi­ka­tio­nen bequem schrei­ben zu kön­nen. Windows-​​​​Nutzer kön­nen die Schritte genau so aus­füh­ren, müs­sen aber an eini­gen Stel­len abwei­chend vorgehen.

Anfor­de­run­gen, Voraussetzungen

  1. Ich möchte VIM als Edi­tor benutzen.
  2. Das Resul­tat soll eine PDF-​​​​Datei sein.
  3. Nach Ände­run­gen am Manu­skript sol­len alle not­wen­di­gen Ver­ar­bei­tungs­schritte (latex, bib­tex) auto­ma­tisch durch eine Aktion (Maus­klick oder Ein­gabe) erfolgen.
  4. Ich möchte nach dem APA-​​​​Stil zitie­ren. Das ist von der Zeit­schrift mei­ner Wahl so vorgeschrieben.

Text­edi­tor VIM

VIM ist ein sehr mäch­ti­ges Werk­zeug zum Bear­bei­ten von Tex­ten. Auf den meis­ten Linux-​​​​Systemen ist die­ses Pro­gramm bereits instal­liert. Zur bes­se­ren Inte­gra­tion von LaTeX-​​​​Dokumenten gibt es die VIM-​​​​LateX-​​​​Suite.

any_directory$ sudo apt-get install vim

Die LaTeX-​​Suite sollte man lie­ber von Hand im Home-​​Verzeichnis instal­lie­ren, auf der Home­page gibt es eine Anleitung.

latexmk

Das Perl-​​​​Script latexmk ist äußerst prak­tisch, um alle not­wen­di­gen Ver­ar­bei­tungs­schritte auto­ma­tisch aus­zu­füh­ren. Es ermit­telt die Abhän­gig­kei­ten (ein­ge­schlos­sene Bil­der, Biblio­gra­fie), prüft den Sta­tus aller Dateien im Pro­jekt und führt dann genau die Schritte aus, wel­che not­wen­dig sind. Wenn man das nicht hat, muss man sehr häu­fig die Ein­zel­schritte (die Pro­gramme latex und bib­tex) aus­füh­ren, um bei Ände­run­gen im Doku­ment ein wirk­lich aktu­el­les PDF zu erhalten.

Instal­lie­ren muss man Perl (wenn es noch nicht vor­han­den ist) und das Skript selbst. Windows-​​​​Nutzer soll­ten Active Perl instal­lie­ren.

any_directory$ sudo apt-get install perl
any_directory$ sudo apt-get install latexmk

Die Anwen­dung von latexmk sieht dann für PDFs so aus:

project_directory$ latexmk -pdf dokument.tex

bibla­tex

Obwohl es zur Zeit noch nicht für die All­ge­mein­heit ver­öf­fent­licht ist (beta-​​​​Stadium), hat mir die Mäch­tig­keit des Pakets bibla­tex so impo­niert, dass ich es für meine Refe­ren­zen gern ver­wende. Ursprüng­lich brauchte ich eine sau­bere Lösung für nach Kapi­teln auf­ge­teilte Refe­ren­zen in mei­ner Dis­ser­ta­ti­ons­schrift, aber bibla­tex kann weit mehr und macht den Umgang mit Refe­ren­zen viel ein­fa­cher als vor­her. Denn bis­lang musste man aus einer unüber­schau­ba­ren Viel­falt von Pake­ten aus­wäh­len, wenn man mit dem Mini­mal­stan­dard von Bib­TeX nicht zufrie­den war. Nun braucht man also nur noch ein Paket — bibla­tex.

any_directory$ sudo apt-get install biblatex

Im Gegen­satz zum nor­ma­len Zitie­ren muss man sich an ein paar neue Befehle gewöh­nen. Ein indi­rek­tes Zitat in Klam­mern, wel­ches bei uns Inge­nieu­ren das häu­figste ist, erhält man mit \parencite{key}. Der Befehl \print­bi­blio­gra­phy erstellt genau an die­ser Stelle ein Refe­renz­ver­zeich­nis (Biblio­gra­phie) mit allen zitier­ten Quel­len. Das Aus­se­hen der Biblio­gra­phie und der Zitate im Text rich­tet sich nach dem Zitier­stil, den man beim Laden des Pake­tes mit ange­ben kann.

\usepackage[style=apa]{biblatex}
\bibliography{bibfile_name}

Den APA-​​​​Zitierstil kann man lei­der nur manu­ell instal­lie­ren (siehe Doku­men­ta­tion). Danach muss man aber noch die LaTeX-​​​​Installation aktua­li­sie­ren.

any_directory$ sudo texconfig rehash

Ein Pro­blem war dann noch, dass das csquotes-​​​​Paket ver­al­tet war. Auch da musste ich manu­ell die Dateien an die rich­tige Stelle kopie­ren und mit tex­con­fig rehash die LaTeX-​​​​Installation aktualisieren.

Fazit

Etwas Auf­wand ist das schon, dafür steht mir jetzt wie­der ein kom­plet­tes Sys­tem zur Ver­fü­gung, mit dem ich an mei­ner drit­ten Publi­ka­tion fei­len kann.

Using CiteU­Like for admi­nis­tra­ting my paper biblio­gra­phic infor­ma­tion is quite nice. I have all the infor­ma­tion I need for cit­ing the sour­ces in papers, as CiteU­Like pro­vi­des export capa­bi­lity for BibTeX.

The pro­blem with this approach and the package nat­bib is that URL addres­ses, ISSN num­bers and DOI stuff is used for crea­ting the biblio­gra­phy, loo­king nasty in my opi­nion. The­re­fore I used the power­ful stream edi­tor sed to delete these lines from my Bib­TeX file and also adding curly bra­ces around capi­tal let­ters in the title.

CorrectCiteULike.sed

# Correcting Mistakes of CiteULike BibTeX Export Tool
# delete URL lines (look nasty with natbib)
/url =/ d
# delete ISSN lines (look nasty with natbib)
/issn =/ d
# delete DOI lines (look nasty with natbib)
/doi =/ d
# create curly braces around capital letters in titles
/\ttitle = {[^{]/ s/[A-Z]/{&}/g

Make­file

All you have to do now is to include the sed com­mand in your Make­file, right in front of the bib­tex com­mand.

sed -i -f correctCiteULike.sed exported_bibtex_file.bib