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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

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Tag: Musik

Nach einer alten Apachen-​​Tradition wer­den männ­li­che Her­an­wach­sende in der Wild­nis einem Klapperschlangen-​​Biss aus­ge­setzt und müs­sen in die­sem Zustand allein zurück nach Hause fin­den. Wenn sie es schaf­fen, wer­den sie in den Kreis der Män­ner auf­ge­nom­men, ansons­ten ster­ben sie in der Wild­nis. Man muss dazu sagen, dass nicht alle Klapperschlangen-​​Arten töd­lich sind, der Biss schwächt also pri­mär und sorgt für eine Aus­ein­an­der­set­zung mit Todes­angst. Peter Gabriel hat dar­aus ein wun­der­schö­nes Lied gemacht, San Jacinto.

Es erin­nert mich an unser Minidrama-​​Projekt, bei dem die Haupt­fi­gur nach Hause will und ver­schie­dene Leute befragt. Gemein­sam ist der Wunsch, nach Hause zu kom­men. Aber wäh­rend im Stück immer­hin noch Leute da sind, befin­det sich der junge Her­an­wach­sende nach einer durch­wach­ten Nacht in der Wild­nis, wan­dert dann aber auch vor­bei an Häu­sern und Weg­mar­ken. Es ist vor allem ein Kampf mit sich selbst, mit den eige­nen Zwei­feln und Ängsten.

Thick cloud — steam rising — his­sing stone on sweat lodge fire
Around me — buf­falo robe — sage in bundle — rub on skin
Outs­ide — cold air — stand, wait for rising sun
Red paint — eagle fea­thers — coyote cal­ling — it has begun
Some­thing moving in — I taste it in my mouth and in my heart
It feels like dying — slow — let­ting go of life

Medi­cine man lead me up through town — Indian ground — so far down
Cut up land — each house — a pool — kids wea­ring water wings — drink in cool
Fol­low dry river bed — watch Scout and Gui­des make pow-​​wow signs
Past Geronimo’s disco — Sit ‚n‘ Bull steak­house — white men dream
A rattle in the old man’s sack — look at moun­tain top — keep clim­bing up
Way above us the desert snow — white wind blow

I hold the line — the line of strength that pulls me through the fear
San Jac­into — I hold the line
San Jac­into — the poi­son bite and dar­k­ness take my sight — I hold the line
And the tears roll down my swol­len cheek — think I’m losing it — get­ting wea­ker
I hold the line — I hold the line
San Jac­into — yel­low eagle flies down from the sun — from the sun

Source: peter​ga​briel​.com



Nick Hornby: High Fidelity

Aug 20
Allgemein

Eine schöne Beschäf­ti­gung am Sonn­tag – so ich nichts ande­res zu tun habe – ist das Anhö­ren von Audio-​​Büchern. Jetzt aktu­ell höre ich Nick Hornby’s „High Fide­lity”, eine wun­der­bare Geschichte um einen von sei­ner Freun­din ver­las­se­nen Musik­lieb­ha­ber, der zuerst in Selbst­mit­leid zer­fließt, dann aber seine gan­zen Ex-​​Beziehungen auf­ar­bei­tet und über die Tren­nung hin­weg kommt. Aber im Grunde ist die Hand­lung nicht das Span­nendste, die Erzähl­weise, die Cha­rak­tere und die immer wie­der­keh­ren­den Top5-​​Listen erzeu­gen eine schöne Atmo­sphäre rund um einen klei­nen Lon­do­ner Musikladen.

Ein schö­nes Buch mit vie­len intel­lek­tu­el­len Anspie­lun­gen, ich bekam es bei der Abschieds­le­sung in Dres­den geschenkt, mit auf den Weg. Eine Stelle erin­nerte mich sofort an meine Art, Kla­vier zu spie­len, bzw. zu sehr davon begeis­tert zu sein, als auf das pedan­ti­sche Ein­hal­ten von Rhyth­mus und der­glei­chen zu achten:

Sie hatte das Kon­ser­va­to­rium in Den Haag besucht und war Fach­frau, die wusste, dass es beim Musi­zie­ren nicht um das Aus­drü­cken von Emo­tio­nen ging, son­dern um das Erzeu­gen von sol­chen: das konnte nur gelin­gen, wenn es pro­fes­sio­nell geschah, das heißt, unbe­wegt wie ein Chir­urg; wie thea­tra­lisch die Mie­nen der Diri­gen­ten und Solis­ten auch immer waren, wenn sie wuss­ten, dass man ihnen zusah: zu Hause oder wäh­rend der Pro­ben mach­ten sie diese Faxen nie. Max hin­ge­gen war in einem sol­chen Maße kein Musi­ker, dass es ihm nahezu unmög­lich war zu musi­zie­ren, und zwar nicht, weil es ihn nicht berührte, son­dern weil es ihn zu sehr berührte. … Wenn er auf sei­nem Flü­gel eine Taste anschlug und danach die Oktav­taste, ergriff ihn das schon hef­tig und eröff­nete einen Abgrund in ihm, vor dem er Höhen­angst bekam.

Heute hatte ich mit Mario das erste Arbeits­tref­fen zur Abschieds­le­sung von Nove­cento. Wir haben das Buch durch­ge­ar­bei­tet und über­legt, wer wel­che Abschnitte liest. Das ist wirk­lich Arbeit, da man viele Ent­schei­dun­gen tref­fen muss und die Lesung quasi schon vor dem inne­ren Auge vor­weg­ge­nom­men wird. Das hat dann auch so an die drei Stun­den gedau­ert, wobei wir auch zwi­schen­durch ein paar Pau­sen gemacht haben. Aber wir sind bis zum Ende gekom­men. Die wei­te­ren Fra­gen (wie wer­den ein­zelne Sze­nen am bes­ten umge­setzt oder gar schau­spie­le­risch insze­niert) wer­den wir beim nächs­ten Tref­fen klären.

Der Ter­min steht lei­der noch nicht fest, es gab da Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­bleme mit den ver­ant­wort­li­chen Leu­ten. Am Mon­tag wird sich das Ganze hof­fent­lich klä­ren. Meine Prä­fe­renz liegt auf dem 15. Juni — alter­na­tiv nannte ich den 07. Juni. Hof­fent­lich klappt das noch…

An Requi­si­ten werde ich die fol­gen­den Sachen brau­chen, falls ihr was habt, mel­det euch bitte:

  • Musik: kur­zes, jaz­zi­ges Trom­pe­ten­stück oder jemand, der das halt macht
  • Goldzahn-​​Attrappe
  • Musik: Dixieland-​​Musik
  • Uni­form eines Schiffsmusikers
  • Dynamit-​​Kiste
  • rech­ter Arm (von Schaufenster-​​Puppe)
  • Sound: Unwet­ter, Orkan, tosen­des Meer
  • Kamelhaar-​​Mantel
  • Hut