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Tag: Rennrad

Ich liebe die Schweiz! Ges­tern war ich zum Ski­lang­lauf in Lan­gis, schö­ner, nur leicht mat­schi­ger Schnee und früh­lings­hafte Tem­pe­ra­tu­ren, heute radelte ich mit dem Renn­rad um den Grei­fen­see. Schnee­sport und Grillier-​​Stimmung am See an einem Wochen­ende — das gibt es nicht über­all. Und mor­gen wer­den mich meine Beine umbringen…

Span­nend war noch die Skilanglauf-​​Privat-​​Stunde. Ich habe das ja schon oft gemacht und dachte, ich beherr­sche die Grund­tech­nik. Aber weit gefehlt! Es gab da noch eini­ges zu ver­bes­sern, ange­fan­gen vom essen­zi­el­len Hüft­schwung — da muss ich sofort an Tango den­ken — über die Vor­wärts­nei­gung des Ober­kör­pers bei erho­be­nem Blick bis hin zum rich­ti­gen Stock­ein­satz. Und so drehte ich danach meine Run­den und ver­suchte mich auf all diese Dinge zu konzentrieren.

Das nach­mit­täg­li­che schöne Wet­ter nutzte ich für die erste Rennrad-​​Tour in die­sem Jahr. Die Sonne schien zeit­weise und weckte in mir den Drang nach fri­scher Luft. Genug vom Rum­sit­zen! Also schwang ich mich aufs grüne Radl und machte mich auf den Weg.

So ziem­lich alle Wege aus Dres­den hin­aus füh­ren bergan, so auch mei­ner. Also kann man sich schon am Anfang ver­aus­ga­ben und am Ende geht’s dann auf jeden Fall bergab. Die Tour war ziem­lich lang und trai­nings­tech­nisch sicher­lich sub­op­ti­mal. Man soll ja sei­nen Puls immer unten hal­ten und sich nicht zu sehr anstren­gen. Aber die letz­ten Kilo­me­ter waren defi­ni­tiv sehr anstren­gend. Es ging noch mal steil berg­auf, durch eine wun­der­schöne Land­schaft, ich keuchte ganz schön. Und der Berg wurde immer stei­ler! Aber ich dachte mir, jetzt noch­mal alles geben und dann rich­tig erschöpft sein. Bes­ser als nur halb erschöpft sein. Oder irgend­wie so.

War auf jeden Fall wun­der­bar, wie­der mal den Kör­per zu for­dern. Nur jetzt ist er ziem­lich erschöpft. Meine Sätze sind auch so kurz und meine Wort­wahl so ein­fach, weil ich ein­fach nicht mehr men­tale Kapa­zi­tät habe. Naja, mor­gen wieder…

PS: Die Links haben kei­nen wirk­li­chen Sinn. Aber Web­logs müs­sen Links haben, sonst ste­hen sie so alleine im Netz herum. Man kann die­sen Ein­trag also auch als Mani­fest gegen die Ver­lin­kungs­wut sehen.

Zu den Alt­las­ten unse­rer Vor­gän­ger gehö­ren neben einer nicht bezahl­ten Tele­fon­rech­nung auch zwei Renn­rä­der. Das eine hat sich Rei­mund gleich geschnappt, schließ­lich war er ja auch einen Tag eher da. Bei dem ande­ren fehlte der Schlauch des hin­te­ren Rades. Also besorgte ich einen und Rei­mund als Fahrrad-​​Spezialist war so freund­lich, ihn zu montieren.

Heute dann mein ers­ter Aus­flug mit dem Rad. Die Sat­tel­höhe war ja in Ord­nung, aber Kopf­schmer­zen berei­tete mir die Tiefe des Len­kers. Im Ver­gleich zu mei­nem Dresd­ner Rad musste ich mich ganz schön stre­cken, um da ran­zu­kom­men. Und zum Brem­sen war ein noch wei­te­res Vor­leh­nen not­wen­dig. All dies kam mir doch sehr selt­sam vor. Mein Rücken fand das alles auch nicht so toll. Also war mein Aus­flug durch die fast lee­ren Stra­ßen Blacks­burgs nicht sehr aus­ge­dehnt. Mischa meinte zu allem Über­fluss auch noch, das müsste so sein.

Da werde ich mich wohl dran gewöh­nen müs­sen… Letz­lich bin ich durch das Rad aber viel mobi­ler als zu Fuß, was die andere Alter­na­tive wäre. And wal­king sucks!