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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

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Tag: Textsatz

Typographie

Dez 19
Allgemein

Durch meine Tätig­kei­ten als Redak­teur, Gestal­ter eines Theater-​​Abendprogramms und Autor eines Web­logs kam ich schon oft mit dem Set­zen von Text in Berüh­rung. Aber eigent­lich ist mein Wis­sen recht begrenzt, bezie­hungs­weise geprägt durch die Arbeit mit LaTeX, einem Text­satz­sys­tem vor allem für wis­sen­schaft­li­che Publi­ka­tio­nen. Von daher waren mir einige typo­gra­phi­sche Grund­sätze in Fleisch und Blut über­ge­gan­gen, wel­che bei LaTeX von KOMA-​​Script umge­setzt wer­den, unter anderem

  • Sei­ten­ge­stal­tung mit brei­ten Rän­dern und maxi­mal 70 Zei­chen pro Zeile
  • Serifen-​​Font für Fließ­text, seri­fen­lo­ser Font für Überschriften
  • Block­satz in allen Lebenslagen

Bei der Dis­kus­sion mit ande­ren Leu­ten wur­den aber die meis­ten die­ser eher­nen Grund­sätze in Frage gestellt, so dass ich mich fragte, warum dies alles eigent­lich so defi­niert ist. Und somit lan­dete ich zwangs­läu­fig bei der Kunst der Typographie.

Mitt­ler­weile habe ich ein sehr schö­nes Buch gefun­den, wel­ches die Grund­sätze anschau­lich beschreibt: The Ele­ments of Typo­gra­phic Style (Robert Bring­hurst). Bis jetzt bin ich vom Buch extrem begeis­tert und ver­tiefe mich in die Geschichte und heu­tige Anwen­dung der Typo­gra­phie. Denn das Thema ist auch im Hin­blick auf die Gestal­tung von Web­sei­ten immer aktu­ell. In der neu geplan­ten Spe­zi­fi­ka­tion der Casca­ding Style Sheets (CSS3) ist in Sachen Schrift­ar­ten eini­ges in Bewe­gung gera­ten, als Webseiten-​​Gestalter kann man jetzt benö­tigte Schrift­ar­ten her­un­ter­la­den und muss nicht mehr dar­auf ver­trauen, dass sie auf dem Rech­ner des Nut­zers instal­liert sind. Bereits heute unter­stüt­zen die meis­ten Brow­ser diese Funk­tion, jedoch wird es noch eine Weile dau­ern, bis die breite Masse der Web­sei­ten davon pro­fi­tie­ren kann. Ein Pro­blem ist noch die Lizen­sie­rung von Schriftarten.

Die Auf­gabe des Typo­gra­phen ist immer, den Inhalt gekonnt zur Gel­tung zu brin­gen und anschlie­ßend selbst zu verw­schwin­den. Wie beim Regis­seur, der bei der Pre­miere taten­los im Publi­kum sit­zen muss, wird die Arbeit des Typo­gra­phen im End­ef­fekt unsicht­bar. Mit die­sem Web­log habe ich jeden­falls ein gutes Übungs­werk­zeug und werde ein paar Sachen damit aus­pro­bie­ren. Mehr Sinn macht das Ganze bei Druck­sa­chen, wo mir mit Adobe InDe­sign ein Pro­fi­werk­zeug zur Ver­fü­gung steht. Aber letzt­end­lich steht Typo­gra­phie über allen Werkzeugen.

Einarbeitung, Werkzeuge

Jul 4
Allgemein

Ich sitze an mei­nem Schreib­tisch im unters­ten Stock­werk des Kran­ken­hau­ses Bal­grist. Im Zim­mer sind noch drei andere Leute, das Klima ist locker, aber ein jeder macht halt sein Ding. Und mein Ding ist halt momen­tan die Ein­ar­bei­tung, wobei ich da auch völ­lig freie Hand habe. Eine kleine Auf­gabe gibt es, ich soll das Pro­gramm für das Lokolift-​​System (der Teil, wel­cher den Pati­en­ten hält) für einen kli­ni­schen Test modi­fi­zie­ren. Dafür sind einige Tests not­wen­dig, um dann die Pro­gramm­än­de­rung durch­zu­füh­ren. Aber das war auch nicht wei­ter dring­lich, wenn ich das recht ver­stan­den habe.

Und so schaue ich vor allem in die Simulink-​​Anleitung hin­ein, mit Lab­view werde ich mich spä­ter noch ein­ge­hen­der beschäf­ti­gen. Dane­ben über­lege ich mir auch, wie ich wäh­rend der Dis­ser­ta­tion mög­lichst pro­fes­sio­nell und effi­zi­ent arbei­ten kann. Ich möchte eigent­lich auf meine Diplom­ar­beit noch was drauf­set­zen. Die fol­gen­den Werk­zeuge werde ich wohl zur Text­ge­stal­tung und Abbil­dungs­er­stel­lung einsetzen:

  • LaTeX als Text­satz­sys­tem (wie gehabt)
  • Vim als Edi­tor (auch schon wäh­rend der Diplom­ar­beit genutzt)
  • Vim-​​LaTeX LaTeX-​​Erweiterung für Vim
  • Make­file zum Com­pi­lie­ren und Aktualisieren
  • GNU­plot zum Erstel­len der Gra­phen (ist für Make­file notwendig)