Bar­fuß lau­fen — wie fühlt sich das an? Man ist so unge­schützt, spürt so genau jeden klei­nen Stein. Die Füße wer­den schnell schmut­zig, die Tem­pe­ra­tur des Bodens spürt man deut­lich. Es ist ein ande­res Gehen, ein lang­sa­me­res, bedächtigeres.

Der Film erzählt von einer psy­chisch kran­ken Frau (Leila), die sich das Leben neh­men möchte und von Nick (gespielt von Til Schwei­ger) geret­tet wird. Fortan läuft sie ihm nach und wei­gert sich strikt, zurück ins Heim gebracht zu wer­den. Nick ist ein Hoch­stap­ler, der von einem Job zum nächs­ten drif­tet, ohne irgendwo lange Zeit zu blei­ben. Er ist halt­los und ver­ant­wor­tungs­los. Die Story ist dann abseh­bar, sie hel­fen sich gegen­sei­tig, geben sich Halt.

Schön fand ich die vie­len klei­nen Sze­nen, die immer wie­der das Schöne am Leben beton­ten, an klei­nen Din­gen. Und die Far­ben, die sehr gedeckt waren. Wie in einem Traum, etwas unwirk­lich. Ein schö­ner Film, den ich sehr emp­feh­len kann.