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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

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Tag: Wanderung

Es war ein unglaub­lich schö­nes Wan­der­wo­chen­ende. Meine Schwes­ter hatte sich samt einer Freun­din ange­kün­digt und nach kur­zer Dis­kus­sion einig­ten wir uns auf das Alp­stein als Ziel. Im Berg­gast­haus Mes­mer reser­vierte ich drei Schlaf­plätze im Mas­sen­la­ger, die ein­zel­nen Tages­wan­de­run­gen woll­ten wir dann spon­tan je nach kör­per­li­cher Ver­fas­sung festlegen.

1. Tag

  1. Was­ser­auen (876 m)
  2. Hüt­ten­to­bel
  3. Klein­hüt­ten (1200 m)
  4. Schirm­hütte (1464 m)
  5. Sto­ckegg
  6. Megli­salp (1517 m)
  7. Age­te­platte (1738 m)
  8. Unte­rer Mes­mer (1613 m)

2. Tag

  1. Unte­rer Mes­mer (1613 m)
  2. Obe­rer Mes­mer (1827 m)
  3. Melch­grueb
  4. Blauschnee
  5. Sän­tis (2501 m)
  6. Tier­wis (2085 m)
  7. Schwä­galp (1352 m)

Boot am Seealpsee

Nur Wan­dern ist schö­ner – Para­gli­ding im Alpstein

Kaf­fee und Kuchen auf der Meglisalp

See­alp­see

Eine wen­dige Dohle frisst die­sem Herrn aus der Hand.

Walen­stadt­berg (790 m) – Schwal­dis (1434 m) – Lau­begg (1373 m) – Quin­ten (434 m)

Der Höhen­wan­der­weg am Walen­see gehört zu den ein­drück­lichs­ten Wan­der­we­gen in der nähe­ren Umge­bung von Zürich. Mit der Bahn ist man in ein bis zwei Stun­den dort. Wäh­rend der Zürich­see eher flach ist, begrenzt eine steile Flanke den Walen­see. Und an die­ser Steil­wand ent­lang füh­ren Wan­der­wege am See ent­lang, der schönste führt weit über dem See von Amden nach Walenstadt.

blick auf den walensee

Blick über den Walensee

Wir durch­wan­de­ren ihn aber nicht voll­stän­dig, son­dern nah­men bei Lau­begg den Abzweil nach unten in das beschau­li­che Dörf­chen Quin­ten. Nur zu Fuß oder mit dem Schiff gelangt man dort­hin, es ist ein­fach herr­lich ruhig dort. Kurz vor Lau­begg fiel uns eine helle Holz­hütte auf, die erst kürz­lich erbaut wor­den sein musste. Hel­les Fich­ten­holz und ein rotes Spitz­dach auf einem mas­si­ven Stein­fun­da­ment, und das mit­ten auf dem Wan­der­weg, weit weg von jeder Straße. Wie waren die Bau­ma­te­ria­lien hier hoch gekom­men? Wir tipp­ten auf den Hub­schrau­ber, wur­den aber schon wenig spä­ter eines Bes­se­ren belehrt. Etwas wei­ter kam uns ein älte­rer Herr mit Stock ent­ge­gen, der ein lan­ges Plas­tik­rohr trug. Er meinte dann, dass er zusam­men mit Freun­den das gesamte Mate­rial vom Auf­zug her­ge­tra­gen habe. Das war also des Rät­sels Lösung, kein Heli­ko­pter, son­dern reine Mus­kel­kraft, wenn auch unter­stützt von einem Aufzug.

blick auf quinten

Blick zurück vom Schiff auf Quin­ten am Walensee

Den Abstieg nach Quin­ten, immer­hin 900 Höhen­me­ter, nah­men wir dann sport­lich im Jog­ging­s­chritt. Angeb­lich ist das bes­ser für die Gelenke, wenn man die Stöße mit gebeug­tem Bein beim Ren­nen auf­fängt. Dafür merke ich meine Ober­schen­kel­mus­keln jetzt recht deutlich.