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mathias wellner

theater, schauspiel und bergsport

Archiv

Tag: Winter

Heute Mor­gen waren wir mal wie­der in Renn­boo­ten auf dem Züri­see unter­wegs. Vor einem Jahr hätte ich diese Idee sicher noch total abwe­gig gefun­den, aber mitt­ler­weile habe ich mich an das zei­tige Auf­ste­hen gewöhnt und Freude am Rudern. Hier noch das Pro­to­koll mei­ner Aus­fahr­ten die­sen Win­ter, nach­dem der Kurs nun­mehr abge­schlos­sen ist.

Datum Stre­cke Boot Typ Mitru­de­rer
14.11.08 6 km ? ? ?
28.11.08 6 km ? ? ?
19.12.08 7 km Trott­baum 8+ Roland, Jenny, Domi­nik, Olaf, Georg, Alex, Franta
30.01.09 2 km Nep­tun 3x Roland, Franta
06.02.09 5 km Schub 4x Olaf, Heike, John
13.02.09 4 km Lorenzo 2x John

Ins­ge­samt bin ich jetzt bei 120 km.

Skifahren in Davos

Feb 19
Allgemein

Es ist nicht weit. Etwas mehr als zwei Stun­den mit dem Zug, dann steigt man in Davos aus und hat die Qual der Wahl zwi­schen zwei recht gro­ßen Ski-​​Gebieten, Par­senn zur Rech­ten und Jakob­shorn zur Lin­ken. Kilo­me­ter von prä­pa­rier­ten Pis­ten war­ten auf die vie­len Tau­send Ski­fah­rer und Snow­boar­der. Auch auf mich, wobei ich mich inzwi­schen mit dem sieb­ten Ski­tag als Fort­ge­schrit­te­nen betrachte und nicht mehr die Anfänger-​​Ski aus­leihe. Es sind jetzt Allround-​​Skier, wel­che ich mit Hilfe der klo­bi­gen Stie­fel an mei­nem Kör­per befes­tige. Etwas län­ger und etwas weni­ger tail­liert als die Anfänger-​​Skier sind sie, grei­fen bes­ser bei höhe­ren Geschwindigkeiten.

Ich mache Fort­schritte, habe es gelernt, immer stei­lere Hänge her­un­ter­zu­fah­ren, meine Wohlfühl-​​Geschwindigkeit immer höher hin­auf­zu­set­zen, auch bei ver­eis­ten, engen Pis­ten eini­ger­ma­ßen gut run­ter­zu­kom­men und mich auch auf unbe­kannte Pis­ten zu wagen. Wobei jetzt auch die Anfangs­eu­pho­rie des schnel­len Fort­schritts vor­bei ist. Das merkte ich heute recht deut­lich am Jakob­shorn. Es ist eine recht lange und gleich­mä­ßig abfal­lende Piste, wel­che wir haupt­säch­lich benutz­ten. Sie ist nicht schwie­rig, ein­fach recht lang. Und an die Gren­zen geriet ich vor allem durch feh­lende Kon­di­tion, wel­che bei höhe­ren Geschwin­dig­kei­ten ein­fach not­wen­dig ist. Sonst kommt man nicht so gut um die Kur­ven. Und so beim drit­ten oder vier­ten Mal mel­de­ten sich die Ober­schen­kel und rie­fen mich zur Mäßi­gung auf. Schnel­le­res Fah­ren ver­langt mehr Kraft, wel­che ich ein­fach noch nicht habe. Oder ich mache was falsch und fahre zu kraftin­ten­siv. Auf jeden Fall ist es nicht mehr so ein­fach, bes­ser zu wer­den. Es wird lang­sam anstrengend.

Ein wei­te­res schö­nes Bild, wel­ches aus der letz­ten Scan-​​Session her­vor­ge­gan­gen ist, habe ich im Februar in Zürich aufgenommen.

Schaufenster

Es zeigt die Anwen­dung eini­ger foto­gra­fi­scher Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten, ins­be­son­dere Rah­mung und Spie­ge­lung. Dadurch wird das eigent­li­che Objekt (die Kir­che) sowohl indi­rekt abge­bil­det als auch gerahmt. Das spie­gelnde Objekt steht nun irgend­wie auch für Zürich als teu­res Pflas­ter, hat also auch noch Sym­bol­kraft ohnesgleichen.

Lus­ti­ger­weise erin­nert der Name an mei­nen Eng­lisch­leh­rer aus Gym­na­si­al­zei­ten: (Jo)Hannes Bonk.

Rynek in Wroclaw

Mrz 14
Allgemein

Nach­dem nun end­lich der Dia-​​Scanner auch bei mir zu Hause ein­satz­fä­hig ist, hier mal ein Bild aus Wro­claw. Es zeigt den Rynek, den zen­tra­len Markt­platz die­ser schö­nen Stadt.

Rynek

Ich mag die Far­ben, die durch die mor­gend­li­che Sonn­tags­sonne wun­der­bar zur Gel­tung kom­men. Sche­men­haft lau­fen einige ein­ge­mum­melte Gestal­ten durch die glei­ßen­den Far­ben. Es wirkt unecht, über­spitzt, wie gemalt.

Gern würde ich jetzt erzäh­len, wie Ame­ri­ka­ner Weih­nach­ten ver­brin­gen, wel­che Tra­di­tio­nen und Bräu­che sich hier her­aus­ge­bil­det haben. Doch lei­der sind alle Leute, die wir ken­nen, von dan­nen gezo­gen. Blacks­burg ist momen­tan eine Geis­ter­stadt. Dazu passt auch der eisige Wind, der momen­tan durch die Stra­ßen weht. Ges­tern erzählte ich noch scherz­haft eini­gen Anru­fern, dass wir eine weiße Weih­nacht nur durch die höhere Tem­pe­ra­tur ver­pass­ten, sich infol­ge­des­sen Regen­schauer erga­ben. Doch heute, am Tag danach zie­hen die Aus­läu­fer eines Win­ter­sturms über uns hin­weg. Doch noch ist’s warm im Häuschen.

Hei­lig­abend ver­brachte ich mit Mischa nach allen Regeln der Kunst. Tan­nen­baum, Geschenke, Plätz­chen — wir füg­ten eigen­mäch­tig noch Weiß­wein, Kat­zen und selt­same Gesprä­che hinzu. Es war ein ganz beson­de­res Weih­nach­ten, anders und doch ein wenig an der Tra­di­tion ori­en­tiert. Durch einige Anrufe konnte ich auch die Ver­bin­dung zur Hei­mat herstellen.

Die viele Frei­zeit nutze ich dazu, ganz kon­zen­triert wenig Sinn­vol­les zu tun. Ich lese den Herrn der Ringe — in der Ori­gi­nal­ver­sion. Der Kino­be­such des zwei­ten Teils der Tri­lo­gie am letz­ten Sams­tag mit mei­ner Gast­fa­mi­lie war beein­dru­ckend und ver­lei­tete mich dazu, die­ses Unter­fan­gen zu begin­nen. Böse Mächte hal­ten mich gele­gent­lich davon ab, doch stets kehre ich wie­der auf den rech­ten Pfad zurück. Und wenn alles gut geht, kann ich diese Mis­sion erfül­len und der Ver­ant­wor­tung gerecht wer­den. Da fällt mir doch glatt ein, dass ich gerade auf dem Weg nach Isen­gard bin, um ein Schwätz­chen mit Saru­man zu hal­ten. Also, ver­zeiht bitte meine Eile, aber ich muss das Licht des Tages aus­nut­zen und wei­ter rei­ten, meine Gefähr­ten sind schon weit voraus…