Thomas Rosenlöcher zur Waldschlösschenbrücke

Es ist schon eine Weile her, dass ich Thomas Rosenlöcher (Wikipedia-Eintrag) bei uns in der Schule zum ersten Mal sah. Er saß vor der teilweise versammelten Schüler- und Lehrerschaft in der Aula und las aus einem seiner Bücher. Ich weiß gar nicht mehr, welches es war, vielleicht Ostgezeter. Das könnte auch vom Erscheinungsjahr 1997 gut hinkommen. Ein bärtiger, gutmütiger, leicht kauziger Mann mit Brille – und ein Dresdner Schriftsteller. Wenn ich ehrlich bin, ist es der einzige noch lebende Dresdner Schriftsteller, den ich kenne. Weiterlesen →

Die Waldschlößchenbrücke

Mit Wehmut habe ich seit meinem Umzug nach Zürich das Drama um die Dresdner Walschlößchenbrücke verfolgt. Beim Volksentscheid wohnte ich noch in Dresden, doch auch meine Gegenstimme konnte den Entscheid für den Bau nicht verhindern. Seither ging der Streit durch viele Instanzen, die Gegner (z.B. Grüne Liga) führten zuletzt eine seltene Fledermausart ins Rennen, um den Bau aufzuhalten. Aber nun ist es wohl endgültig entschieden, die Brücke wird gebaut, die schönen ruhigen Elbwiesen an dieser Stelle gehören der Vergangenheit an. Weiterlesen →

Essperformance

Zum schönen Abschluss meines Dresden-Besuchs gehörte dann auch ein Streifen durch die Dresdner Neustadt zum Tag der offenen Ateliers. Vor allem Bilder waren zu sehen, auch Fotos und Keramik-Kunst. Mit Matthias stapfte ich durch Pfützen durch einen trüben, verregneten Nachmittag. Aber wir waren guter Dinge und beide ein wenig enttäuscht von dieser Stadt. Der Höhepunkt war dann ein Atelier in der Kamenzer Straße, auf einem Tisch gleich neben dem Eingang waren Baguettes, Gurkenscheiben, Thunfischpaste und dergleichen aufgebaut. Weiterlesen →

Dresden

Dresden. Mein dritter Besuch hier seit ich Ende Juni nach Zürich ging. So langsam fühle ich mich als Fremder, als Besucher auf Zeit. Die Stadt empfing mich mit trübem Novemberwetter, einem entstellten Hauptbahnhof, einem aufgefetzten Postplatz und schließlich mit Schneefall. Letzteres wohl, um die Schandflecken zu bedecken, die aber ein Zeichen der ständigen Wandlung sind. Ich suche nach festen Punkten, und es fällt mir immer schwerer, sie zu finden. Die Leute sind in ihrem Alltag, manche tun sich schwer, nur wegen mir diesen Alltag zu unterbrechen. Weiterlesen →

Frauenkirchen-Mania

Überall stößt man darauf, auf diese große Kuppel im Herzen von Dresden. Ich fühle mich als Dresdner da schon irgendwie betroffen, schließlich bin ich oft an der Baustelle vorbei gelaufen. Und als im letzten Winter die Aussichtsplattform freigegeben wurde, zahlte ich die 5 Euro und sah mir Dresden von diesem ganz besonderen Ort aus an. Schöne Fotos machte ich, der Elbbogen links und der Elbbogen rechts. Links stand noch ein anderer Fotograf im Weg, weshalb ich den rechten Elbbogen mehr mag. Weiterlesen →

Rundgang durch Dresden

Einen wunderbaren Rundgang durch Dresden beschreibt der ZEIT-Artikel “Die Macht des Schicksals”. Die verschiedenen Seiten der Innenstadt (Prager Straße, Altmarkt, Wilsdruffer Straße, Altstadt, Brühlsche Terasse, Neustadt) werden einfühlsam und mit Gespür für die wechselhafte Geschichte beschrieben. Ich fand’s nett und empfehle es allen Dresdnern, speziell, wenn sie mal Besuch haben. Man kann man sich daran ganz gut orientieren. Weiterlesen →

Weblog-Wochenende

Vorbei! Nach zwei Tagen voller intensiver, anstrengender, spannender Gespräche über das Netz, Weblogs, Sicherheit und viele andere Dinge versuche ich jetzt, die vielen Eindrücke zu ordnen und das mich Interessierende festzuhalten. Die Hauptsache waren natürlich die Leute mit ihren unterschiedlichen Charakteren und Hintergründen. Vom Abiturienten, der sich Anregungen für seine Berufswahl erhoffte bis zum alteingesessenen alten Hasen war alles dabei, gemeinsam das Interesse für Weblogs, Social Software und die Zukunft dieser Dinge. Weiterlesen →

Dresden am Wochenende

Der Zug wird rattern, ich schlafen – hoffentlich. Zusammen mit fünf anderen Leuten im Abteil lege ich die vielen Kilometer zurück. Der Samstag ist schon verplant, Klettern bis zum Nachmittag, dann winkt die Kultur. Freunde wiedersehen, vertraute Gesichter, aber noch war ich nicht allzu lange fort, noch bin ich verbunden mit Dresden. Ein Monat Zürich – was soll ich erzählen? Es lässt sich ohnehin nicht in Worte fassen, wie ich auch damals nach dem Jahr in Amerika nicht so recht anzufangen wusste mit dem Erzählen, was ich erlebt hatte. Weiterlesen →

Abschiedslesung, der Morgen danach

Es war einfach toll! So viele Leute, so viele mir wichtige Gesichter an einem so wundervollen Abend. Die Lesung lief großartig, trotz einiger organisatorischer Schwierigkeiten hat letztendlich doch alles geklappt. Und kleinere technische Pannen konnten wir durch gekonntes Improvisieren ausmerzen. Ich möchte an dieser Stelle allen Beteiligten danken. Mario Schon seit Schulzeiten kenne ich Mario, der eine ausgesprochene Vorliebe für Kabarett hat und etliche Sketche auch mal selbst darbieten kann. Weiterlesen →

William Shakespeare – Richard III.

Was für ein Stück! Ich bin beeindruckt, schwelge immer noch in süßen Erinnerungen. Genial Tom Quaas als machtbesessener Tyrann, der für die Königskrone über Leichen geht und dann, am Ziel seiner Träume, unfähig ist zu regieren. Seine Wandlung vom eiskalten Machtmenschen zum wahnsinnigen, selbstzerstörerischen Diktator war wunderbar zu beobachten. Was ich nicht ganz so toll fand, war die Bühnentechnik, die im Übermaß eingesetzt wurde. Ständig drehte sich eine Wand oder ein Bogen im Kreise herum, diese Drehscheibe nahm einen Großteil der Bühne ein und zwang die Schauspieler gelegentlich zu lustig anzuschauenden Seitwärtsschritten, die so aussehen sollten, als blieben sie am Fleck. Weiterlesen →