Ausgespielt

Am Freitag war die letzte Aufführung von Biografie: Ein Spiel, einer sehr gelungenen Produktion. Wie so oft bin ich zufrieden, aber auch erschöpft und leer. Derzeit diskutieren wir zwar noch potenzielle weitere Termine, aber es ist gar nicht so einfach, ein Theater zu finden in den nächsten Wochen und auch die Logistik will geplant sein. Ganz zu schweigen von den Zuschauern, die wir dann auch noch motivieren müssten, uns zu besuchen. Weiterlesen →

Dramateure-Probewochenende

Recht spät war es diesmal, das erste Probewochenende der Biografie-Produktion. Wir übernachteten in der Mauserhütte in der Nähe von Schwyz. Von dort hatten wir einen herrlichen Ausblick über das Nebelmeer, welches für alle Leute unterhalb von 900 m einen trüben Tag bedeutete. Wir kommen im Stück gut voran, alle Szenen sind gestellt, jetzt hapert es vor allem am Text. Ich muss da auch Asche auf mein Haupt streuen, es ist recht viel Text für mich und ich bin noch weit davon entfernt, ihn perfekt zu beherrschen. Weiterlesen →

Biografie: Ein Spiel, Erste Probe

In der aktuellen dramateure-Produktion Biografie: Ein Spiel spiele ich Hannes Kürmann, einen Verhaltensforscher, der sein Leben nochmal neu beginnen kann. Heute war die erste Probe mit meiner Bühnenpartnerin Antoinette Stein. Da unsere Beziehung für das Stück von zentraler Bedeutung ist, sprachen wir recht ausführlich über die Charaktere und auch über unsere Bühnen-Ehe. Was ist dieser Hannes Kürmann für ein Mensch? Er ist ein Verhaltensforscher, was für mich ein völlig neues Thema ist. Weiterlesen →

Identität, Max Frisch, Biografie

In der ZEIT gibt es in der aktuellen Ausgabe (14. August) eine hochspannende Artikelserie zum Thema Authentizität und Identität. Wer bin ich wirklich? Die wichtigste Erkenntnis ist, dass es ein absolut stabiles Ich nicht gibt. Passend zum Thema finden sich auch einige Zitate, wobei Max Frisch nicht fehlen darf, dessen großes Thema Identität war. Jeder Mensch erfindet sich eine Geschichte, die er für sein Leben hält. Max Frisch, Schriftsteller Mit Frisch werde ich mich in den nächsten Monaten ohnehin ausführlicher beschäftigen. Weiterlesen →

Max Frisch – Biografie: Ein Spiel

Die Biografie ist einer von mehreren Stück-Kandidaten für die nächste Dramateure-Produktion. Ich erinnere mich noch sehr positiv an die Neumarkt-Produktion vor einigen Jahren. Im kleinen Theatersaal in der Chorgasse spielten sie dieses Stück zu dritt, ich war hingerissen. Um es vorwegzunehmen, ich finde es immer noch ein wahnsinnig spannendes Stück, auch nach erneuter Lektüre mit zeitlichen Abstand. Ein Mann, Kürmann, kann nach seinem Tod nochmal wichtige Entscheidungen seines Lebens ändern, mit den Mitteln des Theaters. Weiterlesen →

Überfremdung

Ein Gespräch auf dem Gipfel nach gemeinsamer Heldentat – unserem Bergführer macht die Überfremdung Angst. Ich fühle mich damit immer gemeint, wenn nicht sogar angegriffen. Als Deutscher in der Schweiz bin ich ein Fremder, einer von immer mehr. Und es gäbe da jetzt eine deutsche Bergführerschule, welche geringere Löhne zahle und die Preise ruiniere. Was sagt man da? Die Aussicht ist schön hier oben und der Himmel recht blau. Mir behagt schon der Begriff nicht. Weiterlesen →

Max Frisch – Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie

Das Theaterkanton Zürich ist ein Wandertheater, das mit seinen Produktionen überall im Kanton auftritt. Mit einigen Freunden vom Theater erlebte ich in Winterthur die Inszenierung von Max Frischs Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie. Es war ein wundervoller Abend mit einer absolut gelungenen Inszenierung. Es war einfallsreich, witzig, tragisch, authentisch, distanziert, pathetisch, menschlich, grandios. Das Stück ist dabei dramaturgisch gar nicht so leicht zu packen. Don Juan ist bei Frisch ein unfreiwilliger Verführer, der sich lieber mit Geometrie beschäftigt. Weiterlesen →

Alles von Max Frisch (Theater Neumarkt)

Zu Ehren des bekannten Schweizer Schriftstellers Max Frisch konzipierte das Theater Neumarkt einen Abend mit improvisierten Szenen aus dem Werk Frischs. Das Konzept ging nicht auf, abgesehen von einigen wenigen geglückten Szenen war der Großteil langweilig und unspektakulär. Schuster, bleib bei deinen Leisten! Das möchte ich dem Theater Neumarkt zurufen. Warum um Gottes Willen lasst ihr genau die Leute spielen, die keine Schauspieler sind? Die nicht die Ausbildung haben, nicht die Stimme, nicht die Erfahrung, die es einfach braucht, um diese Szenen schnell und wirkungsvoll zu improvisieren? Weiterlesen →

Max Frisch – Mein Name sei Gantenbein

Es ist eines der spannendsten Bücher, die ich gelesen habe, und es wird beim nächsten Treffen des Literaturzirkels am 25. September diskutiert. Ich möchte einige Stellen vorstellen und hoffentlich euer Interesse wecken, mal in das Buch reinzuschauen und dann Ende September mit dabei zu sein. Es geht um einen Mann, der in seiner eigenen Wohnung steht, aber anscheinend ging seine Ehe in die Brüche und so ist alles zum Abholen bereit, die Fensterläden geschlossen, Essensreste gammeln vor sich hin. Weiterlesen →