Acht Instrumente zur szenischen Arbeit

Dies ist die Essenz meines langsam zu Ende gehenden Kurses Schauspiel unter Regieanweisung. Acht Instrumente, oder sagen wir Anhaltspunkte für die Arbeit an einer Szene, sei es für Film oder Theater. Und es betrifft Schauspieler und Regisseure. Ereignisse – Was passiert in der Szene? Fakten – Lesen, Lücken füllen Verben – Regieanweisungen als Verben formulieren Bilder – Mit Bildern und anderen Sinneseindrücken arbeiten Physische Aufgabe – Primäre und parallele Tätigkeiten Arbeiten im Moment – Reagieren, improvisieren, gestalten aus dem Moment heraus Zuhören – Ganz beim Anderen sein, reagieren Fragen, fragen, fragen Mit dieser Liste kann man gut an die szenische Arbeit herangehen. Weiterlesen →

Lee Strassberg – Das Wesen des Schauspielens

Von Lee Strassberg habe ich das Buch Schauspielen und das Training des Schauspielers: Beiträge zur ‘Method’. Ehrlich gesagt fand ich es sehr langatmig und schwierig zu lesen. Strassberg zitiert so viele andere Theater- und Filmschaffende, dass man schnell den Faden verliert. Aber dennoch lohnt sich die Beschäftigung mit seinem Werk. Hier ein Auszug aus seiner 1959 erschienenen Schrift “Schauspielen”. Das Wesen des Schauspielens. Schauspielen ist die am höchsten geschätzte und am wenigsten verstandene Kunst. Weiterlesen →

Der perfekte Schauspieler

Ich stelle mir vor, ich bin ein Maler. Vor mir steht eine große Leinwand, auf der langsam ein Bild entsteht. Die groben Linien stehen, ein paar Farben kontrastieren miteinander, aber noch ist viel zu tun. Zum Beispiel dort in der rechten Ecke. Da bräuchte es mehr Rot, ich weiß es genau. Ich greife also zur Farbdose – welche plötzlich zu protestieren beginnt. Rot würde da doch nicht passen, grün wäre eindeutig besser. Weiterlesen →

ZES-Kameratraining 3 – Szenenvorbereitung

Morgen zählt es, wir drehen eine Dialog-Szene in verschiedenen Einstellungen mit Scheinwerfern und allem, was dazu gehört. Sicherlich kommen wir nicht an die Ausstattung eines professionellen Filmsets heran, aber für uns Kamera-Neulinge wird es trotzdem aufregend genug sein. Denn viele Versuche gibt es nicht, eine Einstellung kann aufgrund so vieler technischer Mängel rausfallen, dass es wenig Spielraum für Fehler beim Schauspieler gibt. Eine gute Vorbereitung der Szene ist deshalb extrem wichtig. Weiterlesen →

ZES-Kameratraining 2 – Erste Gehversuche

Nach der eher theoretischen Einführung des ersten Kurses ging es heute zur Sache, wir drehten einen Dialog zwischen zwei Personen in verschiedenen Einstellungen. Das Ziel war es, die Wirkung verschiedener Einstellungen auszuprobieren. 1. Halbnaheinstellung Die Halbnaheinstellung zeigte uns, am Tisch sitzend, von den Händen bis zum Kopf. Vom Gesprächspartner waren Schulter und Kopf in der Unschärfe sichtbar. Es ist eine relativ große Einstellung, die Bewegungen in einem bestimmten Rahmen erlaubt. Weiterlesen →

ZES-Kameratraining 1 – Einführung Filmschauspiel

Heute fand die erste Lektion des ZES-Kameratrainings statt. Ich habe mich für drei Lektionen angemeldet, wir sind zu dritt. Die heutige Auftaktveranstaltung nutzte Marco Hausammann-Gilardi für eine Einführung in das Thema Filmschauspiel. Denn wir alle hatten bisher eher Theatererfahrung gesammelt und die Gesetzmäßigkeiten und Gepflogenheiten der Filmbranche waren für uns neu. Weniger ist mehr Die Unterschiede zwischen Theater und Film ergeben sich aus der komplett verschiedenen Zuschauerperspektive. Beim Theater sitzen die Leute im Zuschauerraum und sehen stets die gesamte Bühne. Weiterlesen →

Robert Gernhardt – Toscana-​​Therapie

Karin mag Yoga Gerhard mag Campari Eskalation beim Abendessen Silvia verführt Gerhard Das Stück selbst orientiert sich im Aufbau am Regeldrama. Zu Beginn werden Karin und Gerhard als leicht verstaubtes Akademikerpaar eingeführt, sie genießen die Ferien im toskanischen Landhaus ihres Freundes Dieter. Als gemeinsames Problem existieren zu diesem Zeitpunkt nur der defekte Durchlauferhitzer und Mäusedreck. Ein Anruf von Dieter dient als Katastase (erregender Moment), er kündigt seinen Besuch für das Wochenende an. Weiterlesen →

Mein Name sei Alboury

Gestatten, mein Name ist Alboury. Ich lebe in Westafrika, welches früher von den Franzosen besetzt war. Jetzt sind wir frei, aber die Weißen sind immer noch da und führen sich auf wie einst. Sie verstehen nichts von diesem Land, von unserer Kultur und vom Leben überhaupt. Ich möchte die Leiche meines Bruders abholen, er wollte heute von der Baustelle zurück kommen und man erzählte mir, er sei bei einem Unfall gestorben. Weiterlesen →

Auf dem Weg zum Monolog

Der Theater-Monolog kann zur Sternstunde eines Schauspielers werden. Du hast die Bühne ganz für dich allein und an dir allein liegt es auch, ob sich die Zuschauer prächtig amüsieren oder zu Tode langweilen. Was macht einen guten Monolog aus? Wie bereitest du dich optimal darauf vor? Gute Monologe, schlechte Monologe Bei einem guten Monolog schaffst du es, deine Gedanken und Erinnerungen lebendig werden zu lassen. Die Zuschauer sehen, was du siehst, hören, was du hörst und spüren, was du spürst. Weiterlesen →

Rollenarbeit im Zoo

Mittlerweile ist der erste Aufbaukurs des Zentrums für Entwicklung im Schauspiel abgeschlossen. Aber nach dem Aufbaukurs ist vor dem Aufbaukurs – und so geht es jetzt weiter mit dem zweiten Aufbaukurs mit dem Schwerpunkt Monolog. Was geht in diesem Tier vor, was lässt sich für die Rolle nutzen? Dafür gibt es ein neues Stück von einem französischen Autor mit sehr vielen spannenden Monologen. Die Aufgabe besteht jetzt darin, sich einen Monolog auszusuchen und an dem zu feilen. Weiterlesen →