Die Dramateure starten durch

Eine neue Theatersaison beginnt, heute hatten wir unser erstes Treffen für eine potenzielle Produktion 2012. Es ging vor allem ums Wiedersehen und erste Weichenstellungen. Aber grundsätzlich sieht es gut aus. Die meisten Leute sind wieder mit dabei, so schlimm kann es also bei der letzten Produktion nicht zugegangen sein. Und es gibt sogar zwei Regie-Kandidaten und viele potenzielle Mitorganisatoren. Somit brauchen wir nur noch ein Stück. Und das ist naturgemäß nicht einfach zu finden. Weiterlesen →

Regie

Auf zu neuen Herausforderungen – ich werde Regie führen. Um nicht völlig ahnungslos vor erwartungsvollen Schauspielern zu stehen, werde ich mich autodidaktisch vorbereiten. Meine Leseliste umfasst momentan Die Odyssee des Drehbuchschreibers (Christopher Vogler) Dramatisches Schreiben (Lajos Egri) Lektionen 1: Dramaturgie (Bernd Stegemann) Lektionen 2: Regie (Nicole Grönemeyer, Bernd Stegemann) Für weitere Literaturempfehlungen bin ich offen. Spannend ist für mich die Frage nach dem Ganzen, nach dem roten Faden für eine Szene und auch für ein ganzes Stück. Weiterlesen →

Der Fluch der Freiheit (asuperheroscape)

Freiheit ist ein schöner Begriff, er ist so positiv besetzt, individuell und gesellschaftlich zugleich. Und es liessen sich so viele schöne Konflikte erdenken, die Sehnsucht nach eigener Freiheit könnte mit den Wünschen der Familie aneinandergeraten (Die Glasmenagerie) oder den Konventionen der Gesellschaft (Madame Bovary). All das sind zeitlose Konflikte, die auch im Heute noch funktionieren und in denen sich jeder wiederfindet. Stattdessen sehen wir Leute in seltsamen Kostümen, die sich über Freiheit echofieren. Weiterlesen →

Yasmina Reza – Kunst (Theater Muntanellas)

Der erste Höhepunkt bei den Aarauer Theatertagen war Yasmina Reza‘s Stück Kunst. Philipp Lenz inszenierte das Stück mit dem Theater Muntanellas bereits 2010. Es geht um drei Herren, deren langjährige Freundschaft durch den Kauf eines sehr teuren weißen Gemäldes auf die Probe gestellt wird. Serge hat 200 000 für weiße Streifen auf weißem Untergrund bezahlt und ist stolz darauf. Marc hält das Gemälde für eine “Scheiße” und sagt das Serge ins Gesicht. Weiterlesen →

Robert Gernhardt – Toscana-​​Therapie

Karin mag Yoga Gerhard mag Campari Eskalation beim Abendessen Silvia verführt Gerhard Das Stück selbst orientiert sich im Aufbau am Regeldrama. Zu Beginn werden Karin und Gerhard als leicht verstaubtes Akademikerpaar eingeführt, sie genießen die Ferien im toskanischen Landhaus ihres Freundes Dieter. Als gemeinsames Problem existieren zu diesem Zeitpunkt nur der defekte Durchlauferhitzer und Mäusedreck. Ein Anruf von Dieter dient als Katastase (erregender Moment), er kündigt seinen Besuch für das Wochenende an. Weiterlesen →

Friedrich Dürrenmatt – Die Panne (Regie Lars-Ole Walburg)

Schön, Theater mal wieder passiv zu erleben, einfach dasitzen und genießen. Das Schauspielhaus spielte Die Panne von Friedrich Dürrenmatt. Die Geschichte ist schnell erzählt. Der Geschäftsmann Alfred Traps hat eine Panne und strandet in einem kleinen Dorf. Da alle lokalen Gasthäuser durch ein Treffen des Kleintierzüchter-Vereins besetzt sind, empfiehlt man ihm das Haus eines pensionierten Richters. Dort wird er herzlich empfangen, der Hausherr hat zudem noch ein paar ebenfalls pensionierte Kollegen zu Besuch. Weiterlesen →

Ein Jahr Industrie – ein Rückblick

Vor ziemlich genau einem Jahr begann ich bei der Helveting AG, einem aufstrebenden Schweizer Ingenieurbüro. Mit dem Doktortitel in der Tasche, nach drei Wochen Arbeitslosigkeit und mitten in einem JobBasis-Kurs der NewPlacement GmbH wagte ich den Sprung ins richtige Berufsleben. Und da bin ich nun und reflektiere. Ein Jahr – drei Projekte Zuallererst erwartete mich der Sprung ins kalte Wasser eines ambitionierten Großprojekts, es ging um die Neuentwicklung eines medizinischen Geräts. Weiterlesen →

Endspurt für „Top Dogs”

Bald ist soweit, die Theaterproduktion “Top Dogs” des Studententheaters Zürich wird am Samstag, 9. Oktober Premiere feiern. Damit geht eine fast einjährige Produktionszeit zu Ende. Und wie immer realisiert die Gruppe erst am Ende, dass sie so kurz davor steht, ihr Stück dann tatsächlichen Zuschauern vorzuführen. Die Proben werden länger und intensiver, viele organisatorische Angelegenheiten müssen erledigt werden – eigentlich beginnt das Ganze jetzt erst so richtig. Vorher hatten wir immer viel Zeit, die zwei Stunden Probe dehnten sich manchmal ins Unendliche. Weiterlesen →

Mein Name sei Alboury

Gestatten, mein Name ist Alboury. Ich lebe in Westafrika, welches früher von den Franzosen besetzt war. Jetzt sind wir frei, aber die Weißen sind immer noch da und führen sich auf wie einst. Sie verstehen nichts von diesem Land, von unserer Kultur und vom Leben überhaupt. Ich möchte die Leiche meines Bruders abholen, er wollte heute von der Baustelle zurück kommen und man erzählte mir, er sei bei einem Unfall gestorben. Weiterlesen →

Auf dem Weg zum Monolog

Der Theater-Monolog kann zur Sternstunde eines Schauspielers werden. Du hast die Bühne ganz für dich allein und an dir allein liegt es auch, ob sich die Zuschauer prächtig amüsieren oder zu Tode langweilen. Was macht einen guten Monolog aus? Wie bereitest du dich optimal darauf vor? Gute Monologe, schlechte Monologe Bei einem guten Monolog schaffst du es, deine Gedanken und Erinnerungen lebendig werden zu lassen. Die Zuschauer sehen, was du siehst, hören, was du hörst und spüren, was du spürst. Weiterlesen →