Städtetrip nach Mannheim
Mannheim zählt nicht gerade zu den Städten, die man wegen ihrer touristischen Attraktionen besucht. Aber ohne Heerscharen von Touristen macht das Erkunden einer Stadt mehr Spaß, und wir entdeckten einiges, am Ende sogar eine Pinguinkolonie.
Anlass unserer Reise war der Besuch bei Bekannten, die es arbeitstechnisch in die Stadt zwischen Rhein und Neckar verschlagen hatte. Im konkreten Fall lockte ein historisches Projekt an der HdBA, der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit. Unsere Bekannten hatten eine Wohnung in der Innenstadt gefunden, nicht weit vom Bahnhof und in einem der Quadrate, die ich in der Form noch nirgendwo sonst gesehen habe. Im Bereich der Innenstadt hat jedes Quadrat eine Bezeichnung, z.B. P5. Die Hausnummern zählen nun entlang dieses Quadrates, startend an der Ecke, die zum Schloss zeigt. Bezug nehmend darauf liest sich das Logo der Stadt dann auch MANNHEIM², siehe Mannheim-Homepage.

Wie in den allermeisten größeren Städten gibt es auch in Mannheim einiges zu entdecken, besonders stolz ist die Stadt auf einige wichtige Erfindungen.
- Draisine, Vorläufer des Fahrrads (1817)
- Elektrischer Aufzug der Firma Siemens (1880)
- Automobil von Carl Benz (1888)
- Stotz-Kontakt, Vorläufer der elektrischen Sicherung (1923)
- Raketenflugzeug von Julius Hatry (1929)
- Fernwärmetechnologie
- Spaghetti-Eis (1969)

Zum Ausgleich besuchten wir zuletzt noch die Kunsthalle Mannheim, die neben einer Sammlung älterer Werke auch viel Raum für zeitgenössische Kunst bietet. Die Pinguine waren da eine ganz besondere Installation, es sind mit Helium gefüllte Ballone, die sich bei jedem Lufthauch bewegen. Sie nicken leicht hin und her, manchmal treibt es sie ein wenig ab. So entsteht eine sich ständig wandelnde Punguinkolonie, deren Teil man werden kann.