Ankunft in Hartenstein im Erzgebirge

Es war unser erster Urlaub mit Hund. Kurz zuvor hatten wir eine gebrauchte Hundebox besorgt, welche für den sicheren Transport im PKW benötigt wird. Viele Hundehalter lassen den Hund einfach auf der Rückbank mitfahren, gesichert nur durch einen Gurt, der am Geschirr festgemacht wird. Dies ist jedoch im Falle eines Unfalls nicht sicher, der Hund würde dann durchs Auto geschleudert. Der ADAC vergleicht mehrere Transportsysteme. Zudem ist Tomka mit ihren 20 kg auch kein Leichtgewicht, deshalb bedarf es da schon einer besseren Sicherung.

Hartenstein
Das Städtchen Hartenstein liegt südwestlich von Chemnitz und direkt an der Autobahn A72, ist also von Leipzig schnell zu erreichen. In der Sächsischen Geschichte spielte es eine Rolle beim Prinzenraub, einem der bekanntesten Ereignisse. Der Prinzen-Kidnapper Kunz von Kauffungen redidierte in der Burg Stein in Hartenstein. Einer der entführten Prinzen (Ernst von Sachsen) wurde angeblich in einem alten Bergewerkstollen gefangen gehalten, heute bekannt als Prinzenhöhle.
In Hartenstein stellten wir unser Auto erst einmal auf dem Marktplatz ab und vertraten uns die Füße. Unser Hund war hinten in der Transportkiste auch nicht so wirklich glücklich, da wurde es auch mal Zeit für einen Spaziergang. Spannend erschien uns die nahe gelegene Burgruine Hartenfels, die zwar nicht geöffnet, aber begehbar war. Ein ausgedehnter Innenhof wird regelmäßig für Veranstaltungen genutzt.
Hotel Bergidyll
Aber das eigentliche Ziel unserer Anreise war das Hotel Bergidyll nicht weit von Hartenstein. Es handelt sich um ein altes Jagdschloss und liegt mitten im Wald. Von der Talstraße an der Zwickauer Mulde führt eine schmale Zufahrtsstraße hoch zum Hotel. Der Empfang war sehr freundlich, mit einem kleinen Aufzug ging es hoch in unser Zimmer, das eine Balkontür zur Sonnenterrasse hatte. Diese teilten wir uns mit mehreren anderen Zimmern.

Abends spazierten wir dann noch zur Zwickauer Mulde, die unten im Tal entlang floss. Der Weg vom Hotel führte über die Zufahrtsstraße, ein kurzes Stück an der Hauptstraße entlang, an zwei Häuschen vorbei und über die Bahnstrecke. Dann trafen wir auf den Muldenwanderweg, der durch den Auwald verläuft. Wir waren so gut wie allein unterwegs, einfach nur das Rauschen der Blätter, manchmal die Geräusche des Flusses.
