Smooth Jazz Festival Augsburg

Nicht weit von der Woh­nung mei­ner Freunde befin­det sich das wun­der­schöne Park­thea­ter im Kur­haus Gög­gin­gen. Es wurde vor ein paar Jah­ren kom­plett im Jugend­stil restau­riert. Man fla­niert durch Gänge, ein Park lädt im Som­mer zum Ver­wei­len ein, prunk­voll ver­zierte Säu­len und Gelän­der über­all, viel Platz im Haupt­saal; ein Augen­schmaus. Es wäre ein abso­lu­ter Traum, hier Oscar Wilde aufzuführen.

Und an die­sem schö­nen Ort ver­sam­mel­ten sich heute die Grös­sen des zeit­ge­nös­si­schen Jazz und jam­men. Es war schon recht wuch­tig mit der ver­stärk­ten Festival-​​Band. Erst Bob Bald­win am Piano, danach ein Dop­pel­aift­ritt von Matt Mar­shak an der E-​​Gitarre und Mar­cus Ander­sen am Saxophon.

Mein Favo­rit heute war Matt Mar­shak an der Gitarre. Es klang ein biss­chen wie Pink Floyd, schöne sphä­ri­sche Gitar­ren­klänge. Muss da mal in Ruhe reinhören.

Griechenland-​​Impressionen

Die schöns­ten Fotos von mei­ner Kykladen-​​Reise mit den Sta­tio­nen Athen, Paros, San­to­rin und Naxos.

Naxos

Ein Rausch von Urlaub, ein Rausch aus Licht, Strand und Mee­res­rau­schen. Heute war der letzte voll­stän­dige Tag auf der Insel Naxos, wir lie­hen uns Quads aus, diese lär­mi­gen Fahr­zeuge, setz­ten knuffige runde Helme auf und rausch­ten über die Insel. Halt an einem klei­nen Strand, Schwim­men im Meer, Mit­tag­es­sen, wei­ter fah­ren, den Wind spü­ren, die Sonne brennt auf meine rechte Wade, wir knat­tern durch enge Gas­sen, auf Feld­we­gen, rut­schen in Kur­ven, hal­ten kurz an zum Abstim­men, Rück­gabe am Abend. Tref­fen am Strand, Beach­vol­ley­ball mit einer bun­ten Truppe, wüs­tes Her­um­schla­gen, ich muss den Ver­eins­spie­ler able­gen, kor­ri­giere zu viel meine Mann­schaft, ein­fach genies­sen und sich freuen, wenn mal ein geschei­ter Ball­wech­sel zustande kommt. Bald gibt es Abschieds­es­sen in unse­rer gros­sen Gruppe, grie­chi­sches Essen kann ich lang­sam nicht mehr sehen, ich sehne mich nach Sau­er­teig­brot und has­tig gekoch­ten Pestonudeln.

Mor­gen geht es mit der Fähre nach Athen, am Sams­tag dann der Rück­flug nach Zürich.

Paros

Die erste Kykla­den­in­sel heisst Paros, die Sanfte. Weisse Häu­ser, Meer, Strände, male­ri­sche Gas­sen, blaue Fens­ter und Türen, tro­ckene Hügel, Zika­den­lärm. Der Mar­mor die­ser Insel ist berühmt, viele Bild­hauer der Antike ver­wen­de­ten ihn. Die grie­chi­schen weis­sen Sta­tuen waren ursprüng­lich bemalt, grell bunt kit­schig, unser Grie­chen­land­bild muss neu gedacht werden.

Ers­tes Bad im Meer, schön warm, keine See­igel dort, Blick zurück auf weisse Häu­ser mit blauen Fens­ter­lä­den. Es ist so viel Licht hier. Holz­plan­ken füh­ren zur ein­zi­gen Dusche am Strand, zwei Stun­den Strand­zeit sind zu wenig, es rauscht so schön, doch lie­ber im Schat­ten lie­gen, jetzt noch zum Pool.

Athen

Es war ein Tag vol­ler neuer Erfah­run­gen. Ich flog zum ers­ten Mal nach Athen, mit einer Gruppe von ca. 20 Leu­ten, die ich noch nie zuvor gese­hen habe, ich sah zum ers­ten Mal die Akro­po­lis, ich sah zum ers­ten Mal die­ses antike Thea­ter gleich an der Akro­po­lis, wo Elek­tra, die vor dem Palast war­tet und nach Rache dürs­tet, plötz­lich Sinn macht, ich sah zum ers­ten Mal das Par­thenon, den Tem­pel, den man von den Fotos kennt, ich trank zum ers­ten Mal grie­chi­schen Kaf­fee und bin immer noch ein biss­chen high davon, ich unter­hielt mich mit vie­len span­nen­den Leu­ten zum ers­ten Mal und das ist erst der Anfang.

Ach ja, der Him­mel ist wol­ken­los, die Tem­pe­ra­tu­ren um die 30 Grad, nachts kühlt es auf fri­sche 24 Grad ab, es ist Som­mer, wie man sich ihn vor­stellt. Und ich habe in unend­li­cher Dumm­heit meine Bade­sa­chen ver­ges­sen, so dass es jetzt wohl einige Neu­an­schaf­fun­gen gibt.