Regenwanderung bei Stoos

Viele Meetup-​​Wanderungen wur­den abge­sagt an die­sem Wochen­ende, wegen Regens. Wir gin­gen trotz­dem, unbe­irrt, unbe­lehr­bar, unver­dros­sen. Geplant war der Grat­wan­der­weg vom Klin­gen­stock zum Fro­nalp­stock. Doch die Seil­bahn zum Klin­gen­stock war nicht offen, wir fuh­ren also zum Fro­nalp­stock mit­ten hin­ein in den Wol­ken­ne­bel. Im Restau­rant berie­ten wir bei einer Tasse Kaf­fee, was wir tun soll­ten. Auf Anra­ten des Wirts ent­schie­den wir uns für eine klei­nere Vari­ante, den Beginn des Grat­wan­der­wegs und Abstieg nach Stoos. War bei die­sen Bedin­gun­gen auch nicht ein­fach, leich­ter Regen, glit­schige Steine, Sprüh­re­gen, Schlamm, Nie­sel­re­gen, depri­mierte Kühe, Nebel.

Abstieg vom Fronalpstock nach Stoos

Über­sichts­karte: Abstieg vom Fro­nalp­stock nach Stoos.

Blick aus dem Sessellift, das fing ja gut an.

Blick aus dem Ses­sel­lift, das fing ja gut an.

Die Kuh schaut zu.

Die Kuh schaut zu.

Blick auf Schwyz

Beloh­nung – Blick auf Schwyz

Max Frisch – Biografie: Ein Spiel

Die Bio­gra­fie ist einer von meh­re­ren Stück-​​Kandidaten für die nächste Dra­ma­teure-Pro­duk­tion. Ich erin­nere mich noch sehr posi­tiv an die Neumarkt-​​Produktion vor eini­gen Jah­ren. Im klei­nen Thea­ter­saal in der Chor­gasse spiel­ten sie die­ses Stück zu dritt, ich war hingerissen.

Um es vor­weg­zu­neh­men, ich finde es immer noch ein wahn­sin­nig span­nen­des Stück, auch nach erneu­ter Lek­türe mit zeit­li­chen Abstand. Ein Mann, Kür­mann, kann nach sei­nem Tod noch­mal wich­tige Ent­schei­dun­gen sei­nes Lebens ändern, mit den Mit­teln des Thea­ters. Dem Buch vor­an­ge­stellt ist ein Tschechow-​​Zitat, was die­sen Traum formuliert.

Ich denke häu­fig; wie, wenn man das Leben noch ein­mal begin­nen könnte, und zwar bei vol­ler Erkennt­nis? Wie, wenn das eine Leben, das man schon durch­lebt hat, sozu­sa­gen ein ers­ter Ent­wurf war, zu dem das zweite die Rein­schrift bil­den wird! Ein jeder von uns würde dann, so meine ich, bemüht sein, vor allem sich nicht sel­ber zu wie­der­ho­len, zumin­dest würde er für sich selbst eine andere Lebens­weise schaf­fen, er würde für sich eine sol­che Woh­nung mit Blu­men neh­men, mit einer Menge Licht … Ich habe eine Frau und zwei Mäd­chen, und meine Frau ist oft krank, und es gibt so viele Dinge, so vie­les … je nun, wenn ich mein Leben von neuem begin­nen sollte, so würde ich nicht hei­ra­ten … Nein, nein.
Wer­schi­nin in DREI SCHWESTERN von Anton Tsche­chow

Seine zweite Frau Antoi­nette ist dabei, ein Regis­seur und zwei Assis­ten­ten. Es beginnt an dem Abend, als er und Antoi­nette sich näher kamen, nach einer Über­ra­schungs­party anläss­lich sei­ner erlang­ten Pro­fes­sur sitzt sie in sei­ner Woh­nung und geht nicht. Und er ist sich unschlüs­sig, soll er sie in sei­ner Bio­gra­fie las­sen oder nicht. Wie im Zitat begeht er aber die glei­chen Feh­ler, mit mini­ma­len Abwei­chun­gen. Man kann das ver­schie­den inter­pre­tie­ren, ich fand es ein wenig düs­ter, fast wie ein Plä­do­yer for Vor­her­be­stim­mung, die jedem Leben inne­wohnt und sich mit gro­ßer Träg­heit manifestiert.

Aber schön ist die Wie­der­ho­lung von Sze­nen mit dem Wis­sen, was kommt. So wie beim Thea­ter, immer wie­der über­rascht sein, nicht wis­sen, was kommt. Thea­ter ist somit Mit­tel und Thema die­ses Stücks, schnell wech­seln die Sze­nen aus Kür­manns Leben, der Kennenlern-​​Abend mit Antoi­nette, ein Gespräch mit einem kom­mu­nis­ti­schen Kol­le­gen, eine Schnee­ball­schlacht mit bösem Aus­gang in der Kind­heit, eine Affäre in den USA. Und all das mit ein­fa­chen, thea­tra­li­schen Mitteln.

Vita Parcours Schwamendingen

Man kann viel sagen über Schwa­men­din­gen, den Zür­cher Stadt­teil im Nor­den hin­ter dem Hügel, aber der Vita Par­cours dort ist gran­dios. Der Start­punkt befin­det sich gleich hin­ter der Wirt­schaft Zie­gel­hütte. Die Stre­cke ist ins­ge­samt 2.3 km lang, unter­wegs gibt es dann aller­lei Sta­tio­nen zum Deh­nen, Klimm­zie­hen, Lie­ge­stütze machen, Ringe laden ein, Rum­hüp­fen gibt es auch und Sla­lom­lau­fen. So rennt man nicht nur, son­dern trai­nert noch ein paar andere Muskeln.

Vita Parcours Schwamendingen, Aufzeichnung mit GPS-Uhr

Vita Par­cours Schwa­men­din­gen, Auf­zeich­nung mit GPS-​​Uhr

War eine schöne Runde und gute Abend­be­schäf­ti­gung. Zur­zeit bin ich sehr auf Sport aus und nutze jede Gele­gen­heit. Mor­gen geht es dann wei­ter mit Joggen.

Wanderung im Tessin

Trotz mäßi­ger Wet­ter­aus­sich­ten gin­gen wir wan­dern an die­sem Wochen­ende. Unser Ziel war eigent­lich der Pizzo Campo Ten­cia, was jedoch auf­grund des vor­her­ge­sag­ten Regens am Sonn­tag mehr als frag­lich war. Statt­des­sen unter­nah­men wir am Sams­tag bei regen­freiem Wet­ter eine aus­ge­dehn­tere Wan­de­rung und stie­gen am Sonn­tag ein­fach nur noch ab. Wir über­nach­te­ten in der Cap­anna Campo Ten­cia auf reich­lich 2000 m.

Der Verlauf unserer 2-Tages-Wanderung, rot (Tag 1) und cyan (Tag 2)

Der Ver­lauf unse­rer 2-​​Tages-​​Wanderung, rot (Tag 1) und cyan (Tag 2)

Höhenprofil vom Samstag

Höhen­pro­fil vom Samstag

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An der Hütte weh­ten tibe­ti­sche Wimpel

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Auf der Suche nach Diet­mar, inmit­ten eines Geröllfeldes.

Theaterfilm

Eine mei­ner letz­ten Auf­ga­ben im Rah­men der Thea­ter­pro­duk­tion Ein idea­ler Gatte ist das Erstel­len des Videos. So ein Video ist eine Erin­ne­rung für die Betei­lig­ten, mit einem Fern­seh­film lässt sich das nicht ver­glei­chen. Den­noch sitzt man eine ganze Weile, ehe alles bei­sam­men ist. Beim Video­schnei­den machen sich zwei Bild­schirme dann wirk­lich gut, so kann man das Vorschau-​​Fenster bequem auf den zwei­ten Bild­schirm legen und hat genug Über­sicht für die gan­zen Knöpfe und Regler.

Videoschneiden mit Adobe Premiere Pro

Video­schnei­den mit Adobe Pre­miere Pro

Wir haben dies­mal nur mit einer Kamera gedreht, was das Schnei­den sehr ein­fach gestal­tet. Dafür gab es etli­che Ton­spu­ren von den Auf­nah­m­emi­kro­fo­nen, die man mit dem Film­ma­te­rial syn­chro­ni­sie­ren muss. Zum Glück hat Pre­miere Pro da eine Funk­tion ein­ge­baut, Clips mar­kie­ren, Syn­chron­sie­ren nach Ton­spur und wenige Minu­ten spä­ter sind alle Spu­ren syn­chron. Ansons­ten muss man auf allen Clips müh­sem Punkte set­zen, vor­zugs­weise bei der Klappe.

Das Gröbste ist geschafft, jetzt feh­len noch Intro, Lauf­texte und DVD-​​Menü.