Henrik Ibsen – Die Wildente

Zum ersten mal besuchte ich gestern das Darmstädter Staatstheater. Ich hatte extra einen Klassiker rausgesucht, Ibsens Wildente.

Das Erste, was ins Auge sprang, war das Bühnenbild. Riesige dunkle Stufen vom Boden bis zur Decke, jede ungefähr einen Meter hoch und insgesamt an die acht Stück. Damit sind die Schauspieler in ihrer Etage gefangen, sie müssen klettern oder sich fallen lassen.

Die Inszenierung war weit entfernt von Natürlichkeit oder Authentizität. Es waren Bilder mit Textfragmenten aus dem Stück, die Beziehungen zwischen den Figuren wurden nur angedeutet, alle Rollen waren grotesk überzeichnet. Dazu düstere Begleitmusik, die dem Ganzen etwas Schweres und Anstrengendes gaben. Mein Geschmack war es nicht.

Leuven

Am letzten Wochenende machten wir mal wieder einen Abstecher ins herbstliche Löwen in Belgien, um Freunde zu besuchen. Trotz des kühlen Wetters verbrachten wir viel Zeit draußen und erkundeten die Stadt mitsamt ihrer Umgebung. Es war mal wieder spannend in dieser mehrsprachigen Umgebung, was sogar einen direkten Einfluss auf unsere Zugreise hatte. Denn unser Umsteigebahnhof Liege hat noch mehr Namen, Lüttich auf Deutsch und Luik auf Niederländisch. Und auch Löwen erschien mal als Leuven, mal als Louvain auf den Zugtafeln.