Laufen im Irchelpark

Dies­mal war alles anders. Ich lief nicht allein, son­dern in Beglei­tung. Wir unter­hiel­ten uns wäh­rend des Lau­fens, was die Geschwin­dig­keit merk­lich dros­selt und auch den Puls im Rah­men hält. Nach sie­ben Kilo­me­tern hätte ich auch noch wei­ter lau­fen kön­nen, aber irgend­wann ist die Irchel­runde auch oft genug absolviert.

Und das Trai­nings­ziel war für mich auch, ein Tempo zu fin­den, das ich lange durch­halte. Die Inter­vallsprints kann ich dann wie­der unter der Woche machen.

Laufen im Irchelpark, mit den typischen GPS-Anfangsschwierigkeiten

Lau­fen im Irchel­park, mit den typi­schen GPS-​​Anfangsschwierigkeiten

Geschwindigkeit (blau) und Herzrate (rot)

Geschwin­dig­keit (blau) und Herz­rate (rot)

Identität – Max Frisch – Biografie

In der ZEIT gibt es in der aktu­el­len Aus­gabe (14. August) eine hoch­span­nende Arti­kel­se­rie zum Thema Authen­ti­zi­tät und Iden­ti­tät. Wer bin ich wirk­lich? Die wich­tigste Erkennt­nis ist, dass es ein abso­lut sta­bi­les Ich nicht gibt. Pas­send zum Thema fin­den sich auch einige Zitate, wobei Max Frisch nicht feh­len darf, des­sen gro­ßes Thema Iden­ti­tät war.

Jeder Mensch erfin­det sich eine Geschichte, die er für sein Leben hält.

Max Frisch, Schriftsteller

Mit Frisch werde ich mich in den nächs­ten Mona­ten ohne­hin aus­führ­li­cher beschäf­ti­gen. Mit den Dra­ma­teu­ren pro­du­ziere ich das Stück Bio­gra­fie: Ein Spiel, vor­aus­sicht­li­cher Auf­füh­rungs­zeit­raum ist Januar/​Februar 2015. Nach mei­nem Regie­de­büt mit dem Idea­len Gat­ten werde ich dies­mal wie­der als Schau­spie­ler dabei sein. Die Bio­gra­fie ist ein span­nen­der Stoff, die sich mit dem Thema Iden­ti­tät spie­le­risch aus­ein­an­der­setzt. Ein Mann kann Feh­ler in sei­nem Leben kor­ri­gie­ren, er erhält eine zweite Chance. Umge­setzt wird dies mit den Mit­teln des Thea­ters, es gibt einen Spiel­lei­ter, seine Frau und Assis­ten­ten. Zen­tral ist die Frage, ob er seine Frau noch­mals ken­nen ler­nen möchte, es beginnt an dem Abend, als sie sich erst­mals tref­fen. Aber er hat große Mühe, sie zu ver­ab­schie­den und nicht die Nacht mit ihr zu ver­brin­gen. Frisch bezeich­nete sein Stück als Komö­die, wenn­gleich Tra­gik­ko­mö­die der pas­sen­dere Begriff dafür ist.

Szenische Lesung „Rosenkranz und Güldenstern” (Tom Stoppard)

Am 22. Sep­tem­ber fin­det die nächste sze­ni­sche Lesung statt. Nach einer län­ge­ren Unter­bre­chung möchte ich mit einem ganz beson­de­ren Lecker­bis­sen auf­war­ten, Rosen­kranz und Gül­dens­tern von Tom Stop­pard (eng­li­scher Wikipedia-​​Artikel). Der Autor ist mir seit der akitiv-​​Arkadien-​​Produktion von 2009 ein Begriff. Wir spiel­ten damals eins der spä­te­ren Stü­cke von Stop­pard, Rosen­kranz und Gül­dens­tern ist eines sei­ner ers­ten und brachte ihm den Durch­bruch als Theaterautor.

Im Zen­trum der Hand­lung ste­hen zwei Neben­fi­gu­ren aus Shake­speares Ham­let, die nicht viel zu tun haben und ihre reich­lich bemes­sene Frei­zeit mit phi­lo­so­phi­schen Spe­ku­la­tio­nen über die Frei­heit des Wil­lens und die Macht des Zufalls ver­brin­gen. Gele­gent­lich tau­chen dann auch die ande­ren Figu­ren aus Ham­let auf und es gibt kurze Aus­schnitte daraus.

Falls jemand noch gern dabei sein möchte, schreibt mir bitte.

Laufen im Irchelpark

Ein­mal am Tag rich­tig schwit­zen – für heute ist mir das gut gelun­gen. Nach fünf Kilo­me­tern im Irchel­park liege ich auf dem Boden und zer­fließe. So lang­sam komme ich rein ins Lau­fen, die Stre­cke heute fiel mir gar nicht so schwer. Ich bin die erste Runde bewusst lang­sam ange­gan­gen, mit einem Auge auf den Puls. In der zwei­ten Runde habe ich dann das Tempo vari­iert, ist ein Trai­nings­tipp, um das ansons­ten ja recht ein­tö­nige Lau­fen zu vari­ie­ren und auch ver­schie­dene Mus­keln anzu­spre­chen. Danach hatte ich aber mein Tempo gefun­den (ca. 10 km/​h) und rannte rela­tiv gleich­mä­ßig die rest­li­che Strecke.

Die Irchelpark-Runde

Die Irchelpark-​​Runde mit deut­lich sicht­ba­ren GPS-​​Ungenauigkeiten

Geschwindigkeit (blau) und Herzrate (rot)

Geschwin­dig­keit (blau) und Herz­rate (rot)

Das Schöne am Lau­fen ist, dass es so wenig Auf­wand bedeu­tet. Ein­fach umzie­hen, Lauf­schuhe schnü­ren und los geht’s. Ich brau­che nur über die Straße gehen, dann bin ich im Irchel­park mit der Finn-​​Bahn.

Rechner neu aufgesetzt

So schwie­rig war es gar nicht. Nach der Anschaf­fung einer flin­ken SSD (Solid-​​State-​​Disk) durfte ich mei­nen hei­mi­schen Desktop-​​Rechner neu instal­lie­ren. Und nach nur weni­gen Stun­den steht das Sys­tem wie vor­her. Jetzt kann ich die rest­li­chen Pro­gramme nach und nach dazu instal­lie­ren. Aber letzt­end­lich ist so eine Neu­in­stal­la­tion die ein­zige Chance, das Sys­tem zu entschlacken.

Mein Ziel war ein Dual-​​Boot-​​System mit Win­dows 7 und Ubuntu, auf der SSD sol­len nur die Betriebs­sys­teme und Pro­gramme sein, die Daten auf der bis­he­ri­gen Festplatte.

  1. Backup der Daten
  2. Ubuntu-​​Start-​​DVD erstellen
  3. Alte Fest­platte abklemmen
  4. SSD anschlie­ßen als ein­zige Festplatte
  5. Boot­rei­hen­folge im BIOS über­prü­fen, erst das CD/​DVD-​​Laufwerk
  6. Windows-​​DVD ein­le­gen, Instal­la­tion auf Teil der Festplatte
  7. Ubuntu-​​DVD ein­le­gen, Instal­la­tion auf ver­blei­ben­dem Teil der Festplatte
  8. Anschlie­ßen der alten Fest­platte für die Daten
  9. Ändern der Festplatten-​​Boot-​​Reihenfolge im BIOS